Samstag, 25. April 2026

 
 Kroatien, Bale (Istrien):
Turm der Pfarrkirche Jungfrau Marias 
Heimsuchung durch die Hl. Elisabeth, 12. Jhdt. ?
  
 
 
Mitten im historischen Ortskern von Bale, das
unweit von Rovinj im Landesinneren liegt, ...



... steht ein 36 m hoher Campanile getrennt 
von seinem Kirchenschiff.



Er trägt einen Spitzhelm mit einem kleinen Kreuz ...



... und ist aus hellen Quadersteinen errichtet.



Sein Sockel ist breiter als der Rest des Turms, ...



... damit er solide auf quadratischem Grundriss steht.



Der Turm selbst hat nur ganz oben Biforien und
ist sonst nur durch waagrechte Lisenen gegliedert:



Grund genug anzunehmen, dass er aus dem Mittelalter stammt,
obwohl nirgendwo Literatur darüber zu finden ist.



Eine kleine Kirche wurde hier bereits im 9. Jhdt. errichtet, ...



... die heutige wurde 1882 komplett neu gebaut.



Innen ist zwar alles in neubarockem Stil gestaltet, 
dennoch sind hier noch ein Kreuz aus dem 12. Jhdt. 
sowie ein Holzaltar aus dem 9. Jhdt. erhalten.



Hier der hohe Ostchor, unter dem sich eine Krypta 
samt Lapidarium befindet.



Hier unten befindet sich ein tonnengewölbter Raum, ...



... in dem ein Sarkophag prominent aufgestellt ist.



Dieser ist über eine Treppe zu erreichen, in ihm werden die Überreste ...



... des Seligen Julian, des Beschützers von Bale, aufbewahrt.



Im Lapidarium kann man Plastiken und Skulpturen aus Stein bewundern, 
die aus dem Zeitraum zwischen Antike bis zum späten Mittelalter stammen ...



... wie diese Reste von Kapitellen oder Fragmente von Reliefs 
- wahrscheinlich auch von Vorgängerbauten.



Gleich neben dem Turm ist dieser Rest eines
mittelalterlichen Gebäudes erhalten.



So ragt der Kirchturm schon lange hoch empor ...



... und stellt den höchsten Punkt des Ortes Bales dar.











 
 Kroatien, Barbariga (Istrien):
Ruinen des Klosters St. Andreas im Ortsteil Betiga,
4. - 13. Jhdt.



Nahe dem Weiler Betiga nördlich der Ortschaft Barbariga ...



... befinden sich ca. 1 km westlich die Ruinen des
frühchristlichen St. Andreas-Klosters.
 
 
 

Betiga war bereits in der Antike besiedelt und 
ab dem 4. Jhdt. gab es hier eine erste Kirche.



In der 2. Hälfte des 5. Jhdts. entstand dieses große Kloster,
 von dem u.a. noch die Grundmauern der Kleeblattkapelle
(in der Skizze oben) erhalten sind.



Das Gelände ist heute sicherheitshalber abgezäunt, ...



... doch die meisten Grundmauern sind von außen sichtbar.



Hier wahrscheinlich die Basis eines Turmes oder einer Vorhalle.



Diese Grundmauern sind noch bis zu einer Höhe ...



... von ungefähr 1,5 m erhalten und sehen sehr solide aus.



Bei diesen Grundmauern handelt es sich wohl um ...



... Nebengebäude, da die Mauern nicht so massiv sind.



Zwei Jahrhunderte später entstand hier ein Baptisterium 
und im 8. Jhdt. noch eine Grabkapelle. 











Mittwoch, 22. April 2026

 
 Kroatien, Vrsar (Istrien):
Basilika St. Maria von der See, 12. Jhdt. 



Direkt unten am Hafen und mit Blick auf ...



... die Pfarrkirche St. Martin von Vrsar steht ...



... diese schlichte Basilika aus dem 12. Jhdt., die auf dem Areal 
einer ehemaligen römischen Villa errichtet wurde.



In ihrem Obergaden sind Rundbogenfenster erhalten.



Sie ist gehörte zu einem Karmeliterkloster, ist 
dreischiffig und besteht aus einem höheren ...



... Mittel- sowie zwei niedrigeren Seitenschiffen.



Die Westfassade weist nur ein Portal und ein Rundfenster auf.



Die Nordseite ist ebenfalls schmucklos und ...



... hat weitere kleine Fenster im Obergaden.



Hier die Nordostseite mit dem fensterlosen Seitenschiff.



Die Ostseite wird leider durch diese Mauer verdeckt.



Auf der Südseite kann man durch einen Schlitz in der Mauer ...



... eine gemauerte, halbrunde Apsis erkennen.



Das Langhaus ist aus präzise zugehauenen Steinquadern erbaut.



Bereits in der 2. Hälfte des 8. Jhdts wurde hier
ein kleines Kirchlein zu Ehren der Hl. Maria erbaut, ...



... das bis zum 12. Jhdt. mehrmals vergrößert und 
renoviert wurde, bis der Neubau erfolgte und
Karmeliten bis zum 14. Jhdt. hier wirkten.



Um die Kirche sind einige alte Grabplatten zu finden, 
vielleicht von Franziskanern, die dann bis ins 17. Jhdt. hier waren.



Hier der schlichte Kirchenbau, der leider heute
von den Touristen kaum mehr beachtet wird.



Nur diese Tafel weist auf seine Besonderheit hin.