Deutschland, Bonn (Nordrhein-Westfalen):
Kirche St. Laurentius im Stadtteil Lessenich,
11. - 13. Jhdt.
St. Laurentius ist inmitten eines Wohngebietes ...
... im Westen der Stadt Bonn zu finden und geht ...
... auf einen Saalbau aus dem 11. Jhdt. zurück.
Dieser wurde um 1200 um einen Chorturm ...
Erst um 1240 erfolgte dann der Anbau
des südlichen Seitenschiffs und ...
Hier schließt die Sakristei an den Turm an, ...
Aus dem Chorturm springt im Osten
eine weniger als halbrunde Apsis hervor, ...
... die ein Rundbogenfenster hat und mit Lisenen, ...
... Blendarkaden und Rundbogenfriesen geschmückt ist.
Der Turm darüber hat einen quadratischen Grundriss ...
... und im Obergeschoß auf allen vier Seiten ...
... romanische Zwillingsfenster (Biforien).
Auf seiner Südseite hat er in der Basis
auch ein Rundbogenfenster.
An der Südostseite des Turms steht
ein Gerüst - hier wird gerade renoviert.
Die Kanten des Turms sind durch rote "Ecksteine" betont.
Hier das süddiche Seitenschiff, dessen kleine
Fenster sogar größer sind als jene des Obergadens.
Hier gibt es auch ein in Rot akzentuiertes Portal.
Der Chorturm hat einen spitzen Turmhelm.
Das Hauptportal befindet sich in der Westfassade, ...
... die mit ihren Rundfenstern markant gestaltet ist.
Diese gruppieren sich um ein hohes Rundbogenfenster, ...
... über dem ein Fries aus Ziegelscheiben eingemauert ist.
Außerdem kann man an Eisenklammern die Jahreszahl
1651 ablesen, als die Kirche nach Zerstörungen
des Dreißigjährigen Kriegs wieder hergestellt wurde.
Wiederum darüber gibt es eine Nische, ...
... in der eine Skulptur eines Mannes steht,
die einen knieenden Mann umarmt
- vielleicht der Hl. Laurentius.
Durch das vergleichsweise schlichte Westportal betritt ...
... man die Kirche, die innen erstaunlich geräumig wirkt.
Hier der nördliche Wandaufriss des Mittelschiffs.
Der Altarraum befindet sich in der Turmbasis ...
... und hat auch innen eine nur wenig ausgeprägte Apsis.
An der Südseite ist ein romanisches Fenster zu sehen,
wenn auch zugemauert.
Das Kreuzgratgewölbe der Apsis ist mit
ockergelben Schraffierungen geschmückt.
Das Fenster auf der Nordseite ist
offen und wurde nachträglich vergrößert.
Ein großer Triumphbogen trennt den Chorraum
vom breiten Mittelschiff.
Hier das beleuchtete südliche Seitenschiff ...
... mit seinen Rundbogenfenstern und ...
... einer kleinen, nur innen ausgeformten
Seitenapsis mit winzigem Fenster.
Die Rundbogenarkaden hier weisen noch Freskenreste auf.
Hinten im Seitenschiff steht ein Taufkessel ...
... und ist diese alte Grabplatte angebracht.
Weiter vorne war schon dieser Grabstein zu sehen.
Die nördliche Apsis ist leider unbeleuchet,
hier steht eine Madonna mit Kind.
Hier noch die kleinen Obergadenfenster
über dem nördlichen Seitenschiff, ehe man ...
... in die Rückseite von St. Laurentius
mit ihren größeren Fenstern blickt, wo ...
... eine Empore mit einer Orgel eingezogen ist.
... gründlich renoviert und das südliche
Seitenschiff nach Befund rekonstruiert wurde.
St. Laurentius unterstand lange dem
St. Cassius-Stift in Bonn und ist heute eine
jener Kirchen, die mutig mit Farbe gestaltet wurden.
Sehenswert!