Samstag, 28. Februar 2026

 
 Deutschland, Wollmesheim (Rheinland-Pfalz):
Protestantische Kirche, um 1030/40 erbaut
 
 
 

Im Nordosten von Wollmesheim steht auf dem Friedhof ...



... das älteste Kirchengebäude der Pfalz.



Es wurde anstelle einer bereits 991 
erwähnten hölzernen Kirche um 1030 errichtet.



Charakteristisch ist ihr steinsichtiger Westturm mit ...



... seinen Biforien auf allen vier Seiten unter dem Dach.



Diese ruhen jeweils auf einer Mittelsäule.



Er hat sonst nur winzige Mauerschlitze und ...



... unten einen Rundbogen mit einem offenen Raum.



Auf der Seite ragt aus einem Stein dieses leider
schon stark verwitterte Tierrelief hervor.



Über dem Bogen ist ein Kopf zu sehen, ...



... der ebenfalls kaum mehr erkennbar ist.



Zum 950. Kirchenjubiläum 1990 wurden 
anlässlich einer gründlichen Außenrenovierung ...



... zwei salische Sandsteinsarkophage aus der Zeit ...



... um 1025/1030 und zwei Taufsteine ausgegraben. 



Beide Steinsarkophage weisen Fischgrätmuster ...



... an ihren Längs- oder Stirnseiten auf.



Dabei wurde auch das ursprüngliche ...



... Westportal am Turm wieder geöffnet.



Im 18. Jhdt. wurde das Kirchenschiff nach Osten 
hin verlängert und erhöht. 



Zudem erhielt die Kirche der Barockzeit entsprechend ...



... große Fenster und ein Barockportal an der Südseite. 



Hier der Innenraum der Protestantischen Kirche,
die einst dem Hl. Mauritius geweiht war.



Auch außen wurden einige romanische Fenster ...



... wieder aufgedeckt wie dieses kleine Rundfenster.



Der 24 m hohe Turm wurde zwischen 1095 und 1105 
erbaut und ist vollständig erhalten.



Eine der drei Glocken stammt vom Ende des 13. Jhdts.
und zählt damit zu den drei ältesten Glocken der Pfalz.



Vom Plateau, auf dem die Kirche steht, hat man
einen schönen Ausblick auf den Pfälzer Wald.









Donnerstag, 26. Februar 2026

 
 Deutschland, Eußerthal (Rheinland-Pfalz):
Klosterkirche St. Bernhard, 1148 gegründet
 


Das Kloster Eußerthal ist eine ehemalige Zisterzienserabtei ...



... in Eußerthal bei Annweiler am Trifels, von dem heute nur der ...



... vordere Teil erhalten ist und als katholische Kirche dient.



Das Kloster wurde 1148 durch Ritter 
Stephan von Mörlheim gegründet und ...



... von Kloster Villers-Bettnach in Lothringen 
aus mit Zisterziensermönchen besiedelt. 



Aufgabe des Klosters war zunächst v.a. 
die Urbarmachung des Tales. 



1186 wurde das Kloster durch Friedrich I. Barbarossa unter
Reichsschutz gestellt und erhielt in der Folge reiche Schenkungen.



Die Mönche wirkten auch auf Burg Trifels als Burgkaplan.



Nach dem 12./13. Jhdt. nahm die Bedeutung 
des Klosters allerdings stark ab, dafür ...



... entwickelte sich um das Kloster eine Siedlung.



Im 15. Jhdt. wurde das Kloster mehrmals geplündert
und 1552 durch Abt. Martin II. wieder aufgebaut.



1561 schließlich ließ Kurfürst Friedrich III. 
das Kloster infolge der Reformation aufheben.



Hier der Grundriss des ehemaligen Klosters mit den noch 
bestehenden Teilen in rot und grün eingezeichnet.



Hier ging es früher in den Kreuzgang, ...



... an den heute nur noch Spuren in der Mauer erinnern.



Die Klostergebäude und der Kreuzgang der Kirche 
sind heute verschwunden. 



Ebenso der Kapitelsaal, bei dem aber eine Rundbank
aus Stein nachgewiesen werden konnte.



Hier nun die Rückseite des Gebäudes, durch die man ...



... ins Innere der ehemaligen Klosterkirche gelangt.



Hier dominiert der helle Chor, der ...



... durch fünf Fenster beleuchtet wird.



Bereits leicht gotisch zugespitzte Arkaden werden von Pfeilern getragen.



Hier das erste Querhaus, das eher schmucklos ist, und ...



... hier das zweite, in dem die Orgel untergebracht ist.



An den rötlichen Wänden sind Nischen
und vermauerte Rundbögen zu erkennen.



Hier gibt es sogar noch den Gründungsstein 
mit der Jahreszahl 1148.



Vom ehemaligen Langhaus sind nur noch zwei Joche erhalten.



Dementsprechend sind auch nur kurze Stücke der Seitenschiffe erhalten, ...



... die hier links und rechts hinter den rötlichen Arkaden zu sehen sind.



Ein Seitenschiff hat an seinem Ende ein Kruzifix.



An einer Wand hängt diese Heiligenfigur.



Hier nun die Vierung mit ihrem Kreuzrippengewölbe ...



... sowie zum Abschluss noch einmal der helle Chor.



Dieses Modell zeigt, wie das Klosterareal
wohl einmal ausgesehen hat.



Wieder draußen geht es noch einmal um die Kirche, 
die aus rötlichem Sandstein errichtet ist.



Hier der heutige Westabschluss, der sich
früher links als Langhaus fortsetzte.



Hier das nördliche Querhaus mit zwei Fenstern ...



... und einer Rosette im Obergeschoß.



Hier ist auch die ehemalige Sakristei angebaut.