Donnerstag, 12. Februar 2026

 
 Deutschland, Wannweil (Baden-Württemberg):
Johanneskirche, Kern 12./13. Jhdt.


 
Im Ort Wannweil zwischen Reutlingen und Tübingen ...



... steht diese Kirche, die auf einen ...



... romanischen Bau zurückgeht, dessen 
Entstehungszeit aber im Dunkeln liegt.



Die heutige Hallenkirche entstand durch die Erweiterung ....



... eines mittelalterlichen Kirchenbaus 1890/91.



Die unteren drei Etagen des Turms sind romanisch, ...



... der achteckige Aufsatz mit Turmhelm ist hingegen jünger.



Speziell auf der Nord - und Ostseite wurde die Kirche 
modern und in ungewöhnlicher Form erweitert.



Auch das Portal ist eine Umgestaltung
und nachträglich hier eingebaut worden.



Die romanische Bausubstanz ist am ehesten an 
diesen drei Lisenen und Überfangbögen im Mittelbau erkennbar.



Die Kapitelle der Blendsäulen sind mit alten Reliefs von Tierköpfen gestaltet.



Der Turm im Südwesten steht auf
quadratischem Grundriss, ist aber ...



... in den beiden oberen Etagen achteckig.



In seiner massiven Basis gibt es nur ...



... wenige romanische Rundbogenfenster.



Dieser alte Zugang wurde vermauert.



Der weitere Anbau sieht jenem im Norden ähnlich ...



... und hat unten schlichte Spitzbogenfenster
und im oberen Geschoß gotische Maßwerkfenster.



Hier der Ostabschluss mit einer 5/8-Mittelapsis ...



... und zwei kleineren Seitenapsiden aus dem 15. Jhdt.



Man gelangt auf der Westseite in die Kirche, ...



... die heute von der evangelischen Gemeinde genutzt wird.



In ihrer großen Halle gibt es zwei hölzerne Seitenemporen.



Der gotische Chor ist durch einen Triumphbogen ...



... vom Langhaus getrennt und weist Fresken auf.



Die Halle ist mit einer Spitztonne holzgedeckt.



Auch die Rückseite hat eine Empore, auf der die Orgel "sitzt".



Hier eine Graphik mit den romanischen Baubefunden dieser Kirche.



Vor der Kirche weist dieses alte Steinkreuz
auf einen ehemaligen Friedhof hin.








 

Sonntag, 8. Februar 2026

 
  Deutschland, Ostfildern (Baden-Württemberg):
Turm der Kirche St. Blasius in Nellingen, 
um 1220 erbaut



Im kleinen Ort Nellingen, in dem es
noch einige alte Häuser gibt, steht ...



... dieser romanische Kirchturm, der um 1220 
durch das Kloster St. Blasien erbaut wurde,
das hier am Ort Besitz und eine Propstei hatte.



 Der vom ursprünglichen Bau erhaltene Turm hat in
beiden unteren Geschossen einen viereckigen Grundriss, 
der sich nach oben zum Achteck verjüngt. 



Hier ein Rundbogenfenster, das groß
genug für einen ehemaligen Zugang wäre.



In der Turmbasis befindet sich ein ...



... öffentlich zugänglicher Raum, der ca. 1 m tiefer liegt.



Er ist mit einem massiven Tonnengewölbe gedeckt.



Hinter diesem Gitter könnte es noch tiefer gehen.



Das Kirchenschiff war nach einem Brand 1446 erneuert worden 
und wurde, nachdem es 1749 bei einem Sturm beschädigt wurde, ...



... 1777 im schlichten Stil einer Predigerkirche abermals erneuert.



Seit 1537 ist die Kirche reformiert.



Mit seinem Baustil, der sich nach oben hin verjüngt, ...



... gilt dieser Kirchturm als ältester 
dieses Typs in Württemberg.



Seine beiden unteren Etagen sind durch
 Rundbogenfriese und Lisenen gegliedert.



Im unteren Geschoss sind die Rundbögen sogar ...



... durch stilisierte "Nixenschwänze" fast zu Kreisen ergänzt.
 
 

Darüber zieht sich ein Schmuckfries um den gesamten Turm.



Auf einer Seite befindet sich ein Dachvorsprung, ...



... über dem diese alte Figur wacht.



Auf der anderen Seite gibt es diesen Wasserspeier.



Hier noch das Info-Schild, das am Kirchturm angebracht ist.