Donnerstag, 3. September 2015


Frankreich, Beaune (Côte-d'Or):
Kollegiatsbasilika Notre-Dame, 2. Viertel 12. Jhdt.




Diese Basilika ist ein Hauptwerk der burgundischen Romanik:

Ende des 10. Jhdts. wurde
in der Mitte des gallo-römischen Castrums "Belena"
das Kollegiatstift Notre-Dame gegründet.

Im 2. Viertel des 12. Jhdts. kam es zum Neubau
 unter dem Bischof von Autun Etienne de Bagé.



Das Stift wurde im Verlauf der Französischen Revolution aufgelöst, 
die Kirche ist seitdem Stadtpfarrkirche von Beaune.


 
 
Als Wallfahrtskirche am Jakobsweg
hat Notre-Dame einen Chorumgang mit Radialkapellen.



Der Chor wurde zu Beginn des 14. Jhdts. erneuert, 
die unteren Teile mit Umgang gehören 
aber noch zum romanischen Ursprungsbau
(auch wenn sie heute zugeparkt werden).


Die Kirche wurde 1957 von Papst Pius XII. 
in den Rang einer Basilica Minor erhoben.



Die Seitenschiffe ...



... wurden in der Gotik erneuert 
und mit Strebepfeilern versehen.



Hier ist noch ein Teil des ehemaligen Kreuzgangs erhalten.



Die Arkaden sind romanisch ...



... und von Zwillingssäulen gestützt.



 Hier der ehemalige Kapitelsaal.
der heute wohl als Sakristei genutzt wird.


 

Im 14. Jhdt. erhielt die Kirche eine dreischiffige Vorhalle
in Anlehnung an die Vorhalle von Notre-Dame in Dijon.



Hier das große Hauptportal,
das leider nur noch über eine Mittel-,
aber über keine Seitensäulen mehr verfügt.



Bei den Seitenportalen ist dies anders.
Auffällig sind auch die massiven geschnitzten Holztüren.



 Notre-Dame ist eine dreischiffigen Basilika 
mit Querhaus und Vierungsturm ...



... mit dreigeschossigem Wandaufriss im Langhaus: 



Spitzbogige Arkaden zu den Seitenschiffen,
Blendtriforium und Obergaden, 
kannelierte Pilaster-Vorlagen tragen die Gurtbögen der Spitztonne.



Der Chor wurde zu Beginn des 14. Jhdts. erneuert ...



... und wird durch helle gotische Maßwerkfenster erleuchtet.



Die Radialkapellen ...



... sowie die beiden Querhäuser
sind in ihrem romanischen Erscheiungsbild erhalten geblieben.



Im Chor finden sich fünf Wandteppiche 
mit Darstellungen des Marienlebens nach Kartons von Pierre Spicre.



 Diese wurden 1474 durch Kardinal Jean Rolin in Auftrag gegeben,
aber erst gegen 1550 fertiggestellt.



Diese alte Madonna aus romanischen Zeiten
schmückt einen Seitenaltar.



Neben der Kirche ist das Kapitelhaus noch erhalten.









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