Mittwoch, 1. April 2026

 

Kroatien, Vodjnan (Istrien):
Kirchlein St. Katarina, 12. oder 13. Jhdt.



Diese kleine Kirche befindet sich im Ortszentrum 
an einer Weggabelung der Straße Sv. Katarina.



Sie ist aus Steinquadern errichtet und hat auf ihrer
Nordseite ein vermauertes Rundbogenportal.



Auf der Ostseite befindet sich eine halbrunde Apsis,
die fensterlos und frühromanischen Ursprungs ist.



Dafür gibt es auf der Westseite einen Zugang, 
zwei kleine Fenster und einen Dachreiter mit Glocke.



Innen wurden 2012 Wandmalereien speziell ...



... auf der Nordwand entdeckt und konserviert.



Diese zeigen neben der Hl. Katharina auch Szenen ...



... mit der Hl. Apollonia und dem Hl. Franziskus.



Neben Christus in der Apsis wurden auch Fresken
mit Heiligen auf der Südwand entdeckt.



Diese Abbildung eines Königs scheint am besten erhalten.











 
 Kroatien, Fažana (Istrien):
Kirchlein St. Maria vom Berg Karmel, 14. Jhdt.
auf Grundmauern aus dem 9. Jhdt.
  
 
 

Gegenüber der Insel Brijuni liegt dieses Fischerdorf, 
das sich inzwischen eines regen Touristenzustroms erfreut.



Am Rande des Ortszentrums befindet sich die
kleine Kapelle "Hl. Maria vom Berg Karmel".



Hier gab es bereits im 9. Jhdt. ein Kirchlein, auf
dessen Grundmauern diese Kapelle errichtet wurde.



Grund für die Aufnahme in die romanischen Gebäude
ist v.a. dieser Wandaufbau aus Sandsteinquadern,
obwohl die Kapelle erst im 14. Jhdt. entstanden ist.



Sie öffnet sich mit einer Vorhalle, die erst im 17. Jhdt. 
angefügt wurde, fast in Richtung Norden.



Die kleine Kirche ist nicht wirklich eingeostet.



Über der eigentlichen Kapelle sitzt ...



... ein kleiner Dachreiter mit einer Glocke, ...



... die durch einen Seilzug betätigt werden kann.



Hier der eigentliche Eingangsbereich mit einem ...



... Rundbogenportal und zwei vergitterten Fensterchen.



Innen ist die kleine Kapelle schlicht und ...



... weist überall Reste von Fresken auf, ...



... die im 15. Jhdt. angebracht worden sind.



Welche Szenen diese darstellten, scheint heute ...



... nicht mehr wirklich nachvollziehbar.



Über dem Altar befindet sich eine Nische mit einer Muttergottes,
meist gibt es hier sonst ein kleines Rundbogenfenster.



Ein solches sitzt hier auf der Südostseite,
an dem auch die Mauerstärke erkennbar ist.



An den Wänden befinden sich mehrere rote Weihekreuze.



An der Decke ist diese Mandorla zu sehen, 
in der wahrscheinlich einst Christus gethront hat:
Heute ist er leider komplett verblasst.



Unweit davon sind diese Figuren mit Hut zu erkennen.



Den Resten nach zu urteilen waren diese Fresken ...



... wohl sehr bunt und ziemlich lebendig gestaltet.



Hier das kleine Fensterchen links neben dem Eingang.



Innen leuchtet über dem Portal eine kleine Lampe.



Die Kapelle ist spitztonnengewölbt ...



... und besteht nur aus diesem Raum.



Die Vorhalle wird heute von einem Künstler zum 
Verkauf seiner Artefakte genutzt.



Auf der Nordseite gibt es noch dieses kleine Fenster, ...



... die Rückseite im Osten ist steinsichtig und schmucklos.



Die Kapelle fügt sich hübsch in einen Platz ein und ...



... befindet sich im Schatten einer Palme und einer Zypresse.









 

Dienstag, 31. März 2026

Frankreich, Wissembourg (Elsass):
Kirche St. Ulrich in Altenstadt, 1050 - 1220 erbaut

 

Im Ortsteil Altenstadt von Wissembourg, das 
gleich an der Grenze zu Deutschland liegt, ...



