Donnerstag, 28. März 2019


Frankreich, Burgalays (Haute-Garonne):
 Kapelle Saint-André, 12. Jhdt.



Im Tal einer der Ursprüngsflüsse der Garonne ...



... wurde diese Friedhofskapelle errichtet, ...



... die im Westen des Ortes Burgalays ...



... inmitten eines großen Friedhofs steht.



Außergewöhnlich ist ihr Kirchturm, 
der komplett neben dem Kirchenschiff steht, ...



... aber nur eine Wand
mit aufgesetztem Glockengiebel hat.



Wahrscheinlich wurde der ursprüngliche Turm
mit quadratischem Grundriss einmal zerstört
und nur seine Ostwand blieb erhalten.



Das rechteckige Schiff der Kapelle
hat im Osten eine halbrunde Apsis ...



... mit drei Rundbogenfenstern.



 Auf der Nordseite befindet sich das Portal, ...



... das ebenfalls noch romanische Bestandteile aufweist
wie die Rundbögen und das Christus-Monogramm
in seinem Bogenfeld.



Die Westseite ...



... und die Nordseite des Kirchenschiffs ...


 
... sind nicht so schön renoviert wie die Ostseite.



Das Kirchendach scheint frisch eingedeckt zu sein.







Dienstag, 26. März 2019


Frankreich, Benque-Dessous (Haute-Garonne):
Kirche Saint-Geniès, 12. Jhdt.



Diese Kirche, die im steil ansteigenden
unteren Ort von Benque im Tal der Oueil steht, ...



... wurde im 12. Jhdt. errichtet
und im 17. sowie im 19. Jhdt. verändert.



Dennoch sind an ihr nach wie vor
romanische Stilelemente enthalten, ...



... wie dieses Rundbogenportal, ...



... das einst rot angestrichen war.

In seinem Bogenfeld ist noch ein
romanisches Christus-Monogramm erkennbar.



Innen sind Fresken aus dem 16. Jhdt. erhalten, ...



... die auch den gesamten Apsisraum bedecken,
der von der Taube des Hl. Geistes "überwacht" wird.



Darüber ist diese Heiligendarstellung zu sehen.



Neben Johannes dem Täufer selbst ...



... ist hier auch Salomé mit seinem
abgeschlagenen Haupt abgebildet.



An der Westseite befindet sich
eine niedrige hölzerne Empore.



Weiters bemerkenswert ist dieser romanische Taufstein,
der am Eingang steht.



Neben Kreuzen ...



... ist hier auch ein Kopf skulptiert.



Ein zweiter Taufstein in der Ecke
dient als Blumenständer.



Die Südseite des Kirchenschiffs ist steinsichtig
und zeigt so gut die Schichtung der Steine.



Auf der Westseite sitzt ein Glockengiebel, ...



... der ein Dach und einen Balkon
aufgesetzt bekommen hat.



An der Nordseite ist die Sakristei angebaut.



Die Ostapsis wurde schon
mehrmals geflickt und einmal aufgestockt.



Leider ist das romanische Rundbogenfenster,
das sich einmal darin befunden hat,
zugemauert worden.



Hier die fensterlose Wetterseite der Kirche.


 

Interessant ist, dass Benque manchmal auch
"Benqué" geschrieben wird wie hier.










Sonntag, 24. März 2019


Frankreich, Saccourvielle (Haute-Garonne):
Kirche Saint-Barthélemy, 12. Jhdt.



  Ebenfalls im Vallée d'Oueil liegt dieser Ort,
in dessen Mitte sich eine romanische Kirche steht.



Doch zuerst heißt es, schadlos an diesen
Gräser naschenden Ziegen vorbeizukommen.



Bald bekommt man den
bemerkenswerten Glockenturm zu sehen.



Dieser ist an der Westseite
der Kirche angebaut ...



... und im lombardischen Stil gestaltet.



Leider sind nicht mehr alle
seiner Schallöffnungen offen.



An der Ostseite der Kirche
ist noch eine relativ große
halbrunde romanische Apsis erhalten.



Gleich daneben fangen drei steinerne Becken
das Quellwasser aus der Umgebung auf.



Doch zurück zum Turm 
und seiner Gestaltung, ...



... die eigentlich für oberitalienische
Kirchen typisch ist.



Er wurde nämlich von so genannten
"Magistri Comacini", also Baumeistern
aus der Nähe des Comer Sees errichtet,
die für ihre Steinmetzkunst berühmt waren. 



Zum lombardischen Stil
gehört die Unterteilung der Etagen
mittels Lisenen und Rundbögen.



Über den Schallöchern befinden 
sich Rundbogenfriese.



Typisch ist auch, dass die Rundbogenfenster
pro Etage einen Bogen hinzugefügt bekommen.



Somit wiegt jedes höhere Stockwerk weniger
und kann dadurch statisch vom unteren 
leichter getragen werden.



Ganz unten ist somit jeweils nur noch 
ein Biforium mit nur einer Mittelsäule zu sehen.



Vielleicht ebenfalls aus statischen Gründen
ist hier darunter noch ein einzelner
breiter Rundbogen eingefügt.



Somit könnte dieses Foto von der Bauweise her
auch von einem Kirchturm in Südtirol stammen.



Das Kirchenschiff selbst ist verputzt ...



... und nur noch dieses romanische Fenster
darin erhalten.



Der romanische Kirchturm ist bereits 
seit 1944 ein "Monument Historique".