Samstag, 13. Oktober 2012



Österreich, St. Egyden - Saubersdorf (Niederösterreich):
Kapelle St. Veit im Schloss Saubersdorf (Privatbesitz), 12. Jdht.

Diesen Geheimtipp bekam ich vom Pfarrer in St. Egyden,
dem diese Kapelle offiziell seit 1956 "gehört".



Die Kapelle verbirgt sich hinter diesen Schlossmauern:
Sie befindet sich im Innenhof.

Wenn man nett um den Schlüssel bittet, darf man hinein.



Außen lässt sich der romanische Ursprung kaum mehr erahnen:
Zu gut sind diese Mauern verputzt.



Dieses Portal und dieses Fenster in der Südwand sprechen für sich:
Der romanische Ursprung ist nicht zu verleugnen.

Im Gegenteil:

Das Kreuz auf dem Hügel ist eigentlich ein Zeichen des Templer-Ordens,
der zur selben Zeit, als das Schloss um 1146 erstmals erwähnt wurde, aktiv war.
Offiziell ist aber nichts über eine Templer-Vergangenheit zu finden.



Durch diese Tür betritt man den romanischen Saalbau, ...



... um in diesem ebenso einfachen wie schönen 
romanischen Rechteckchor zu "landen".

Oben das Foto ohne Blitz, ...



... hier das Foto mit Blitz, 
um auch die Größe der Apsis erkennen zu können.





Bemerkenswert ist der wuchtige Triumphbogen,
der den Rechteckchor mit der Apsis verbindet.



Hier die Apsis mit Blitzlicht ausgeleuchtet:
Leider sind keine alten Fresken mehr erhalten.



Der Blick vom Triumphbogen in den Rechteckchor.



Friese an beiden Seiten des Triumphbogens.



Ein romanisches Fenster ist noch erhalten.



Der Blick zurück zur Westwand.


Wirklich sehenswert,
allerdings nicht öffentlich zugänglich.







Freitag, 12. Oktober 2012



Österreich, St. Egyden am Steinfeld (Niederösterreich):
Pfarrkirche St. Ägidius, um 1230.



Bereits an der östlichen Wand lassen sich 
deutliche romanische Spuren entdecken:

Hier der große Christophorus ...



... sowie ein Drache mit einem Menschenkopf zu Füßen 
und ein Löwe - damals oft gebräuchliche Symbole.







In der Südwand des Langhauses sind noch Reste 
der romanischen Fenster zu finden.



In der nördlichen Wand des Langhauses ...



... wurde ein romanisches Portal zugemauert.



Der gotische Ostturm wurde erst im 14. Jdht. aufgesetzt.





Auch die Westseite weist noch romanische Spuren auf:

Man beachte vor allem das zugemauerte Rundbogen-Fenster,
das offensichtlich der barocken Rosette weichen musste.



Im Kircheninneren ist die Romanik am ehesten
an den wuchtigen, viereckigen Säulen erkennbar.



Die Pfarrkirche wurde nach den Türkeneinfällen
1714 vom Saalbau zur 3-schiffigen Emporenhalle umgestaltet.



Diese wehrhafte Mauer wurde bestimmt vor den Türkeneinfällen errichtet 
und schützte u.a. auch einen Friedhof.








Österreich, Hohe Wand (Niederösterreich):
Pfarrkirche Hl. Johannes der Täufer in Maiersdorf,
1166 gegründet



Die weithin sichtbare Wehrkirche steht auf einer vorgelagerten 
Felsterrasse vor dem Bergrücken Hohe Wand.



Hier der Zugang zur Kirche, die samt ihrem Friedhof ...



... nach wie vor von einer hohen Wehrmauer umgeben ist.



Die Kirche wird auf ihrer Ostseite von ...



... einem massiven Chorturm dominiert.



Auf der Westseite wurde 1964 ein
moderner Anbau vorgenommen.



Das hohe zweigeschossige Langhaus ...



... zeigt unten romanisches Mauerwerk ...




... mit Quaderschichten und eine Fundamentstufe mit Steinlagen. 



Die Fassade hat hoch liegende romanische Rundbogenfenster, ...



... ein barockes Fenster im unteren Bereich (s. links) ...



... sowie ein Spitzbogenfenster aus dem 14. Jhdt. 



Das Obergeschoss ist ein gotischer Wehraufbau 
mit Fischgrätkompartimenten aus dem 14. Jhdt. 



Unter der Traufe sind schlitzartige Schießschartenfenster. 




Der mächtige zweigeschossige romanische ...



... Chorturm hat südseitig einen Hocheinstieg ...



... und trägt ein kleines dachreiterartiges Glockentürmchen.



Er hat auf seiner Südseite ein
romanisches Rundbogenfenster ...



... ebenso wie aus seiner Ostseite, ...



... das durch Verputz extra betont wird.



Auf der Nordostseite wurde 1964 die Sakristei angebaut.



Das Mauerwerk des Turms ragt
hoch über den kleinen Anbau empor.



Die Nordmauer ist fensterlos,
auch im Obergeschoß des 14. Jhdts.



Im Zuge der Erweiterung von 1964 wurde leider eine ...



... bemerkenswerte hölzerne Seitenempore, vermutlich
der Rest eines ehemaligen Wehrganges, entfernt.



Innen wurde um 1680 anstelle der Holzdecke 
ein zweijochiges Kreuztonnengewölbe eingezogen.



Hier fällt v.a. der gedrungene ...



... romanische Triumphbogen zum Chorraum auf.



Dieses spätromanische Fresko des leidenden Christus
wurde erst 1997 bei der Renovierung entdeckt.



An diesem Fenster ist das dicke Mauerwerk
des Kirchenschiffs gut zu erkennen.



Die Glasmosaiken in den Fenstern ...



... sind modern gestaltet und stammen aus dem 20. Jhdt.



Hier der westliche Anbau aus 1964 von innen gesehen.



Hier kann man um die Weihnachtszeit eine Krippe 
mit fließendem Bächlein bewundern.



Die ehemalige Wehrkirche steht 
heute unter Denkmalschutz.



Absolut sehenswert!