Freitag, 25. März 2022


Italien, Rom (Lazio):
Kirche San Crisogono in Trastevere, 12. Jhdt.



Auf der rechten Flussseite des Tibers
wurden auf zwei Vorgängerbauten
aus dem 5. bzw. 7. Jhdt. ab dem Jahr 1129 ...



... dieser mehrstöckige Campanile sowie ...



... diese dreischiffige Basilika errichtet, 
die heute zu großen Teilen barockisiert ist.



Doch einige ihrer romanischen Lanzettfenster
sind heute noch an der Nordseite ihres 
Seitenschiffs zu sehen, wenn auch vermauert.



Das Nordportal ist wiederum umgestaltet.



Die Schmuckformen des Campanile 
aus dem 12. Jhdt. beginnen 
unten mit flachen Blendarkaden, ...



... darüber befinden sich Rundbogenfenster 
und im obersten Geschoss ...



... zwei Biforienfenster mit Marmorsäulchen. 



Sein Pyramidendach stammt erst aus dem 17. Jhdt.



An der Westseite ist eine barocke Vorhalle vorgebaut.



Hier der Grundriss der Kirche 
mit ihrem Turm an der Nordwestseite, ...



... der sich durch seine romanische Architektur ...



... deutlich vom Barock der Vorhalle abhebt, ...



... die wiederum durch ein Eisengitter geschützt ist.



 Die prächtig geschmückte Kassettendecke 
im Kircheninneren wurde um 1620 geschaffen.



 Auch hier ruht der Obergaden auf Säulen 
und Architraven und weist keine Arkaden auf
wie auch im nahen Santa Maria della Capella.


 

Eine Besonderheit stellt der Fußboden
in reicher Kosmatenarbeit dar, der 
zu den schönsten in Rom gehört. 


 
Er ist aus Marmorteilen von kaiserzeitlichen 
Wandverkleidungen gefertigt und stammt 
zum größten Teil noch aus der Zeit um 1129. 
 


In der Hauptachse liegt eine große Rundscheibe 
       aus dunkelrotem Porphyr.         



Der Triumphbogen wird von zwei besonders großen 
antiken Porphyrsäulen mit korinthischen Kapitellen gestützt: 

Diese sollen die größten ihrer Art in Rom sein.



 Die Altarmensa wird von einem barocken Ziborium bekrönt,
unter dem Altar werden Reliquien 
des Märtyrers Chrysogonus aufbewahrt.



Von der mittelalterlichen Ausschmückung 
der Apsis ist nur wenig erhalten. 



 Die um 1280 entstandenen Mosaiken zeigen  
Madonna mit dem Jesuskind auf einem Thron 
zwischen dem Hl. Sebastian und dem Hl. Chrysogonus.



 Bemerkenswert ist weiters dieser Sarkophag mit den ...



 ... sterblichen Überresten der Seligen Anna Maria Taigi.



Der über eine Treppe in der Sakristei erreichbare 
Vorgängerbau der heutigen Basilika wurde 
Anfang des 20. Jhdts. ausgegraben und 
wird heute als Unterkirche bezeichnet. 


 
Zu erkennen sind die Grundrisse der Kirchen 
des 5. und 8. Jhdts. ...



... sowie Fragmente von Wandmalereien ...



... vom 8. bis in das 11. Jhdt. 



 Am Boden sind zerbrochene Marmorplatten
mit römischen Inschriften zu sehen.



 Es finden sich u. a. Fresken mit der Darstellung ...


 
... der Heiligen Benedikt, Pantaleon, Silvester und
Katharina von Alexandrien aus der Mitte des 11. Jhdts.



 Darunter sind die für die damaligen Zeit typischen ...



 ... Fresken von drapierten Tüchern zu erkennen.



 Außer Spolien sind einige Steinsärge ausgestellt, ...



... wobei an einer Seite ein Greif erkennbar ist.


 

Hier ein alter Stich von San Crisogono,
wobei heute gar nicht mehr sicher ist, 
ob Crisogono überhaupt ein Märtyrer war
oder nicht doch der Kirchengründer.








Mittwoch, 23. März 2022


Italien, Rom (Lazio):
Kirchlein dei Sante Rufina e Seconda,
 spätestens 12. Jhdt. 



An der belebten Via della Lungaretta
in Trastevere ...



... wurde dieses heute unscheinbare Kirchlein wahrscheinlich 
schon während karolingischer Zeiten nach 800 errichtet.

Es gehört heute zum Kloster der "Suore di Carità 
dell'Immacolata Concezione d'Ivrea".



Erstmals nachwiesen wurde es 1123,
wo auch schon der Campanile stand,
der eigentlich viergeschossig ist,
obwohl nur die drei obersten zu sehen sind.



Die für die Biforienfenster verwendeten Säulen, 
möglicherweise auch zumindest ein Teil 
der Konsolen zwischen den Geschossen,
bestehen aus in der Gegend gefundenen Spolien.



Angeblich sollen die heutigen Klostergebäude
auf fünf Räumen eines Hauses aus dem 2. Jhdt.
stehen, das den beiden Heiligen Rufina 
und Secunda zugeschrieben wird.



Um in die Kirche gelangen zu können,
muss man erst höflich an der Klosterpforte fragen
und dann einen Gang entlanggehen,
an dessen Ende dieser Hl. Josef steht.



Die Kirche ist ein basilikaler Bau mit drei Schiffen, 
von denen das linke schmäler ist als das rechte. 



Sie hat an drei Seiten eine Empore und ist flach gedeckt.

Leider wurde sie bei den letzten Renovierungen
"überrestauriert", sodass heute von ihren Ursprüngen
leider nicht mehr viel zu erkennen ist.



Die jeweils vier Säulen pro Seite, 
die die Kirchenschiffe abgrenzen, 
sind ebenfalls antik, ebenso die Kapitelle.



Der Blattschmuck auf diesen sind
schmiedeeiserne Arbeiten von 1973.



Erstaunlich ist, dass die beiden Heiligen
nie hier begraben waren, ihre Reliquien
befinden sich seit jeher im Baptisterium im Lateran.