Freitag, 6. März 2026

 
 Deutschland, Immenstaad (Baden-Württemberg):
Kirche St. Oswald und St. Otmar in Frenkenbach, 
um 1200
 
 

Im kleinen Weiler Frenkenbach, der eigentlich näher
bei Hagnau am Bodensee als bei Immenstaad liegt, ...



... wurde im 12. Jhdt. diese kleine Kirche errichtet.



Sie wurde aus Feldsteinen erbaut und wird ...



... im Volksmund "Frenkenbacher Münster" genannt.



Sie besteht aus einem östlichen Chorturm ...



... und einem schlichten, später veränderten Langhaus.



Hier die Westseite mit ihrem Rundbogenportal.



Im Kirchenschiff wurden später zwei große Fenster ausgebrochen, ...



... die Form und Position der ursprünglichen kleinen ...



... Rundbogenfenster aber wieder sichtbar gemacht.



Der Turm steht auf rechteckigem Grundriss ...



... und hat in seiner Basis noch ein ...



... original wirkendes Rundbogenfenster.



Das letzte Geschoß wurde sicher später aufgesetzt.



Es hat in alle vier Richtungen je zwei Schalllöcher.



Unter einem davon ist noch diese Skulptur zu sehen,
wahrscheinlich ein verwitterter Wasserspeier.



V.a. auf der Ostseite kann man die Feldsteine ...



... und ihre kunstfertigen Schichtungen bewundern.



Dazwischen ist das Rundbogenfenster eingebettet, ...



... dessen Laibung die Mauerstärke anzeigt.



Der dunkle Stein links scheint noch original zu sein,
die restlichen wurden wohl erneuert.



Auch dieses Fenster wurde später ausgebrochen ...



... ebenso wie diese beiden Fenster auf ...



... der Nordseite des Kirchenschiffs.



Nun geht es aber in die kleine Kirche, ...



... die innen so schlicht ist wie außen.



Sie ist flach mit Holzbalken gedeckt und kann
nur wenige Kirchenbänke fassen.



Die ursprünglichen Fresken sind leider nicht mehr vorhanden.



Ein steinsichtiger, rundbogiger Triumphbogen 
trennt das Langhaus vom Chor im Turm.



Dieser Schmerzensmann stammt aus dem 14. Jhdt.



An der Rückseite der Kirche führt eine Leiter in den Dachboden.
 
 

Hier das Schild, das an der Kirche angebracht ist.


 
 Diese Kirche wird heute nur noch selten benutzt.










Mittwoch, 4. März 2026

 
 Deutschland, Öhningen (Baden-Württemberg):
Klosterkirche St. Genesius und St. Marien in Schienen, 
um 1030 errichtet



Im Norden von Öhningen und unweit des Bodensees ...



... wurde in Schienen auf der Halbinsel Höri wohl schon ...



... um das Jahr 800 dieses Benediktinerkloster gegründet.



Man hatte aus dem Kloster Reichenau die Gebeine ...



... der Heiligen Genesius und Eusebius hierher gebracht.



Die Klosterkirche wurde um 1030 aus Kieselmauerwerk
als frühromanische Basilika ohne Querhaus errichtet.



Der Kirchturm sitzt auf dem Übergang zwischen
Mittelschiff und Chor. 
 


Leider war die Kirche eingerüstet, als ich da war.



Daher ging es gleich in die Kirche, die innen ...



... wohltuend schlicht gestaltet und gehalten ist.



Die Rundbogenarkaden ruhen auf Pfeilern und sind steinsichtig.



Ein hoher, ebenfalls steinsichtiger Triumphbogen ...



... trennt das Mittelschiff vom rechteckigen Chor.



Dieser hat ein Ostfenster, das als doppelter Rundbogen gestaltet ist.



Sonst ist der Chor schlicht und weist 
nur links und recht Chorbänke auf.



Im linken Seitenschiff befindet sich ein Taufstein und ...



... dahinter ein Nebenaltar mit einer Madonna mit Kind.



Am Ende des südlichen Seitenschiffs ...



... ist eine Pietà angebracht.



Das nördliche Seitenschiff hat einen gotischen Seitenaltar ...



... und an seiner Rückseite eine Wendeltreppe zur Empore.



Hier der Wandaufriss des Mittelschiffs mit seinen
ungewöhnlichen, hoch liegenden Rundfenstern im Obergaden.



Das Mittelschiff ist flach mit Holz gedeckt und hat ...



... im Westen eine hölzerne Empore mit der Orgel darauf.



Diese ist keine Pfeifenorgel, sondern rein elektronisch,
obwohl ein Prospekt mit Pfeifen zu sehen ist.



Hier das Westportal mit seinem gläsernen Windfang.



Daneben sind hölzerne Skulpturen ausgestellt.



Von hier ist auch die Wendeltreppe gut zu sehen.



Nach einem letzten Blick ins romanische Kirchenschiff ...



... geht es hinaus auf einen Rundgang um die eingerüstete Kirche.



Auch das südliche Seitenschiff hat ein Rundbogenportal.



Interessant ist, dass heute viele Fenster Rundfenster sind,
nur auf der Ostseite überwiegen die Rundbogenfenster.



Der Turm hat die für die Region typische achteckige Haube.



Auf der Südostseite ist die Sakristei angebaut.



Hier der Chor mit seinem Rundbogenfenster.



Die Kanten des Chors sind mit Steinquadern verstärkt.



Auf der Nordseite ist dem Seitenschiff ebenfalls ...



... ein kleiner Anbau vorangestellt.



 Das Kloster gehörte zum Hochstift Konstanz 
und wurde 1757 aufgelöst.



Die Klosterkirche ist heute Gemeinde- und Wallfahrtskirche.