Freitag, 10. April 2026

 
 Kroatien, Svetvinčenat (Istrien):
Friedhofskirche St. Vinzenz, 10. - 12. Jhdt. 

 

Im Ort "St. Vinzenz" mitten auf Istrien wurde ...



... bereits im 10. Jhdt. ein Benediktinerkloster gegründet, 
das 1314 wieder aufgehoben wurde und von dem ...



... heute nur noch die ehemalige Klosterkirche als
 Friedhofskirche erhalten ist.



Diese wurde im 12. Jhdt. neu erbaut
und ist im Wesentlichen heute so erhalten.



Innen mündet der einschiffige Raum in drei Apsiden 
und er ist über und über mit Fresken bedeckt.



Die älteste Schicht kann man nur stellenweise erahnen, 
die zweite, umfangreichste Schicht wurde vom Meister Ognobenus 
aus Tarvisio Ende des 13. Jhdts. ausgeführt.



In den Apsiden sind die Taufe Christi, Majestas Domini 
und Majestas Virginis dargestellt



Auf den Seitenwänden sind das Martyrium der zwei Heiligen 
Vincent und Valerius sowie Szenen aus Christi Leben wie 
die Kreuzigung oder des Letzten Abendmahls zu sehen.



Hier zwei Gesichter im Detail - Christus mit Heiligenschein ...



... und jenes von Maria mit einer Lilie als Symbol ihrer Unschuld.



Hier die Westseite von außen mit ihrem Portal.



Dann geht es auf die Südseite, wo das Niveau tiefer liegt und ...



... über dem Portal zwei winzige Rundbogenfenster zu sehen sind.



Hier beide Fenster aus der Nähe gesehen, das rechte ist frisch renoviert.



Die Kirche ist aus Sandsteinquadern erbaut und ...



... auf ihrer Südostseite wurde später eine Sakristei angebaut.



Schön ist, dass diese im selben Stil errichtet wurde ...



... mit stilisiertem Rundbogenfenster und ...



... unterschiedlich hohen Lagen von Steinquadern.



Hier die ungewöhnliche Ostseite, auf der man eigentlich
zumindest eine, wenn nicht gar drei halbrunde Apsiden erwartet hätte.



Sie schließt völlig gerade ab und weist nur drei 
kleine Lichtschlitze auf, von denen ...



... der rechte als Rundbogenfenster gestaltet ist.



Auch die Südseite ist erstaunlich schmucklos mit nur einem Fenster
und über der Westseite einem doppelten Glockengiebel.










Sonntag, 5. April 2026

 
 Kroatien, Peroj (Istrien):
Ehemalige Kirche St. Stephan, 7. - 11. Jhdt.



Bei dieser Kirche ist offiziell nur angeschrieben,
dass sie aus dem Mittelalter stammt.



Der schlichte Rechtsecksau steht an der großen Kurve,
die die Hauptstraße durch Peroj macht.



Während seine Nordseite bis auf ein Schlitzfenster
völlig schmucklos ist, ...



... sind an der Westseite vier große Lisenen erhalten, ...



... von denen die beiden mittleren jede in eine Art ...



... Kapitell münden und früher wohl einen Fries getragen haben.



Hier sind jedenfalls unten Vögel und oben 
jeweils weitere Verzierungen zu erkennen.



Vielleicht sind es aber auch nur römische Spolien, 
die man hier zum Schutz angebracht hat.



Das ehemalige Rundbogenportal wurde später oben zugemauert.



An der Türe stehen Öffnungszeiten, die sich aber
nicht auf die Kirche, sondern auf die sich derzeit ...



... darin befindliche Ausstellung beziehen.



Auf dem schlichten Türbalken befindet sich ein Kreuz, ...



... dann geht es in die Kirche, die grossteils steinsichtig ist.



Ab 1657, als die Ortschaft Peroj von Montenegrinern 
besiedelt wurde, wurde diese Kirche vernachlässigt.



1834, als die neue Kirche im Ort geweiht wurde,
wurde St. Stefan gar an drei neue Besitzer verkauft, 
die es als Stall und Scheune nutzten.



Hier nun das - leider damals - eingezogene innere
Zwischengeschoß, das als zusätzliche Fläche dient.



Hier ist noch ein Rundbogenfenster erhalten.



Wieder draußen geht es auch auf die Südseite, ...



... der eine Mauer vorangestellt ist.



Bei genauem Hinsehen kann man hier noch die alten, ...



... heute vermauerten Rundbogenfenster erkennen.



Dieses hier über der Türe ist sogar noch halb offen, ...



... während dieses hier völlig blind ist.



Das Südportal hatte früher ebenfalls einen Rundbogen.



Hier ist auch ein Steinsarg aufgestellt.



Auf der Ostseite sind interessanter Weise ...



... drei Rundbogenfenster zu erkennen, die allerdings ...



... viel weiter unten liegen als jene an den Seitenwänden.



Auch diese Fenster sind heute vermauert, lassen aber 
den Schluss auf einen schlichten Ostabschluss ohne Apsiden zu.



Interessant ist auch das vermauerte Nordportal, wobei 
der Durchlass unten schmäler war als der Rundbogen oben.



Auch auf dieser Seite gibt es vermauerte Rundbogenfenster.



Im Jahr 2000 kaufte die Stadt Vodnjan die Kirche
und versucht, sie halbwegs instand zu halten.