Montag, 19. Januar 2015




Österreich, Spital bei Weitra (Niederösterreich):
Pfarrkirche St. Johannes der Täufer, um 13. Jhdt.

Der Ort liegt etwa 4 km südöstlich von Weitra
und ist angeblich einer der ältesten Orte des Waldviertels.



Diese romanische Ostturmkirche ...



... wurde um einen spätgotischen Chor erweitert.



Das Langhaus ist seit seiner Renovierung wieder steinsichtig ...



... und zeigt u.a. ein vermauertes romanisches 
sowie dieses gotische Spitzbogenfenster.



Hier der Blick auf Langhaus, Turm ...



... sowie Chor aus dem Süd- bzw. Nordosten.



Im Kircheninneren erblickt man ...



... zuerst das gotische Langhaus.



Im Turmjoch jedoch befinden sich ...



... diese bemerkenswert qualitätvollen Fresken, ...



... die aus um 1360 stammen.



Auch die Wände des Turmjochs ...



... sind mit gut erhaltenen Fresken bemalt.



Hier zwei Bischofsdarstellungen aus dem 14. Jhdt. ...



... sowie diese zwei Frauendarstellungen, ...



... die ebenfalls erst im Zuge der Renovierung im Jahr 1983 freigelegt wurden.







Donnerstag, 8. Januar 2015



Österreich, Willersdorf (Burgenland):
Filialkirche Hl. Katharina, 13. Jhdt.



Diese romanische Kleinkirche steht 
etwas außerhalb des Ortskerns von Willersdorf.



Sie wurde bereits am 3. April 1964 zum UNESCO-Kulturdenkmal erklärt.



Das Kirchenschiff weist noch sein originales Kreuzgewölbe auf ...



... sowie dieses spätromanische Schlitzfenster an der Ostseite.



An der Nordseite wurde mindestens ein Fenster vermauert, ...



... wie hier deutlich zu sehen ist.



An der Südseite der Kirche wurden die drei Fenster gotisch verändert.



Zwei davon erhielten 1965 neue Glasfenster, 
die von Prof. Josef Mikl nach den Themen 
"Kirche" und "Flamme" gestaltet wurden.







Mittwoch, 7. Januar 2015



Österreich, Goberling (Burgenland):
Evangelische Filialkirche St. Elisabeth, 1. Hälfte 13. Jhdt.



Diese kleine Kirche gehört zu einer Reihe burgenländischer Sakralbauten,
deren Entstehungszeit bereits auf das 9. Jhdt. zurückgehen.



Damals befand sich das Burgenland unter der Herrschaft der Awaren
und wurde durch das Erzbistum Salzburg 
einer intensiven Missionierung unterzogen.



Archäologisch nachgewiesene Kirchenbauten des 9. Jhdts. waren in
Bruckneudorf, Rust (Fischerkirche), Hannersdorf und in St. Martin in der Wart.



Noch heute bestehen jene von Goberling und Zahling.



Hier ein Blick auf ein wieder aufgedecktes Rundbogenportal
in der Südwand, das wohl noch aus romanischen Zeiten stammt.



1957 wurde die Kirche renoviert.



Dabei wurden wahrscheinlich auch die Fenster in der Nordwand verschlossen.



Dafür sind an der Südseite noch diese beiden romanischen Fenster erhalten.



Vorbildlich erhalten ...



... ist noch die Ostapsis mit ihren drei kleinen Fenstern.



Das auffälligste Merkmal dieser Kirchen ...



... sind die außergewöhnlichen Proportionen des Saalraumes.



Der Fußboden ist bewusst einfach gehalten.



Äußerst interessant sind diese frühgotischen Fresken ...



... aus dem 14. Jhdt. in der Apsis.



Kaum übertreffbar in ihrer Schlichtheit ist diese Darstellung
von Christus in der Mandorla mit den vier Evangelisten um ihn herum.



Unten an den Seitenwänden befinden sich Heiligenbilder, ...



... deren genaue Inhalte ...



... wahrscheinlich nur noch schwer interpretiert werden können.



Ungewöhnlich sind auch diese einfachen symbolischen Sterne, ...



... die den Innenraum der Apsis verzieren.



Hier noch ein verschlossenes Rundbogenfenster
an der Innenseite der Südwand des Kirchenschiffes.





Einfach, aber durchaus sehenswert!








Sonntag, 28. Dezember 2014



Italien, Cividale di Friuli (Friaul-Julisch Venetien):
Oratorium Sta. Maria in Vallle ("Tempietto Langobardo"), 
spätes 8. Jhdt.



Direkt am Uferhang des Flusses Natisone
und anfangs ein wenig schwer zu finden ...



... liegt der Zugang zu diesem ehemaligen Kloster, ...



... dessen Gebäude und Innenhof heute für kulturelle Zwecke genutzt werden.



Bereits um 830 gab es an dieser Stelle ein Kloster für Benediktinerinnen, 
was nahelegt, dass dieser so genannte "Langobardentempel" 
bereits den Nonnen als Kapelle gedient hat.



Doch eigentlich ist die die genaue Entstehungszeit dieser Kapelle nicht bekannt.



Man vermutet, dass diese in der 2. Hälfte des 8. Jhdts. entstanden ist, 
als die von der byzantinischen Kunst geprägte langobardische
auf die höfische Kultur der Karolinger traf.



Erwiesen ist, dass die Nonnen dieses Oratorium noch 1242 nutzten.



Das wertvolle Chorgestühl stammt aber aus späteren Zeiten.



Ungewöhnlich sind diese sechs Stuckfiguren im oberen Bereich der Kapelle, 
von denen man vermutet, dass sie Engel darstellen, ...





... sowie die reichhaltigen Stuckarbeiten darunter.



In der kleinen Vorhalle ist Christus auf dem Tonnengewölbe dargestellt.

(Die letzten Aufnahmen sind wegen des Fotografierverbots
aus einer Broschüre über den "Langobardentempel" entnommen).





Sehr interessant und außergewöhnlich!