Kroatien, Split (Split-Dalmatien):
Romanische Exponate im "Museum
Kroatischer Archäologischer Denkmäler",
6. bis 11. Jhdt.
Ein großes Plakat am Fuße des Marjan, der grünen
und hügeligen Halbinsel im Westen von Split,
kündigt das Museum von Weitem an.
Der Eintritt ist frei, doch nur wenige "verirren" sich
in dieses zweistöckige Museum aus den 1970er Jahren.
Dabei hat es vor allem aus romanischen Zeiten
jede Menge Sehenswertes zu bieten.
Gleich mitten im Ausstellungsraum im Parterre steht der
originale Taufstein des kroatischen Fürsten Višeslav aus um 800.
Der Taufstein ist mit einem Kreuz geschmückt und wird
mit der alten Kirche in Nin in Zusammenhang gebracht.
Daneben ist ein Ziborium aus dem 9. Jhdt. ausgestellt, ...
... das aus der Kirche St. Martha in Bijaći bei Trogir stammt.
Es ist mit kunstvollem Flechtwerk und Tieren verziert.
Hier ein Pfau, der an die Kunst der Langobarden erinnert.
Das Ziborium ruht auf vier Säulen mit Kapitellen.
Hier ein Giebeldreieck mit zwei anschließenden Zierbalken,
wie es sie im 9. Jhdt. als Abtrennung vom Chor gab.
Auf diesen Balken befindet sich eine Inschrift mit dem Namen ...
... des kroatischen Herzogs Branimir von Otres bei Bribir.
Ein weiteres steht unweit davon und hat eine Inschrift ...
... mit der Jahreszahl 895, die auf einen kroatischen ...
... Herzog Muncimir aus Uzdolje nahe Knin hinweist.
Wieder ein anderes ist ähnlich gestaltet und
stammt aus der 2. Hälfte des 9. Jhdts.
In seiner Inschrift erwähnt es einen Herzog Branimir
aus Šopot bei Benkovac.
Hier sind ein Kreuz und zwei Vögel zu sehen.
Besonders kunstvoll gestaltet ist dieses Ziborium aus Biskupija.
(Biskupija: Reste der Kirche St. Maria s. Eintrag vom 12. Oktober 2026)
Hier die Gestaltung von zwei Kapitellen, auf denen das Dach des Ziboriums ruht.
Es stammt aus dem 11. Jhdt. und ist sehr filigran gearbeitet.
Besonders überraschen die Verzierungen mit Ringen ...
... an den jeweiligen Außen- und Innenkanten.
Hier ein weiteres Kapitell des Ziboriums ...
... mit dem Fuß einer der vier Säulen, auf denen es ruht.
Dieses Ziborium hat als einziges ein Schuppendach.
Dieser Sarg stammt ebenfalls aus Biskupija und
ist aus dem 9. Jhdt.
Aus der Kirchenanlage in Biskupija bei Knin ...
... stammen auch dieses aufwändig gestaltete Kapitell ...
... sowie diese goldenen Sporen mit Sporn, ...
... die im Grab eines Prinzen gefunden wurden.
Auch diese Sporen und Schnallen stammen aus dem Grab.
Entlang der Glasfenster sind dann ...
... die Reste alter Chorschranken aufgestellt, ...
... die mit Kreuzen und Schlingmustern geschmückt sind.
Hier ein Teil einer Altarschranke aus einer
frühchristlichen Kirche in Bilice bei Šibenik.
Dieses Relief stammt bereits aus dem 6. Jhdt. und zeigt
eine alte, mystische slawische Szene, bei der zwei Götter
in Gestalt eines Reiters und eines Bären gegeneinander kämpfen.
Hier eine vierköpfige Figurine aus Vačani bei Skradin ...
... und der Rest einer Chorschranke aus Putalj in Kaštela.
Weiterer alter Goldschmuck ist zu sehen
wie diese beiden verzierten Gürtelschnallen oder ...
... dieses frühkarolingische Weihrauchgefäß aus Cetina.
Interessant sind auch die Modelle romanischer Kirchen wie
hier von der Kirche St. Georg in Radin bei Kaštel Stari.
(s. Eintrag vom 19. Aug. 2026)
In ihr wurde auch eine Altarschranke und ein Ziborium ...
Hier das Modell der Kirche Hl. Erlösung bei Cetina, ...
(s. mein Eintrag vom 16. Okt. 2026).
... das hier mit einer Holztreppe zum Westturm sowie mit ...
... halbrunder Ostapsis und erhöhtem Kuppeldach gezeigt wird.
... diese mit Schlingmustern verzierten Balken.
Hier das Modell der Kirche Hl. Dreifaltigkeit bei Split,
die auch noch in dieser Form erhalten ist.
(s. mein Eintrag vom 6. Sept. 2026)
Aus der Kirche St. Vitus bei Klis (s. Eintrag vom 14. Dez. 2026)
stammt dieses Relief mit Christus und einem Engel aus dem 11. Jhdt.
Aus derselben Kirche hier der Rest einer Altarschranke.
Dieses Relief-Fragment stammt aus dem
Portal der alten Kathedrale in Knin.
Sehenswert!