Freitag, 24. Juli 2020


Italien, Lucca (Lucca, Toscana):
Ehemalige Kirche dei Santi Simone e Giuda, 
Anfang 13. Jhdt.



In der Via Angelo Custode
in der Altstadt Luccas ...



... ragt die Apsis dieser romanischen Kirche heraus,
die bereits 839 erstmals erwähnt, 
aber Anfang des 13. Jhdt. neu errichtet wurde.



 Neben ihrer Apsis ist noch ein ...



... Rundbogenfenster erhalten ...



... mit einer Lisene rechts unter dem Bogen.



Auch die Apsis hat ein solches Fenster, ...



... das aber seit geraumer Zeit zugemauert ist.



Die Lichtöffnung auf der nördlichen Seite
ist mit Ziegeln ergänzt worden.



Die Westfassade von Santi Simone e Giuda
geht auf die Via Guinigi hinaus ...



... und hat drei Rundbogenportale, ...



... die alle mit Bögen aus weißem ...




... und grünlichen Marmor dekoriert sind.



Darüber befindet sich ein Biforium, das ebenfalls
mit verschiedenfärbigem Marmor akzentuiert ist.



Daneben hat wohl ein Bewohner des Nachbarhauses
eine gute Gelegenheit gefunden, ...



... seine Wohnung um diesen Balkon
über dem südlichen Seitenschiff zu erweitern.



 Santi Simone e Giuda ist heute nicht mehr geweiht,
sondern dient als Sitz für Jugendoranisationen.






Mittwoch, 22. Juli 2020


Italien, Lucca (Lucca, Toscana):
Kirche Santa Giulia, 13. Jhdt.




Auch diese kleine Kirche ist aus einer älteren, 
vielleicht sogar langobardischen am selben Platz 
- der heutigen Piazza del Suffragio - hervorgegangen.



Ihre Westfassade ist mit weißem,
hellgrauen und rosa Marmor verkleidet
und hat ein Rundbogenportal 
mit zwei weiteren Blendarkaden.



 An deren Enden ist jeweils ...



... der Kopf eines Mädchens abgebildet.
 


Das elegante Biforium über dem Portal
hat bereits gotische Züge.



Die restliche Kirche ist bis auf
einen Sockel aus Stein aus Ziegeln erbaut.



An der Ostseite befindet sich
eine halbrunde Apsis.



Neben ihr ist ein romanisches
Rundbogenfenster erhalten.



Jenes in der Apsis wirkt bereits umgestaltet,
darüber ist ein Rundbogenfries zu sehen.



Der rechteckige Turm an der Nordostseite
der kleinen Kirche passt irgendwie nicht dazu,
zeigt aber im Obergeschoss ebenfalls noch 
Rundbogenfenster, die heute verschlossen sind.



1647 wurde ein neuer Hauptaltar gestaltet,
das Gotteshaus wird heute für Ausstellungen genutzt.






Sonntag, 19. Juli 2020


Italien, Lucca (Lucca, Toscana):
Kirche San Benedetto in Gotella, 
13. Jhdt.



Diese kleine Kirche steht 
auf der Piazza Bernardini
im Westen der Altstadt von Lucca.



Ihre Westfassade ist noch z.T. 
in weißem und dunklem Marmor gestaltet,
ihr Portal ebenso, wenn auch bereits überarbeitet.



Die Südseite der Kirche ist ...



... bis auf ein vermauertes romanisches Portal
wenig spektakulär und zur Gänze aus Ziegeln errichtet.



Nur an der Südostseite ist noch ein 
Rundbogenfenster zu sehen,
das wohl jüngeren Datums ist.



An der Ostseite fallen eine kleine Apsis
sowie ein nachträglich aufgesetzter 
"Mini-Turm" auf.



In den oberen Bereich der Apsis
sind Fragmente eingebaut, ...



... die von der Vorgängerkirche stammen,
die für das 10. Jhdt. dokumentiert ist.



Vom Innenraum sind nur diese 
Schwarzweiß-Aufnahmen verfügbar.



San Benedetto wurde im 16. Jhdt.
komplett umgebaut und dient heute ...


 

 ... der "Bruderschaft der Tischler" als Sitz.








Freitag, 17. Juli 2020


Italien, Lucca (Lucca, Toscana):
Kirche San Michele in Foro, 12. Jhdt.


 

"St. Michael auf dem Forum" ist nach dem Dom
die zweitbedeutendste Kirche in Lucca.



Auf dem alten römischen Marktplatz (Forum)
gab es bereits ab dem 8. Jhdt. eine gleichnamige Kirche,
der ein Kloster und Hospiz angeschlossen waren.



