Sonntag, 12. April 2026

 
 Kroatien, Kanfanar (Istrien):
Kirchlein St. Agatha bei Vidulini, 10./11. Jhdt.
 
 
 

An der Straße nach Vidulini steht St. Agatha,
die älteste Kirche im Gemeindegebiet von Kanfanar.



Sie wurde wahrscheinlich bereits im 10. Jhdt. errichtet ...



... und besteht aus einem rechteckigen Langhaus ...



... mit einer rechteckigen Ostapsis, die beide ...



... mit Schieferplatten gedeckt sind.



Die Südseite ist wie alle Seiten schmucklos.



Sie hat aber zwei kleine Rundbogenfenster, ...



... die mit Milchglas ausgestattet sind.



Auf der Westseite befinden sich der Zugang zur Kirche, ...



... und ein weiteres Rundbogenfenster, ...



... das hier nur vergittert ist.



Darüber sitzt ein kleiner Dachreiter mit einem Kreuz, ...



... doch früher befand sich hier ein Glockengiebel.



Von der sonnenbeschienenen Westseite geht es weiter ...



... auf die dunkle Nordseite, wo sich ebenfalls ...



... weit oben zwei kleine Rundbogenfenster befinden.



Diese sind fast rahmenlos gemauert und sehr schlicht.



Auf der Ostseite ist an der Kante eine Lisene zu erkennen.



So einfach dieses Kirchlein außen wirkt, so sehr ...



... kann es innen noch mit schönen Fresken aufwarten.



V.a. in der Ostapsis, die innen rund ausgeformt ist, 
sind diese Wandmalereien aus dem 11. Jhdt. erhalten.



Diese zeigen in der Kalotte Christus mit zwei Engeln
und darunter in der Mitte Maria, die Gottesmutter, ...



... und links und rechts von ihr je fünf Apostel,
was höchst ungewöhnlich ist.



Die Fresken zeigen starken ...



... byzantinischen Einfluss.



Diese Szenen sind durch Schmuckbänder voneinander getrennt.



Die restlichen Gestalten auf den Fresken sind schwer erkennbar, 
da darin Inschriften in Glagoliza eingeritzt waren.



Wieder draußen ist zu sehen, dass alle Kanten ...



... von St. Agatha mit Lisenen verstärkt sind.



An die Ostapsis schließt direkt die kleine Mauer des Areals an.



Die Apsis ist oben mit einem Rippenmuster geschmückt, ...



... über dem Ziegelsteine im Fischgrätmuster gelegt sind.



Diese verzierungen sind aber nicht mehr um 
die gesamte Apsis herum erhalten.



Die Kapelle steht mitten in einem Laubwald ...



... an einer einsamen Straße und macht speziell ...



... bei Sonnenuntergang einen mystischen Eindruck.











Freitag, 10. April 2026

 
 Kroatien, Svetvinčenat (Istrien):
Friedhofskirche St. Vinzenz, 10. - 12. Jhdt. 

 

Im Ort "St. Vinzenz" mitten auf Istrien wurde ...



... bereits im 10. Jhdt. ein Benediktinerkloster gegründet, 
das 1314 wieder aufgehoben wurde und von dem ...



... heute nur noch die ehemalige Klosterkirche als
 Friedhofskirche erhalten ist.



Diese wurde im 12. Jhdt. neu erbaut
und ist im Wesentlichen heute so erhalten.



Innen mündet der einschiffige Raum in drei Apsiden 
und er ist über und über mit Fresken bedeckt.



Die älteste Schicht kann man nur stellenweise erahnen, 
die zweite, umfangreichste Schicht wurde vom Meister Ognobenus 
aus Tarvisio Ende des 13. Jhdts. ausgeführt.



In den Apsiden sind die Taufe Christi, Majestas Domini 
und Majestas Virginis dargestellt



Auf den Seitenwänden sind das Martyrium der zwei Heiligen 
Vincent und Valerius sowie Szenen aus Christi Leben wie 
die Kreuzigung oder des Letzten Abendmahls zu sehen.



Hier zwei Gesichter im Detail - Christus mit Heiligenschein ...



... und jenes von Maria mit einer Lilie als Symbol ihrer Unschuld.



Hier die Westseite von außen mit ihrem Portal.



Dann geht es auf die Südseite, wo das Niveau tiefer liegt und ...



... über dem Portal zwei winzige Rundbogenfenster zu sehen sind.



Hier beide Fenster aus der Nähe gesehen, das rechte ist frisch renoviert.



Die Kirche ist aus Sandsteinquadern erbaut und ...



... auf ihrer Südostseite wurde später eine Sakristei angebaut.



Schön ist, dass diese im selben Stil errichtet wurde ...



... mit stilisiertem Rundbogenfenster und ...



... unterschiedlich hohen Lagen von Steinquadern.



Hier die ungewöhnliche Ostseite, auf der man eigentlich
zumindest eine, wenn nicht gar drei halbrunde Apsiden erwartet hätte.



Sie schließt völlig gerade ab und weist nur drei 
kleine Lichtschlitze auf, von denen ...



... der rechte als Rundbogenfenster gestaltet ist.



Auch die Südseite ist erstaunlich schmucklos mit nur einem Fenster
und über der Westseite einem doppelten Glockengiebel.