Dienstag, 20. Oktober 2026

 

Kroatien, Solin (Split-Dalmatien):
Ruine der Kirche Manastirine im alten Salona,
Mitte 5. Jhdt. erbaut



Außerhalb der nördlichen Stadtmauern vom alten Salona befinden sich ...



... die Überreste der Basilika und des Friedhofes von Manastirine (1).



 Im nordöstlichen Teil wurden sogar Überreste aus dem 
2. Jhdt. v. Chr. entdeckt, der frühesten Geschichte von Salona. 



In diesem Gebiet entstand ab dem 1. Jhdt. n. Chr. 
eine römische Nekropole.



Auf diesem Friedhof wurde Anfang des 4. Jhdt. n. Chr. auch 
Domnio aus Antiochia, der Bischof von Salona, begraben. 



Er wurde 304 n. Chr. im hiesigen Amphitheater zur Zeit 
der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian getötet. 



Seine sterblichen Überreste wurden in dieser Gruft beigesetzt, 
um die herum bald erste Kapellen mit Gräbern weiterer Christen entstanden.



Mitte des 5. Jhdts. wurde schließlich eine große Basilika errichtet,
in der auch einige seiner Nachfolger ihre letzte Ruhestätte fanden:

1: Grab des Bischofs Domnius
2 - 4: Gräber seiner Nachfolger



Hier in Blau der Grundriss der Basilika, die später zu Ehren des 
Domnius über den Kapellen (hellgrün) errichtet wurde.



So soll diese mit ihrer Vorhalle ausgesehen haben.



Durch die Vorhalle und ein mächtiges Portal gelangte man ...



... in den Innenraum mit Chorschranken, einer Kanzel
und im Osten einer halbrunden Apsis mit Altar.



Hier nun, was heute noch davon übrig ist.




Die Ruinen beeindrucken nach wie vor durch
ihre beachtlichen Ausmaße.



Das große Westportal wurde rekonstruiert.



Manastirine war eine alte Bezeichnung für "Kloster" 
und ist heute der größe frühchristliche Friedhof.



Viele Steinsarkophage stehen herum und zeigen, ...



... dass es hier Gräber wohlhabender Leute gab.



Typisch für diesen Ort scheinen Grabdeckel zu sein, ...



... die an allen vier Ecken "Höcker" hatten.



Wahrscheinlich konnten diese schweren Platten so ...



... besser gefasst und auf den Steinsarg gelegt werden.



Nach der Plünderung und teilweisen Zerstörung durch die Awaren
im 7. Jhdt. wurde die Basilika noch einmal renoviert,
ehe die gesamte Stadt Salona aufgegeben wurde.












Freitag, 16. Oktober 2026



Kroatien, Cetina (Sibenik-Knin):
Reste der Kirche der Hl. Erlösung, 9. Jhdt.



Im Flußtal der Cetina nördlich des gleichnamigen Ortes ...

... sowie vor den Ausläufern des mächtigen Dinara-Gebirges ...



... wurde diese Kirche im 9. Jhdt. errichtet, von der als ... 



... einer der wenigen Ruinen auch noch ein Kirchturm steht.



Das Gotteshaus besteht aus einem rechteckigen Langhaus, ...



... an das früher drei Apsiden im Osten angebaut waren.



Die Mittelapsis wurde später durch einen Rechteckschor ersetzt.



Auch der Kirchturm auf der Westseite 
ist eine spätere Ergänzung.



Er hat vier Stockwerke und hatte sicher
einst ein hölzernes Dach.



Durch ihn gelangte man in die Kirche, ...



... wobei der Zugang durch Mauern geschützt war.



Die Turmbasis bildete dabei eine Art Vorhalle.



Innen wie außen sind die Mauern durch Rippen verstärkt.



Hier der später angebaute Chor mit einem ...



... kleinen Rundfenster mit Aussicht auf das Gebirge.



Die beiden Seitenapsiden gibt es noch, ...



... sie haben beide je ein Rundbogenfenster.



Auch in den Seitenwänden gibt es solche Fenster.



Hier eine der Mauerverstärkungen aus der Nähe.



Auf der Nordseite gibt es einen weiteren Kirchenzugang.



Die Westseite wies eine Empore auf.



Zwischen Westwerk der Kirche und Turm ...



... befindet sich ein Zwischenraum.



Auch die Turmmauern sind verstärkt - mit Eisenstäben.



Hier der Blick zurück durch die Emporenöffnung ...



... sowie nochmals in das Kirchenschiff.



Außen geht es weiter auf die Nordseite, ...



... wo ebenfalls halbrunde Strebepfeiler auffallen, ...



... die in bestimmten Abständen das Mauerwerk halten.



Dies verleiht dem Nordzugang fast Festungscharakter.



An der dünkleren Mauer ist der jüngere Choranbau erkennbar.



Sein hölzernes Pultdach gibt es schon lange nicht mehr.



Interessant ist, dass man hier mit dem Rundfenster ...



... die Serie der Rundbogenfenster unterbrochen hat, ...



... die sich sonst auch auf der Südseite fortsetzen.



Die Ausbuchtungen der Seitenapsis sowie die ...



... eigentümlich halbrunden Verstärkungen ...



... geben der Kirche einen außergewöhnlichen Anblick.



Das Mauerwerk ist eher grob und besteht ...



... wohl aus Fundsteinen aus der Gegend.



Der Turm hingegen hat klare und scharfe Kanten, ...



... die ganz oben einst einen viereckigen Dachhelm trugen.



Sowohl in der Kirche als auch auf dem gesamten Areal ...



... darum herum fand man weit über 1.000 alte Gräber.



Auch heute noch dient das Kirchenareal als Friedhof, ...



... wobei die Kulisse vor dem Dinara-Gebirge einzigartig ist.