Dienstag, 25. Januar 2022


Italien, Rom (Lazio):
Basilika San Giovanni a Porta Latina,
Ende 5. bzw. 11. und 12. Jhdt.



Gleich bei der ehemaligen Porta Latina
im Süden der Altstadt Roms ...



... befindet sich etwas versteckt auf einem kleinen Platz, 
aber mit diesem Hinweisschild versehen, ...



... diese wunderschöne Basilika, die um 490
unter Papst Gelasius I. entstanden ist.



Sie wurde im 11. bzw. 12. Jhdt. umgebaut
bzw. erweitert - der romanische Campanile 
mit seinen Triforien stammt aus dieser Zeit.



Bereits im 9. Jhdt. ist der Vorplatz 
angelegt worden.



Der Brunnen trägt eine 
frühmittelalterliche Inschrift ...


 
... mit dem Namen des Bildhauers „Stephanus“, ...



... der damit das früheste Meistersignum 
dieser Epoche hinterlassen hat.



Die Vorhalle (Narthex) stammt aus dem 12. Jhdt.,
bei den vier ionischen Säulen handelt es sich 
um antike Spoliensäulen.



In einer Ecke ist wohl die frühere
Kirchturmspitze abgestellt, ...



... in der anderen sind noch Reste ...



... eines alten Freskos mit zahlreichen Männern zu sehen.



Das Portal ist heute eckig und über drei Stufen erreichbar.



Die Basilika ist nach Südosten ausgerichtet
und mit einem relativ breiten Mittel- ...



... und zwei schmalen Seitenschiffen versehen, 
die durch je sechs Arkaden  ...



... auf fünf Spoliensäulen aus Granit und weißem Marmor ...



... mit ionischen Kapitellen 
voneinander getrennt sind.



Hier ein Blick ins rechte Seitenschiff, ...



... in dessen ehemaliger Apsis
noch Freskenreste zu sehen sind.



 Die linke Seitenapsis hingegen 
ist mit diesem Mosaik eines Cherubim
(Engel mit sechs Flügeln) ausgestattet.




Mittelschiff und Seitenschiffe haben ...



... jeweils einen offenen Dachstuhl.



Das Mittelschiff geht über in einen rechteckigen Chor 
und eine Apsis mit drei großen Rundbogenfenstern.



Auf der Triumphbogenwand ist das apokalyptische Lamm 
zwischen den vier Evangelistensymbolen erhalten geblieben,
aber leider stark beschädigt.



Das Fresko zieht sich auch über ...



... die beiden Wände links und rechts davon.



Als architektonische Besonderheit für Rom gilt, 
dass die Apsis innen halbkreisförmig 
und außen polygonal geformt ist. 

Über ihre ursprüngliche Ausmalung ist 
leider nichts bekannt.



Einmalig sind die großen Fenster,
die mit dünnen Scheiben aus Onyx ausgestattet sind. 



Darunter der Altar auf einem Boden aus Kosmatenarbeit.



Seitlich davor dieser Ambo, 
der mit zwei Spolien gestaltet ist.



Die besonders qualitätvollen Wandmalereien 
aus der Zeit um 1200 wurden 1914
wiederentdeckt und anschließend restauriert. 


 
Der Zyklus besteht aus 46 Einzelbildern 
in drei Registern übereinander. 


 
Der oberste Bildstreifen beginnt 
an der rechten Hochschiffwand links oben ...



... und verläuft rundum über die Eingangswand 
und die linke Seitenwand bis zum Triumphbogen. 



Darunter folgen zwei weitere Register ...



... unter Aussparung der Eingangswand. 


  
In dem Zyklus wechseln sich Szenen ...



... aus dem Alten und Neuen Testament ab. 


 
An der Eingangswand ist im oberen Register ...
 


... die Geschichte von Kain und Abel sowie darunter  
Christus als Weltenrichter zwischen Engeln dargestellt.



An der rechten Innenwand sind die Reste von Chorschranken
mit bester Steinmetzarbeit aus um 1200 eingemauert.



Am Ende der linken Seitenschiffswand ...



... ist dieses moderne Mosaik eines
neuzeitlichen Märtyrers zu sehen.



Die Kirche selbst ist dem Hl. Johannes 
dem Evangelisten geweiht.





 Sehenswert!










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