Samstag, 22. Januar 2022


Italien, Rom (Lazio):
Basilika dei Santi Nereo e Achillo, 
4. Jhdt., um 600 und 9. Jhdt.

 

Gleich vor den Ruinen der Caracalla-Thermen wurde hier
330 eine kleine frühchristliche Kirche errichtet, 
die dem Hl. Petrus dem Märtyrer geweiht war.



Zu Zeiten von Papst Gregor dem Großen (590 - 604)
wurde die Basilica dann den heiligen Märtyrern
Nereus und Achilleus umgewidmet, ihre Bausubstanz
litt aber sehr in dieser damals noch sumpfigen Gegend.



Unter Papst Leo III. versank sie derart im Sumpf,
dass sie um 814 neu erbaut werden musste.



Es folgten noch zwei Perioden des Verfalls und 
Wiederaufbaus, ehe Papst Klemens VIII. 1597 die Kirche 
an die "Congregazione dell'Oratorio" übertrug,
unter deren Ägyde sie noch heute steht.



Vom Seitenschiff ist hinter der Mauer 
leider nicht viel zu sehen.



Die hohe Apsis im Südwesten ist zugemauert, 
sie hat heute keine Fenster mehr.



An der Nordwestseite sind weitere Gebäude angebaut, ...



... nur der barocke Campanile überragt alles.



Die dreischiffige Basilika wirkt außen eher unscheinbar ...



 ... und hat einen Giebel über dem Portal,
der von zwei Säulen getragen wird.



Innen ruhen die hohen Arkaden des Mittelschiffs
auf relativ kurzen Säulen mit Kapitellen.



Das Mosaik auf dem Triumphbogen stammt 
sogar noch aus der Zeit Papst Leos. III aus 814. 



 In der Apsis selbst steht ein Bischofsstuhl,
über dem ein Papst mit zahlreichen Bischöfen
und Messdienern abgebildet ist, ...



 ... darüber das leere Kreuz mit zehn Heiligen,
wohl alles Fresken aus barocken Zeiten.



 Das Ziborium steht auf schönen Marmorsäulen
und sowohl der Altar als auch die Chorschranken davor
sind mit Kosmatenarbeiten versehen.
 


 Das ansprechende und reich dekorierte Innere ...



... macht diese Basilika zu einer ...



... bei den Römern beliebten Hochzeitskirche. 

 





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