Dienstag, 31. März 2026

Frankreich, Wissembourg (Elsass):
Kirche St. Ulrich in Altenstadt, 1050 - 1220 erbaut

 

Im Ortsteil Altenstadt von Wissembourg, das 
gleich an der Grenze zu Deutschland liegt, ...



... steht eine der ältesten Kirchen des Elsass.



Ihr Mittelschiff wurde bereits ab 1050 errichtet, ...



... der Turm stammt aus dem 12. Jhdt.



Das gesamte Areal ist von einer dicken Mauer umgeben, ...



... vor der teilweise alte Steinsärge aufgestellt sind.



Der Westturm besteht aus fünf Etagen, von denen ...



... die untersten drei mit Rundbogenfriesen geschmückt sind.



Hier die unterste Etage, die geradezu einen "Tunnel"
zum Westportal bildet.



Hier ist der Turm auch durch Strebepfeiler abgestützt.



Die oberen Etagen sind schmucklos gestaltet, ...



... weisen aber dafür vier romanische Biforien auf.



Das Langhaus ist dreischiffig und ca. 100 Jahre älter als der Turm.



Die gesamte Kirche ist aus rötlichem Sandstein erbaut.



Durch diese Glastüre geht es in die Kirche, ...



... die innen wohltuend schlicht gehalten ist.



Die romanische Architektur ist noch großteils erhalten und ...



... die Wandstruktur von den Arkaden bis zum Obergaden klar erkennbar.



Die Mittelapsis ist allerdings später umgestaltet worden ...



... und sieht heute etwas lieblos aus.



Ihr schönster Schmuck ist dieses 
bunte Glasmosaik des Hl. Ulrich.



Alle drei Kirchenschiffe sind flach mit Holz gedeckt.



Hier das niedrige nördliche Seitenschiff, das vorne ...



... in die so genannte Totenkapelle mündet, 
die während der Gotik statt der Seitenapsis entstand.



Die südliche Seitenapsis gibt es hingegen noch,
aber ohne kleines Fenster.



Hier der Blick in die große Mittelapsis und 
auf den erhöhten Altarraum.



Die Fenster in den Seitenschiffen wurden später vergrößert, ...



... jene im Obergaden scheinen noch original zu sein.



Die Wände sind wohltuend steinsichtig gehalten,
waren aber früher sicher komplett mit Fresken bemalt.



Hier der Triumphbogen zwischen Mittelschiff und Mittelapsis ...



... und hier die runde Westempore, auf der die Orgel untergebracht ist.



Nach einem letzten Blick in diese romanische Kirche ...



... geht es außen auf deren Südseite.



Auf der Südostseite wurde das Dach 
über ein kleines Querhaus gezogen.



Dahinter wurde nachträglich die Sakristei angebaut, ...



... wodurch die Kirche hier ein wenig uneinheitlich wirkt.



Dafür wirken der Rest des Langhauses ...



... und der Turm umso harmonischer.



Hier nun die stark veränderte Mittelapsis ...



... mit ihrem vergrößerten Rundbogenfenster.



Die nördliche Seitenapsis, die während ...



 ... der Gotik zur Totenkapelle umgebaut wurde, ...



... ragt im 5/8-Schluss hervor und ist verputzt, ...



... während die veränderte Mittelapsis steinsichtig ist.



Auch im nördlichen Querhaus gibt es gotische Fenster, ...



... die nachträglich vergrößert wurden.



Das Querhaus ist mit Strebepfeilern abgestützt.



Interessant sind auch die drei kleinen Dachgauben oben,
die für ein Kirchendach ungewöhnlich sind.



Während das Seitenschiff ebenfalls größere Fenster hat,
sind jene im Obergaden noch romanisch klein.



Im Turm sind außer den Biforien 
nur kleine Lichtschlitze zu sehen.



Im Seitenschiff scheinen die kleinen ...



... Originalfenster neben den größeren noch vorhanden, ...



... aber seit dem gotischen Umbau vermauert zu sein.



Die beiden unteren Geschoße des Turms ...



... sind mit Lisenen und Rundbogenfriesen verziert.



Die Lisenen ziehen sich noch bis ins dritte Geschoß hinauf, ...



... Rundbogenfriese gibt es hier aber nicht mehr.



Auch über dem mächtigen Zugang zum Westportal
gibt es ein Rundbogenfries.



Hübsch ist nebenan dieser Flussverlauf mit überdachtem Rastplatz.




Sehenswert!