Deren Neuerrichtung wurde um 1070 initiiert,
ab 1143 erst richtig in Angriff genommen 
und bis ins 14. Jhdt. fortgesetzt.



Herausragendes Element ist dabei 
diese einzigartige Westfassade aus weißem Marmor.  



Im oberen Bereich befinden sich vier Loggien,
deren Arkaden auf phantasievoll gestalteten Säulen ruhen.



Darunter das Hauptportal mit zwei Seitenportalen,
von je drei Blendarkaden mit Rauten flankiert.



Die beiden obersten Loggien bestehen nur noch
aus jeweils sechs Arkaden und werden bekrönt ...



... von einer großen St. Michaels-Statue
ebenfalls aus dem 12. Jhdt.,
die mit ihrer Lanze den Drachen ersticht.



An der einmaligen Fassade darunter
verdienen v.a. die verschiedenartig gestalteten
Säulen mehr Aufmerksamkeit.



Neben gedrehten, beringten und gezackten Säulen ...



... sind auch solche zu sehen, die äußerst kunstvoll mit Figuren verziert wurden, ...



... wie diese hier mit doppelschwänzigen Nixen, einem damals sexuellen Symbol.



Von den Portalen 
ist nur das große Mittelportal dekoriert, ...



... das dafür aber aufwändig mit einem Sonnenrad,
zwei Löwenköpfen, zwei korinthischen Säulen ...



... sowie einem Türbalken mit äußerst plastisch ...



... dargestellten Fabelwesen.



Der dreischiffige Innenraum 
mit Querhaus und halbrunder Apsis ...



... ist im Mittelschiff noch weitgehend romanisch ...



... - bis auf die spätere Einwölbung - ...



... in den beiden Seitenschiffen aber barock umgestaltet.



Die Orgel ist auf der später hinzugefügten ...



...Westempore untergebracht.



Die Ostapsis ist wohltuend einfach gehalten ...


 
... und durch ein extra Oculum
oberhalb der Kalotte beleuchtet.



In der Apsis ist ein altes Holzkreuz,
wahrscheinlich auch aus dem 12. Jhdt., aufgestellt.

 

Unter dem Altar befinden sich eigentlich
Krypten, doch diese sind nicht zugänglich.
 


Im nördlichen Querhaus steht
ein barocker Seitenaltar., ...



... das südliche ist bereits umgebaut.



In einer apsisähnlichen Nische
ist der Beichtstuhl untergebracht.



In den Seitenschiffen kann man
barocke Heiligenbilder bewundern, ...



... in den Boden des Mittelschiffes sind einige Grabplatten eingelassen.



Außen geht es weiter an der Südseite 
von San Michele entlang, die ursprünglich ...



... nur unten mit Blendarkaden und drei Rundbogenfenstern 
ausgestattet war, später aber darüber eine Galerie 
mit echten Arkaden und mehr Fenstern bekam.



So wurde auch der rechteckige Turm
später weiter aufgestockt.



Seine oberen Stockwerke sind deutlich
graziler gestaltet als sein unterstes Stockwerk, ...



... das noch in schlichterem romanischen Baustil gestaltet ist.



 Je höher die Etage, umso größer
werden seine Schalllöcher.



Hier seine West- und seine doppelt so breite Südseite im Vergleich,
der Pflanzenbewuchs sorgt für zusätzliche Gestaltung.



Während die Nordseite der Kirche
nicht so spektakulär gestaltet ist, ...



... - hier der Hl. Michael mit "seiner"
Zugangstreppe von hinten - ... 



... kann die Ostseite noch mit einer ...



... halbrunden Apsis aus weißem Marmor
und einer Zwergengalerie aufwarten.
 


Südlich davon ist ein weiteres ...



... reich gestaltetes Rundbogenportal zu sehen.



Dieses ist dem Hauptportal ähnlich, ...



... hat aber hauptsächlich Löwen und Blumen ...



... in seinem reich reliefierten Architrav.



Die Ostapsis ist durch Lisenen 
und Rundbögen gegliedert, 
in denen sich auch zwei Rauten befinden.



Die Kapitelle der kleinen Säulen der Zwerggalerie ...



... halten auch noch eine Überraschung bereit:



Auch sie sind mit Löwen skulptiert.



Von der hübschen Piazza San Michele,
die die Kirche heute statt des römischen Forums umgibt, ...



... kann man noch einen letzten herrlichen Blick ...



... auf eine der schönsten Kirchen 
ganz Italiens werfen.





Unbedingt ansehen!