Montag, 12. Oktober 2026

 

Kroatien, Biskupija (Sibenik-Knin):
Reste der Basilika St. Maria, 9. Jhdt.



5 km südöstlich von Knin bzw. südlich des Dinara-Gebirges ...



... findet man in Biskupija zuerst diese Kirche, die ...



... von 1937 bis 1938 als Gedächtniskirche errichtet wurde.



In ihren Ostchor wurde ein alter Stein ...



... mit drei eingravierten Symbolen eingelassen.



Obwohl diese einschiffige Kirche aus dem 20. Jhdt. ...



... an den romanischen Baustil angelehnt ist, ...



... weist sie dennoch moderne Merkmale auf wie ...



... diesen Westriegel mit schrägem Giebel davor, ...



... in dem sich eine Skulptur Christi von einem
zeitgenössischen kroatischen Bildhauer befindet.



Auch innen folgt das neue "St. Maria" der Romanik, ...



... entwickelt diesen Baustil aber modern weiter.



Das eigentliche frühchristliche Kirchenareal ...



... liegt aber westlich davon, wo auch ...



... diese beiden alten Grabsteine liegen.



Ein Hinweisschild zeigt den Grundriss der alten Anlage, ...



... die von einer dreischiffigen Kirche dominiert wurde.



Diese ist in Ost-West-Richtung orientiert und ...



... steht genau in der Verlängerung zur jüngeren Kirche.



Heute sind nur noch die Fundamente und einige ...



... Grabsteine aus dem 9. bis 11. Jhdt. erhalten.



Biskupija ist das kroatische Wort für "Diözese", was ...



... darauf zurückgeht, dass Biskupija von 1040 bis 1522
der Bischofssitz von Knin war.



Insgesamt fünf frühchristliche Kirchen wurden 
im Umkreis gefunden, ...



... von den St. Maria die größte gewesen ist.



Am letzten Sonntag im September pilgern viele Menschen hierher, ...



... um der Heiligen Jungfrau und Mutter Maria zu huldigen.



Während des Unabhängigkeitskrieges in des 1990er Jahren ...



... wurde die jüngere Kirche zerstört, aber danach wieder aufgebaut.











Freitag, 9. Oktober 2026



Kroatien, Pridraga (Zadar):
Friedhofskirche St. Martin, 5. oder 6. Jhdt. 



Vor der Kulisse des karstigen Velebit-Gebirges ...



... befindet sich der Friedhof des Ortes Pridraga, ...



... wo diese Kirche mitten zwischen Feldern steht.



Sie empfängt einen mit ihren drei Apsiden, die ...



... im Osten in Kleeblattform aus dem Kirchenschiff ragen.



Diese Kirche ist bereits mehr als 1.500 Jahre alt ...



... und trotzdem angeblich fast original erhalten.



Sie besteht aus einem länglichen Kirchenschiff und ...



... diesen drei gleich großen Apsiden auf der Ostseite.



Diese sind alle fensterlos und mit ...



... großen Blendarkaden gestaltet.



Sie stehen jeweils im 90° Winkel zueinander ...



... und stellen so mit dem Kirchenschiff ein Kreuz dar.



Ungewöhnlich ist, dass die beiden seitlichen Apsiden ...



... weit aus dem Gebäude ragen - sie sind mehr als halbrund.



Auf der Südseite der Kirche ist außerdem ein ...



... sechseckiger Brunnen erhalten, der als Taufbecken genutzt wurde.



In seiner Mitte befindet sich ein kleineres Sechseck, ...



... das heute mit Sand und Schotter zugeschüttet ist.



Auf seiner der Kirche zugewandten Seite ...



... hat das ehemalige Taufbecken einen Zugang.



Die Südseite des Kirchenschiffs hat zwei Biforien ...



... und dazwischen ziemlich dicke Lisenen, die ...



... gerade und schmucklos bis unters Dach reichen.



Die Fenster haben einen Mittelpfeiler, ...



... auf dem die beiden Rundbogen ruhen.



Hier nun die Westseite von St. Martin, wo ...



... ein doppelter Glockengiebel zwei Glocken trägt.



Über dem schlichten Eingang befindet sich ...



... ein weiteres Biforium, das wie die anderen gestaltet ist.



Auch auf der West- und Nordseite hat ...



... das Langhaus breite Lisenen, die z.T. schon grau sind.



Dazwischen sind auf der Nordseite ...



... ebenfalls zwei Zwillingsfenster eingebettet.



Erstaunlich ist, dass diese sehr weit oben eingebaut sind.



Hier nun die Nordostapsis, die weit aus dem Langhaus ragt.



Sie hat noch alte, dunklere Dachschindel im ...



... Gegensatz zum Kirchenschiff, das frisch eingedeckt wirkt.



Der Friedhof, der die Kirche umgibt, ist sehr groß ...



... und wohl auch schon viele Jahrhunderte alt.



Alte Bäume und Zypressen stehen hier und ...



... stellen einen zusätzlichen Schmuck dar.



Das berühmt-berüchtigte Velebit-Gebirge ist in Sichtweite.



Die Bewohner von Pridraga und Novigrad haben das große
1.500-Jahr-Jubiläum ihrer Friedhofskirche gebührend gefeiert.