Freitag, 23. Oktober 2026



Kroatien, Solin (Split-Dalmatien):
Ehemaliges Bischofsviertel von Salona, 4. - 6. Jhdt. 



Im Westen der heutigen Stadt Solin liegt ein riesiges Areal mit
den Ruinen der ehemaligen griechisch-römischen Siedlung Salona.



Salona wurde im 4. Jhdt. v. Chr. von griechischen Siedlern gegründet ...



... und erhielt ca. 300 Jahre später das römische Stadtrecht.



Im 4. bis 6. Jhdt n. Chr. entwickelte es sich zu einem ...



... bedeutenden frühchristlichen Zentrum mit Bischofssitz, ...




... von dem noch die Fundamente von mindestens sechs, ... 




... z.T. großen Kirchen erhalten und zu sehen sind.



Auch die Ruinen eines Klosters und eines
römisch-frühchristlichen Friedhofs sind darunter.

(Details zu den einzelnen Kirchen erfolgen in eigenen Einträgen.)



Gegen Eintritt kann man das gesamte Areal besichtigen.



Da Salona zu seinen besten Zeiten sogar 3x mehr Einwohner ...



... hatte als Solin heute, also rund 70.000 Menschen, ...



... ist das Areal riesig und man sollte sich Zeit dafür nehmen.



Das Zentrum des Bischofsviertels bildete ein Doppelkirchenkomplex ...



... aus dem 5. Jhdt., dem eine Taufkirche sowie 
weitere Gebäude angeschlossen waren.



Ungefähr so könnten diese Basiliken ausgesehen haben.



Von beiden Kirchen sind erstaunlich hohe Mauern ...



... erhalten, die heute noch über zwei Meter hoch sind.



Hier die Außenmauern einer der Bischofskirchen.



Reizvoll ist die Lage der ehemaligen Stadt 
vor dem Küstengebirge.



Einlass in die Stadt erlangte man durch Stadttore,
von dem eines in dieser Form erhalten ist.



Es war eine Doppelturmanlage mit einem Gang
über den Toren für die Wachen.



Von diesem Stadttor ist noch dieses Relief erhalten.



Außerdem zu sehen sind Reste des Kanalsystems, ...



... das Salona mit frischem Wasser versorgte.



Neben den frühchristlichen Kirchenruinen sind die Wege ...



... immer wieder mit alten Steinsärgen gesäumt.



Das alte Salona kann man eigentlich auch als die Wiege ...



... der Stadt Split bezeichnen, das sich im selben 
Ortsverbund befindet.



Im archäologischen Areal gibt es auch ein Museum, ...



... an dessen Eingang sich bereits Spolien befinden.



Auch darüber kam ein alter Stein mit Zackenmuster zum Einsatz.



Innen gibt es weitere alte und interessante Exponate.









Donnerstag, 22. Oktober 2026

 

Crkva sv. Petra i Mojsija u Solinu.jpg

Kroatien, Solin (Split-Dalmatien):
"Hohlkirche" (ehemalige Basilika St. Peter und Moses)
in Salona, 6. bzw. 11. Jhdt.



Im Westen der heutigen Stadt Solin liegt ein riesiges Areal mit
den Ruinen der ehemaligen griechisch-römischen Siedlung Salona.



In dessen Nähe wurde im 11. Jhdt. eine Kirche innerhalb der Fundamente 
einer frühchristlichen Kirche aus dem 6. Jhdt. errichtet.



Diese war dem Hl. Petrus und dem Propheten Moses geweiht
und war die Krönungskirche des kroatischen Königs Zvonimir.



Die Kirche war dreischiffig, hatte drei Apsiden im Osten und
eine größere Vorhalle auf der Westseite, in der ein kroatisches
Königsgrab untergebracht war.



V.a. in den Jahren 1990 bis 1993 wurde die Stätte archäologisch 
erforscht, obwohl sie immer wieder von den Wassern 
des nahe Flusses Jadro heimgesucht wird.

 

Dienstag, 20. Oktober 2026

 

Kroatien, Solin (Split-Dalmatien):
Ruine der Kirche Manastirine im alten Salona,
Mitte 5. Jhdt. erbaut



Außerhalb der nördlichen Stadtmauern vom alten Salona befinden sich ...



... die Überreste der Basilika und des Friedhofes von Manastirine (1).



 Im nordöstlichen Teil wurden sogar Überreste aus dem 
2. Jhdt. v. Chr. entdeckt, der frühesten Geschichte von Salona. 



In diesem Gebiet entstand ab dem 1. Jhdt. n. Chr. 
eine römische Nekropole.



Auf diesem Friedhof wurde Anfang des 4. Jhdt. n. Chr. auch 
Domnio aus Antiochia, der Bischof von Salona, begraben. 



Er wurde 304 n. Chr. im hiesigen Amphitheater zur Zeit 
der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian getötet. 



Seine sterblichen Überreste wurden in dieser Gruft beigesetzt, 
um die herum bald erste Kapellen mit Gräbern weiterer Christen entstanden.



Mitte des 5. Jhdts. wurde schließlich eine große Basilika errichtet,
in der auch einige seiner Nachfolger ihre letzte Ruhestätte fanden:

1: Grab des Bischofs Domnius
2 - 4: Gräber seiner Nachfolger



Hier in Blau der Grundriss der Basilika, die später zu Ehren des 
Domnius über den Kapellen (hellgrün) errichtet wurde.



So soll diese mit ihrer Vorhalle ausgesehen haben.



Durch die Vorhalle und ein mächtiges Portal gelangte man ...



... in den Innenraum mit Chorschranken, einer Kanzel
und im Osten einer halbrunden Apsis mit Altar.



Hier nun, was heute noch davon übrig ist.




Die Ruinen beeindrucken nach wie vor durch
ihre beachtlichen Ausmaße.



Das große Westportal wurde rekonstruiert.



Manastirine war eine alte Bezeichnung für "Kloster" 
und ist heute der größe frühchristliche Friedhof.



Viele Steinsarkophage stehen herum und zeigen, ...



... dass es hier Gräber wohlhabender Leute gab.



Typisch für diesen Ort scheinen Grabdeckel zu sein, ...



... die an allen vier Ecken "Höcker" hatten.



Wahrscheinlich konnten diese schweren Platten so ...



... besser gefasst und auf den Steinsarg gelegt werden.



Nach der Plünderung und teilweisen Zerstörung durch die Awaren
im 7. Jhdt. wurde die Basilika noch einmal renoviert,
ehe die gesamte Stadt Salona aufgegeben wurde.