Mittwoch, 28. Februar 2024


Spanien, Ochánduri (La Rioja):
Ermita de Nuestra Señora de la Legarda, 
13. Jhdt.
 


Ein hübscher dreibogiger Glockengiebel, ...



... dessen oberste Öffnung hinten
durch eine kleine Mauer geteilt ist ...



... verrät die spätromanische Herkunft dieser Kirche,
die ca. 1 km östlich von Ochánduri steht.


 
Darunter wurde eine kleines Rundbogenfenster vermauert.



Die kleine Kirche mit dem Beinamen "de la Legarda" ...



... ist einschiffig mit einem umgebauten und 
erweiterten Chor an ihrer Ostseite.



Auf der Nordseite sind noch die
mittelalterlichen Quadersteine erkennbar, ...



... die Osteite ist nur noch aus Bruchstein erbaut.







Montag, 26. Februar 2024


Spanien, Ochánduri (La Rioja):
Pfarrkirche Santa María de la Concepción, 
um 1200 erbaut



Im kargen Tal des Río Tirón südwestlich
von Miranda del Ebro ...



... wurde diese Kirche Ende des 12., Anfang des 13. Jhdts. ...



... als Pfarrkirche des Ortes Ochánduri errichtet.



Auf ihrer Südseite fällt das kunstvoll gestaltete Portal auf, ...



... das ein kleines Vordach hat und heute extra
durch ein weiteres Holzdach geschützt ist.



Seine runden Bögen sind mit Mustern dekoriert ...



... und ruhen auf jeweils drei Blendsäulen pro Seite, ...



... die kunstvoll verziert und mit reliefierten Kapitellen ausgestattet sind.



Besonders die beiden inneren Säulen sind bemerkenswert, 
von denen die linke weitaus besser erhalten ist.



Die Figuren der Kapitelle sind leider schon stark verwittert, ...



... dennoch sind einige Personen darauf erkennbar.



Auch die Ostapsis ist in romanischem Stil erhalten ...



... und weist wunderbar skulptierte Kragsteine auf, ...



... die ein Meister mit Präzision mit Gesichtern gestaltet hat.



Dabei ragt u.a. dieser Mann mit Hörnern hervor.



Auch die Kapitelle der Blendsäulen der Apsis 
sind mit wunderbaren Reliefs versehen wie hier ...



... oder hier diese zwei Harpyien - Vögel mit Frauengesichtern.



Besonders gut ist dieser Pferdekopf gelungen.



In der Apsis ist ein großes Rundbogenfenster zu sehen, ...



... das zwei Säulen mit Kapitellen hat ...



... und einen Innen- und einen Außenbogen, ...



... die beide mit geometrischen Mustern dekoriert sind.



Die beiden Kapitelle sind mit zwei Personen links und
rechts mit einem Mann, der zwei Adlerköpfe hält, ausgestattet.



Auf der Nordseite des kurzen Chors,
der an die Ostapsis anschließt, ...



... ist ein weiteres kunstfertig gestaltetes Fenster erhalten, ...



... das fast reicher geschmückt ist als jenes der Apsis
mit seinen drei verzierten Außenbögen.



Während das linke Kapitell auch schon verwittert ist, 
sind am rechten Soldaten mit Waffen zu erkennen.



Unter dem Dach der Apsis setzen sich ...



... die skulptierten Konsolsteine fort, ...



... die hier ebenfalls mit menschlichen Köpfen gestaltet sind.



Hier eine möglichst gesamte Ansicht der Apsis,
die schwer aufzunehmen ist, weil man rasch
an die enge Friedhofsmauer stößt.



 Der Grundriss der Kirche zeigt noch die romanischen Mauern
am Südportal und in der Apsis, der Rest
wurde im 16. Jhdt. verändert bzw. neu gebaut.


Interior de la iglesia de Ochánduri: arco triunfal y muro norte del presbiterio

 Innen ist Santa María v.a. noch mit ...


Combate entre cristiano y musulmán

... wunderschönen romanischen Kapitellen gesegnet
wie diesem hier, das zwei Ritter zu Pferd zeigt.
 


 Ein weiteres stellt Adam und Eva dar, 
wie sie vom Baum der "Erkenntnis" naschen.



Dieses Kapitell mit Rittern ist leider beschädigt.



 Für einige Aufregung sorgt wohl dieses Kapitell, ...

 

... das ein menschliches Paar bei der Kopulation zeigt, 
wobei der Penis übergroß dargestellt ist.         
    


Weitaus beschaulicher ist hingegen
diese alte Weihwasserschale aus Stein gestaltet.