Mittwoch, 18. Mai 2022


Spanien, Palau-sator (Girona, Catalunya):
Ehemalige Klosterkirche Sant Pau in Fontclara, 
11. Jhdt.


 

Der doppelbogige Glockengiebel dieser Kirche ...
 


...  ist schon von Weiterm zu sehen.



Es ist die Kirche eines ehemaligen Klosters, 
dessen Existenz erstmals 899 belegt wurde.



Sie ist heute Pfarrkirche und dem Hl. Paulus geweiht.



Obwohl sie nur einschiffig ist, wirken 
ihre Kapellenanbauten wie Seitenschiffe.



Das Eingangsportal im Westen weist ...



... heute noch barocke Gestaltungselemente auf.



Das etwa 5,5 m breite, 12,5 m lange und etwa 7,5 m hohe
spitztonnengewölbte Kirchenschiff ist heute unverputzt.



Es wurde im 16./17. Jhdt. durch seitliche Kapellenanbauten erweitert.



Nach Osten schließt sich eine leicht eingezogene 
und um eine Treppenstufe erhöhte Apsis an, 
deren oberer Teil verputzt und 
mit Fresken des 13. Jhdts. ausgemalt ist.



Diese wurden erst im Jahre 1940 
bei der Entfernung eines Altarretabels entdeckt. 



Die im Jahr 2003 restaurierte Apsiskalotte zeigt 
eine "Majestas Domini"-Darstellung umgeben 
von den vier Evangelistensymbolen.



Darunter befindet sich eine Sitzreihe der zwölf Apostel ...


 
... mit Petrus und Paulus in der Mitte.



Hier das Symbol des Evangelisten Markus,
der Löwe, aus der Nähe betrachtet.



Weitere – allerdings schlechter erhaltene – Malereien 
zeigen Szenen aus dem Leben des Apostels Paulus ...



... sowie die 24 Ältesten der Apokalypse des Johannes.



Während die Ostapsis bemalt ist, ...



... ist das restliche Kirchenschiff ...



... nur schlicht aus grobem Bruchsteinmauerwerk.



Die Südseite des Langhauses ist ungegliedert, ...


 
... doch die Apsis zeigt Elemente im lombardischen Baustil: 


 
Zwischen vier Lisenen befinden sich drei schmale Fenster. 





Sehenswert!









Montag, 16. Mai 2022


Spanien, Palau-sator (Girona, Catalunya):
Kirche Sant Julià de Boada, 9. oder 10. Jhdt. 



Einer der ältesten mozarabischen Bauten Kataloniens ...



... gibt sich auf den ersten Blick äußerst schlicht.



Es ist ein kleines Kirchlein im Weiler Boada, ...



... das 934 erstmals erwähnt wurde, 
aber wahrscheinlich doch um einiges älter ist 
- aus westgotischer Zeit um das 6. oder 7. Jhdt.



Obwohl dieses Portal in Hufeisenform erst unlängst 
im Rahmen einer Renovierung geschaffen wurde, ...



 ... zeigen die teils unbehauenen Natursteine ...



... im Bereich der eckigen Apsis ...



... sowie diese alten Schlitzfenster, ...



... dass dieses Gebäude eigentlich
vor der Romanik entstanden ist.



Zwischen Apsis und Kirchenschiff 
ragen drei Mauern empor, ...



... wohl die Reste eines Glockengiebels.



Die nördliche Wand des Kirchenschiffs ist
fast noch unstrukturierter als die anderen Wände, ...



 ... die Westseite hat heute nur ein kleines Fenster.



Bedeutend für diese Kirche ist jedoch
dieser doppelte Hufeisenbogen, ...
 


... der den massiven Triumphbogen
zwischen Kirchenschiff und Apsis bildet.



 Einer seiner Steine ist sogar mit drei Zacken verziert.



Der Bogen ist typisch für die so genannte
"mozarabische" Architektur, die seit
der Rückeroberung der iberischen Halbinsel ab 711 
noch vom arabischen Baustil beeinflusst ist.



 Der Altar aus zwei Granitsteinen
wurde aber erst in den 1980er Jahren aufgestellt.



Die Kirchenwände sind innen grob verputzt, ...

 

... nahe dem Portal ist diese einfache
Weihwasserschale angebracht.

 





Samstag, 14. Mai 2022


Spanien, Palau-sator (Girona, Catalunya):
Kirche Sant Pere, Ende 12. und 13. Jhdt. 



Obwohl dieser kleine Ort ...


 

 ... noch von einer Stadtmauer umgeben ist, ...



... die auch einen Wehrturm hat, ...



... der zum Ort hin offen ist, ...



... wurde die Kirche außerhalb errichtet - 
unweit dieses Platzes.



Sie ist ein schlichter, unspektakulärer Bau ...



... aus Feldsteinen und mit zahlreichen ...



... nachträglich durchgeführten Veränderungen.



So findet sich an der Nordseite nur noch ...



 ... ein romanisches Rundbogenfenster. 



 An der Nordwestseite ist ein kleiner Turm angefügt, ...



... obwohl an der Westseite gleich daneben
bereits ein Glockengiebel besteht.



An der Südseite wurde eine eckige Sakristei angebaut, ...



... die ebenfalls zwei Rundbogenfenster hat, ...



... dahinter ein weiterer Kapellenanbau.



 Bekannt ist Sant Pere für seine naive Ausmalung der Apsis, 
die nach Beschädigung nun wieder hergestellt wurde.