Donnerstag, 18. Juli 2013



Frankreich, Ottrott (Bas Rhin, Elsass):
Kloster Mont Ste. Odile, 12. Jdht.





Mont Ste. Odile - oder auf  Deutsch der "Odilienberg" - 
erhebt sich am Ostrand der Vogesen auf über 760 m 
und wird von einer Klosteranlage gekrönt.



Wuchtig erheben sich die Felsen über der Rheinebene.



Sobald man einen Parkplatz gefunden und den Hügel erklommen hat,
erblickt man auf der linken Seite das Hotel.



Gegenüber gibt es eine kleine Parkanlage, ...



... von der aus man eine großartige Aussicht hat.



Dann geht es vorbei am Kloster zum herrlichen Aussichtspunkt,
von wo man diesen typischen Anblick von Mont Ste. Odile genießen kann.



Hinter dem Kloster befinden sich zwei romanische Kapellen:
Hier Links die Engelskapelle und rechts die Tränenkapelle.



Die "Chapelle des Larmes" 
weist ein einfaches romanisches Portal auf.



An der Ostseite ist noch ein kleines romanisches Fenster zu sehen.
Die anderen Fenster wurden sicherlich später vergrößert.





In ihrem Inneren ...



... beeindrucken ....





... diese byzantinisch anmutenden Mosaike.





Auch die "Chapelle des Anges" ...



... steht ihrer Nachbarin an Schönheit kaum nach.



Neben diesem vermauerten romanischen Fenster außen ...



... sind an ihrer inneren Ostseite 
diese drei mittelalterlichen Fenster zu finden ...





... sowie diese Mosaike von Engeln ...



... einem Heiligen und Hirten in ihrem Inneren. 



Auch von hier kann man ...



... herrlich über die Rheinebene sehen.





Hier die wuchtigen Stützmauern der Klosterkirche, ...



... die heute von Schwestern vom Hl. Kreuz genutzt wird.



Leider ist von ihrem romanischen Ursprung 
nicht mehr viel zu sehen.



Das Kloster selbst wurde bereits im 7. Jhdt. von Odilia,
der Tochter des fränkischen Herzogs Eticho, gegründet.



Prämonstratensermönche führten das später verwaiste Kloster fort
und bauten es zu einem Wallfahrtsort auf.



Nach der französischen Revolution wurde das Kloster
1853 vom Bischof von Straßburg zurückgekauft
und Franziskanerinnen übergeben.

Heute werden das Haus und der dazugehörige Hotelbetrieb
von den Schwestern vom Hl. Kreuz geführt.



Hier der Zugang zu den ältesten Teilen der Klosteranlage:





Die Kreuzkapelle ...





... mit ihrer stämmigen Mittelsäule, 
die das schwere Kreuzgratgewölbe trägt,
stammt noch aus um 1160.



Nebenan befindet sich eine gotische Kapelle
mit dem Grab der Hl. Odilia.



Hier die Klostergänge, ...



... die zum Teil geschmückt sind.



Diese beiden Blumentröge sind wohl nur "auf alt" gestaltet.



Nahe dem Ausgang befindet sich ein großes SB-Restaurant, ...



... vor dem sich eine Stele aus dem 12. Jdht. befindet,
die die Gründungsgeschichte des Klosters erzählt:

Herzog Aldarich vom Elsass überreicht
seiner Tochter Odilia das Gründungsbuch.



Auf der anderen Seite sind die beiden Äbtissinnen
Herrade und Relindis dargestellt,
die von der Hl. Jungfrau und dem Jesus-Kind beschützt werden.


Sehenswert!

Schon allein wegen der herrlichen Lage am Berg!









Montag, 8. Juli 2013



Frankreich, Andlau (Bas Rhin, Elsass):
Pfarrkirche Sts. Pierre et Paul, 
Krypta um 925, Westfassade um 1130.



Diese Kirche ist die ehemalige Abteikirche Ste. Richarde 
einer Benediktinerinnenabtei, die 880 gegründet worden war.

Eine Bärin zeigte Kaiserin Richardis durch ihr Kratzen im Boden,
 wo sie die Abtei gründen sollte.



Das Kirchenschiff selbst wurde im späten 17. Jdht. neu gebaut.

Die Abtei wurde leider - wie so viele andere auch - 
während der Französischen Revolution aufgelöst.



An der Nordostecke sind diese alte Säule
sowie dieses romanische Rundbogenfenster zu finden.



Die romanische Entstehungszeit von St. Richarde ...



... ist außen am ehesten am Westwerk aus um 1130 zu erkennen.





Hier tummeln sich allerlei interessante Darstellungen an den Friesen.



Besonders auffallend sind die äußerst plastischen Eckskulpturen.



Am Südostende - unweit der Krypta - 
sind diese romanischen Rundbogenfenster zu finden.



Die Kirche betritt man durch dieses mächtige romanische Westportal,
das unter einer Vorhalle gut geschützt ist.



Im Kircheninneren ist an den Rundbögen ...



... und an der Westempore 
der romanische Ursprung gut zu erkennen.



Die Emporen über beiden Seitenschiffen
sind Zeugen einer bedeutenden Abtei.



Aus um 1350 stammt dieser Richardis-Schrein,
der sich heute in einer barocken Seitenkapelle 
aus dem Jahr 1707 befindet.



Schön ist, dass man noch diesen romanisch anmutenden
Kerzenleuchter in der Vierung aufgehängt hat.



Hier ein erster Blick in die Krypta,
die direkt unter dem Chor liegt.



Sie ist heute der älteste Teil der Kirche
und entstand in der 1. Hälfte des 10. Jdhts.





Eine alte Bärenskulptur ist noch erhalten:
Das Kratzloch davor ist sicherlich erst später entstanden.



Ein Blick zurück Richtung Zugang zur Krypta.



Auf beiden Seiten sind noch alte Rundbogenfenster erhalten.
In den Nischen sind Reliquien aufbewahrt.