... steht eine der ältesten Kirchen des Elsass.



Ihr Mittelschiff wurde bereits ab 1050 errichtet, ...



... der Turm stammt aus dem 12. Jhdt.



Das gesamte Areal ist von einer dicken Mauer umgeben, ...



... vor der teilweise alte Steinsärge aufgestellt sind.



Der Westturm besteht aus fünf Etagen, von denen ...



... die untersten drei mit Rundbogenfriesen geschmückt sind.



Hier die unterste Etage, die geradezu einen "Tunnel"
zum Westportal bildet.



Hier ist der Turm auch durch Strebepfeiler abgestützt.



Die oberen Etagen sind schmucklos gestaltet, ...



... weisen aber dafür vier romanische Biforien auf.



Das Langhaus ist dreischiffig und ca. 100 Jahre älter als der Turm.



Die gesamte Kirche ist aus rötlichem Sandstein erbaut.



Durch diese Glastüre geht es in die Kirche, ...



... die innen wohltuend schlicht gehalten ist.



Die romanische Architektur ist noch großteils erhalten und ...



... die Wandstruktur von den Arkaden bis zum Obergaden klar erkennbar.



Die Mittelapsis ist allerdings später umgestaltet worden ...



... und sieht heute etwas lieblos aus.



Ihr schönster Schmuck ist dieses 
bunte Glasmosaik des Hl. Ulrich.



Alle drei Kirchenschiffe sind flach mit Holz gedeckt.



Hier das niedrige nördliche Seitenschiff, das vorne ...



... in die so genannte Totenkapelle mündet, 
die während der Gotik statt der Seitenapsis entstand.



Die südliche Seitenapsis gibt es hingegen noch,
aber ohne kleines Fenster.



Hier der Blick in die große Mittelapsis und 
auf den erhöhten Altarraum.



Die Fenster in den Seitenschiffen wurden später vergrößert, ...



... jene im Obergaden scheinen noch original zu sein.



Die Wände sind wohltuend steinsichtig gehalten,
waren aber früher sicher komplett mit Fresken bemalt.



Hier der Triumphbogen zwischen Mittelschiff und Mittelapsis ...



... und hier die runde Westempore, auf der die Orgel untergebracht ist.



Nach einem letzten Blick in diese romanische Kirche ...



... geht es außen auf deren Südseite.



Auf der Südostseite wurde das Dach 
über ein kleines Querhaus gezogen.



Dahinter wurde nachträglich die Sakristei angebaut, ...



... wodurch die Kirche hier ein wenig uneinheitlich wirkt.



Dafür wirken der Rest des Langhauses ...



... und der Turm umso harmonischer.



Hier nun die stark veränderte Mittelapsis ...



... mit ihrem vergrößerten Rundbogenfenster.



Die nördliche Seitenapsis, die während ...



 ... der Gotik zur Totenkapelle umgebaut wurde, ...



... ragt im 5/8-Schluss hervor und ist verputzt, ...



... während die veränderte Mittelapsis steinsichtig ist.



Auch im nördlichen Querhaus gibt es gotische Fenster, ...



... die nachträglich vergrößert wurden.



Das Querhaus ist mit Strebepfeilern abgestützt.



Interessant sind auch die drei kleinen Dachgauben oben,
die für ein Kirchendach ungewöhnlich sind.



Während das Seitenschiff ebenfalls größere Fenster hat,
sind jene im Obergaden noch romanisch klein.



Im Turm sind außer den Biforien 
nur kleine Lichtschlitze zu sehen.



Im Seitenschiff scheinen die kleinen ...



... Originalfenster neben den größeren noch vorhanden, ...



... aber seit dem gotischen Umbau vermauert zu sein.



Die beiden unteren Geschoße des Turms ...



... sind mit Lisenen und Rundbogenfriesen verziert.



Die Lisenen ziehen sich noch bis ins dritte Geschoß hinauf, ...



... Rundbogenfriese gibt es hier aber nicht mehr.



Auch über dem mächtigen Zugang zum Westportal
gibt es ein Rundbogenfries.



Hübsch ist nebenan dieser Flussverlauf mit überdachtem Rastplatz.




Sehenswert!