Sonntag, 22. Februar 2026

 
 Deutschland, Mühlheim a.d. Donau (Baden-Württemberg):
Kirche St. Gallus, 10./11. - 2. Hälfte 12. Jhdt.



 Im Nordosten des Ortes, wo der Friedhof ist, ...

 
 

... findet man diese Kirche, die vermutlich an der Stelle ...



... eines Vorgängerbaus aus dem 7./8. Jhdt. errichtet wurde.



Sie wurde um 1175 zur Saalkirche umgebaut, ...



... wobei Mauerwerk aus um 1000 mit einbezogen wurde.



Dieses erkennt man v.a. auf der Südseite, ...



... wo neuere Mauern auf ältere stoßen.



Die Wand mit den hellen und dunkleren Steinschichtungen ...



... stammt vom Gebäude aus dem 10./11. Jhdt.



Hier wechseln einander Mauerschichten aus ...



... weißen Kalkstein- und bräunlichen Tuffquadern ab.



Hier wurden später Rundbogenfenster ...



... und ein Rundbogenportal zugemauert.



An die alte Mauer schließt im Osten 
wieder ein jüngerer, nachträglicher Anbau an.



Während die Westseite der Kirche verputzt und bemalt ist, ...



... ist auf der Nordseite noch altes Mauerwerk zu sehen.



Diesem wurde aber ab der 2. Hälfte des 16. Jhdts. ein ...


 
... Seitenschiff als Grabkapelle der Familie Enzberg vorgestellt.



Die alte Wand aus Kalk- und Tuffstein setzt
sich dahinter teilweise Richtung Osten fort.



Der Ostabschluss wirkt heute lieblos.



Es ragt zwar das ursprüngliche Kirchenschiff mit ...



... seinem gotischen Maßwerkfenster noch
ein wenig heraus, doch das "Seitenschiff" ...



... der Familie Enzberg wirkt vernachlässigt.



Umso mehr sticht die schöne Südwand hervor.



Unweit der St. Gallus-Kirche steht die Veitskapelle, ...



... die das ehemalige Beinhaus war.



Diese wurde aber erst 1458 errichtet.



Aus ihrer Südseite ragt ein kleiner Holzerker hervor ...



... und an ihrer Westseite ein kleiner Anbau.



Die St. Gallus-Kirche hat auf der Westseite einen kleinen Turm, ...



... der auf das Dach aufgesetzt wurde.



Innen ist die Kirche flach mit Holz gedeckt und ...



... besitzt eine Westempore mit bemalten Holztafeln, ...



... die den Tod und das ...



... Jüngste Gericht zum Thema haben.



Rechts kann man sehen, wo die "Enzberg-Kapelle" anschließt, ...



... in der sich einige Grabmale befinden.



Der Chor ist in Form einer Tonne holzgedeckt.



Auch hier befindet sich eine kleine Empore, ...



... auf der dieses Fresko mit Mariä Verkündigung
oben und Jesu Verklärung unten zu sehen ist.



Im Triumphbogen sind die Klugen
und die Törichten Jungfrauen abgebildet.



Dieses Fresko auf der Südseite mit Kreuzigungsszene
 ist das älteste Fresko und stammt aus dem 14. Jhdt.



Die Wandmalereien im Chor wurden weitgehend ... 



... um oder nach der Mitte des 15. Jhdts. ausgeführt.



Diese sind dem Leben Jesu und der Passion gewidmet ...



... und überziehen den gesamten Chorraum.











Donnerstag, 19. Februar 2026

 
 Deutschland, Nusplingen (Baden-Württemberg):
Kirche St. Peter und Paul, um 1000 erbaut



 Diese Kirche wird auch "Alte Friedhofskirche" genannt ...



... und ist den Aposteln Petrus und Paulus geweiht.



 Sie geht auf eine Eigenkirche des Ortsadels von 650 
zurück und wurde um das Jahr 1000 errichtet.



Markant ist ihr Chorturm auf der Ostseite, ...



... der sogar noch romanische Triforien aufweist, ...



... auch wenn diese heute blind sind.



Die Westerweiterung und der dreistöckige Chorturm 
gehen aus das Jahr 1250 zurück.



Letzterer steht auf rechteckigem Grundriss ..



... und bekam um 1500 eine Fachwerk-Etage ...



... und ein Krüppelwalmdach aufgesetzt.



Im untersten Geschoß ist ein blindes gotisches Fenster zu sehen.



Um 1300 wurden der Chor und das Kirchenschiff umgebaut und ...



... Stilelemente der Gotik hielten Einzug wie diese langen Fenster.



Hier nun die schlichte Westseite der Kirche, ...



... durch die man in den Innenraum gelangt.



Das Langhaus ist schlicht und mündet in den Chor.



Aus um 1300 stammen die wertvollen Kalkmalereien, ...



... die innen von 1972 bis 1975 freigelegt wurden. 



Hier gibt es ein "Hagioskop", durch das Menschen,
die sich z.B. wegen Krankheit zurückgezogen hatten,
von außen auf den Altar sehen und einer Messe beiwohnen konnten.



Bemerkenswert sind auch die Decke und die Westempore, ...



... die über und über mit bemalten Holztafeln verkleidet sind.



Die Kassettendecke stammt aus 1711 und wurde 
m Jahr 1868 von einer Katharinenkirche hier eingebaut.



Dass die einst baufällige Kirche heute in neuem Glanz da steht,
hat sie ihrem Förderverein zu verdanken, der bereits über 25 Jahre besteht.



Von 1997 bis 2003 wurde sie gründlich renoviert und ...



... überrascht mit ihrer ungewöhnlichen Architektur.



Ihr Highlight ist zweifelsohne der dreigeschoßige Chorturm, ...



... der in jeder der drei Etagen anders aussieht.



Hier noch das ehemalige Triforium von der Südseite.



Das profanierte Gebäude wurde gesegnet, aber nicht geweiht:
Seither finden hier wieder sakrale und kulturelle Veranstaltungen statt.



Vor ihrer Wiederinstandsetzung sah die Kirche so aus
 und war von einem Friedhof umgeben.



Hier noch die Informationstafel, die an der Kirche angebracht ist.




Sehenswert!