Dienstag, 17. Februar 2026

 
 Deutschland, Veringenstadt (Baden-Württemberg):
Kirche St. Michael in Veringendorf, 13. Jhdt.



Der Bau liegt im Tal der Lauchert, einem Zufluss der Donau, 
am unteren Rand der Ortschaft auf einem Friedhofshügel. 



Eine Besonderheit ist die Lage im Tal und nicht auf einem Berg
 wie bei Michaelskirchen sonst üblich. 



Seit 1238 sind Kirche und Pfarrei bezeugt. 



Die Pfarrkirche wurde als dreischiffige Basilika mit ...



... zwei selten anzutreffenden Chorflankentürmen erbaut, ...



... wobei Turmschäfte und Seitenapsiden original erhalten sind. 



Im vorletzten Turmgeschoß sind noch Rundbogenfriese
und angedeutete, frühere Biforien zu erkennen.



Um 1330 wurde der Chor erweitert,
ihm fiel die große Mittelapsis zum Opfer.



1723 wurden die Türme dann um ...



... je ein achteckiges Stockwerk erhöht.



Der Nordturm trägt zusätzlich die Turmuhr.



Die Turmbasis ist steinsichtig erhalten ...



... und wurde wohl noch verstärkt.



Am anderen Turm ist dies deutlich sichtbar.



Sein Fenster hat eine meterdicke Laibung.



1723 wurde auch das dreischiffige Langhaus ...



... in eine barocke Hallenkirche umgewandelt.



Dementsprechend sind die Türme ...



... das einzige, deutlich ersichtliche romanische Attribut.



Hier wurden auch diese zwei alten Reliefsteine einfach übermalt, ...



... die wahrscheinlich Menschen- oder Tierköpfe darstellten.



Innen ist die Saalkirche sehr geräumig.



Von den beiden kleinen romanischen Seitenapsiden ...



... sind heute nur Mauernischen geblieben.



Der Großteil der Ausstattung ist barock.



Als der Chor um 1330 erweiterte wurde, 
wurde er auch mit einem Freskenzyklus versehen. 



Am Kreuzrippengewölbe ist Christus in der Mandorla dargestellt,
umgeben von den Symbolen der vier Evangelisten.



Charakteristisch seine beiden zum Segnen erhobenen 
Finger der rechten Hand.



Im Tonnengewölbe des Chors sind Heilige dargestellt, ...



... deren Szenen durch Schmuckbänder getrennt werden.



Hier die Darstellung des Palmsonntags mit
Jesu Ritt auf einem Esel.



Die Kirche wird eifrig für die Spende aller Arten 
an kirchlichen Sakramenten genutzt.



Veringendorf liegt südlich von Veringenstadt ...



... und war schon früher ein kleiner Weiler,
der von der Kirche dominiert wurde.








Sonntag, 15. Februar 2026

 
 Deutschland, Veringenstadt (Baden-Württemberg):
Peterskapelle in der Burgruine,  um 1100 erbaut



Für den Besuch dieser Kapelle muss man sich ...



 ... auf den 675 m hohen Bergsporn über dem Ort begeben, ...



... an dem einst die große Burg Veringen stand.



Dementsprechend muss man durch dieses ehemalige ...



... Burgtor, das sich in der mächtigen Burgmauer auftut.



Diese zeugt von der Größe der ehemaligen Burganlage.



Dann bekommt man auch die kleine Kapelle zu Gesicht, ...



... neben der nur noch dieser Turmrest der ...



... Burg zu sehen ist, die bereits 1423 völlig zerstört wurde.



Von der anderen Seite sieht dieser so aus.



Die ehemalige Burgkapelle ist ein schlichter, ...



... rechteckiger Bau mit Dachreiter, in dem sich ...



... auf der Nordseite ein tiefes Rundbogenportal befindet.



Auf der Ostseite ragt eine kleine, halbrunde Apsis heraus, ...



... die leicht abschüssig angelegt ist.



Sie hat ein winziges Rundbogenfenster, ...



... das heute stark überarbeitet ist.



Darüber befindet sich im Langhaus ein weiteres
Fenster, das nachträglich ausgebrochen wurde.



Hier die Südseite, in der die vielen kleinen Fenster überraschen.



Original romanische dürften allerdings nur die ...



... drei oberen, linken Rundbogenfensterchen sein. 
 
 


Das obere und untere Fenster rechts ...



... sowie das zweite große Fenster unten links 
stammen wahrscheinlich aus späteren Zeiten.



Auch dieses Fenster in der Ostapsis
wurde erst im Jahr 1962 eingebaut.



Innen befinden sich in der Apsis ...



... Fresken aus den Jahren um 1515.



In der Nische links daneben ist eine Ölbergszene ...



... mit Figuren wie dem betenden Christus
und den schlafenden Aposteln nachgestellt.


Empore

Auf der Westseite ist eine hölzerne Empore eingebaut.
(Bild leider unscharf)



Um Krankheiten und Ungemacht von Veringenstadt abzuhalten,
wird seit Jahrhunderten zu Ehren des Hl. Johannes ...



... jedes Jahr am 24. Juni zu jeder vollen Stunde ...



... das Glöcklein in der Peterskapelle geläutet.



Nahe der Kapelle ist diese verzierte Kreuz zu finden.



Dann geht es wieder durch das alte Burgtor ...



... hinunter in den Ort, wo der gotische Turm ...



... der Pfarrkirche St. Nikolaus in die Höhe ragt.



Hier noch zwei Info-Tafeln zur Kapelle ...



... sowie zu den Resten der ehemaligen Burg.