Kroatien, Zadar (Zadar):
Kathedrale St. Anastasia, 12./13. Jhdt.
Neben der Rundkirche St. Donat (links) wurde ...
... um 1200 die Kathedrale St. Anastasia errichtet.
Sie besteht aus einer halbrunden Ostapsis, ...
... einem dreischiffigen Langhaus sowie einem Turm, ...
... der der Kathedrale im Osten vorangestellt ist.
Dessen Erdgeschoss und erster Stock wurden 1452 erbaut,
der Rest aber erst 1893 neuromanisch fertiggestellt.
Hier die Ostapsis, die oben mit Rundbogenfenstern gestaltet ist.
Während der Turm in den obersten Etagen Biforien hat, ...
... weist die Fassade des Langhauses einen eigenen Stil auf, ...
... der der toskanischen Romanik zugerechnet wird.
Auf einen Unterbau ist außen ein Arkadengang aufgesetzt, ...
... der seinerseits auf einem Rundbogenfries ruht.
Auf der Westseite bestechen die Rosetten und Blendarkaden ...
... sowie die drei Rundbogenportale im unteren Bereich.
Hier das nördliche Seitenportal mit seinem Dekor.
Es besteht aus mehreren verzierten Rundbögen ...
... und einem Lamm Gottes im reich geschmückten Bogenfeld.
Flankiert wird es von zwei Heiligenfiguren, die auf Löwenköpfen stehen.
Hier das gesamte Portal auf der linken Seite ...
... im Vergleich zu jenem auf der rechten Seite,
das etwas schlichter gestaltet ist.
Auch hier ist das Lamm Gottes zentrales Thema im Tympanon ...
... und stehen links und rechts darüber eine Heiligen- und eine Engelsfigur.
Das Hauptportal in der Mitte hat sieben Bögen und ...
... in seinem Bogenfeld die Muttergottes mit Kind, flankiert von zwei Heiligen.
... wobei es sich hier ausschließlich um Männer mit Schriftrollen handelt, ...
... vielleicht die vier Evangelisten, wobei aber deren typische Tiersymbole fehlen.
Der Türrahmen ist reich verziert und ...
... nur die mittlere Säulen- und Bogenreihe "gedrechselt".
Darüber die zwei beeindruckenden Rosetten, wobei ...
... die obere bereits im gotischen Stil gestaltet wurde.
Da eine Messe stattfand, hieß es noch etwas warten, ...
... bis man auch den Innenraum besichtigen durfte.
Genug Zeit, um sich noch die Figuren anzusehen,
die neben den Blendbögen der Fassade angebracht sind:
Hier ragt der Kopf eines Löwen hervor,
der das Symbol des Evangelisten Markus ist.
Auf der anderen Seite gibt es ebenfalls eine Tiergestalt:
Es ist der Stier für den Evangelisten Lukas.
Dann ist die Messe aus und wir dürfen in die Kirche, ...
... die mit einem hohen Mittelschiff aufwartet.
Dieses ist schlicht mit Holz gedeckt und hat ...
... im Obergeschoß einen großzügigen Umgang, ...
... der mit Rundbögen auf Pfeilern gestaltet ist.
Diese Galerie gibt es auf beiden Seiten des Langhauses, ...
... sie wird nur durch die Fortsetzung der
unteren Pfeiler nach oben durchbrochen.
Die Ostapsis ist schlicht und in Weiß gehalten, ...
... hier steht ein Ziborium aus dem Jahr 1322 mit dem Altar.
Bemerkenswert ist das Chorgestühl aus dem 15. Jhdt.
Einige sind größer und weiter oben angebracht.
Im hinteren Teil des Langhauses befindet sich eine ...
... mächtige Orgel über der Westempore, ...
... die die beiden Rosetten extra ausspart.
Die Seitenschiffe werden vom Mittelschiff ...
... durch Säulen mit gestalteten Kapitellen getrennt.
Diese fußen auf Säulenbündeln, deren Basen
einige Wülste aufweisen.
Hier der Altarraum eines der beiden Seitenschiffe.
Auch eigens gestaltete Kapellen sind hier ...
... entlang der Seitenwände untergebracht.
Diese sind allerdings späteren Ursprungs.
Bei genauem Hinsehen kann man in der Kirche ...
... noch Reste von mittelalterlichen Fresken sehen.
Diese bestehen aus runden Medaillons, ...
... die Heiligenbüsten in einem gemusterten Rand zeigen.
Unter dem erhöhten Altarraum soll sich eine Krypta
aus dem 12. Jhdt. befinden, sie war nicht zugänglich.
Durch den rückwärtigen Teil geht es ...
... wieder hinaus ins Freie auf die Ostseite, wo
die Apsis und der Turm am besten zu sehen sind.
Wo nicht romanische Elemente zu sehen sind,
ist das Kirchenschiff verputzt und dunkelrot angestrichen.
Der Turm ist nur bis zum zweiten Stockwerk romanisch, ...
... die drei Etagen darüber sind neoromanisch ergänzt.
Die Kirche hat ein sechseckiges Baptisterium aus dem 6. Jhdt.,
das sich auf der Südseite der Kathedrale befindet, ...
... aber weder zugänglich noch von außen sichtbar ist,
da es von der frühchristlichen Rundkirche St. Donat verdeckt wird.