Donnerstag, 28. August 2025

 
 Deutschland, Rheinmünster (Baden-Württemberg):
Münsterkirche St. Peter und Paul in Schwarzach,
um 1140 bis 1190 erbaut
 
 
 

In der fruchtbaren Rheinebene nur wenige Kilometer vom ...



... Rhein entfernt gründete wohl Pirmin im 9. Jhdt. dieses Kloster.



Es wurde 826 erstmals erwähnt und auf den Grundmauern
von drei Vorgängerbauten wurde ab 1140 ...



... mit dem Bau dieser dreischiffigen Basilika begonnen.



Vor ihr steht heute dieser Brunnen, der wohl ...



... aus einer romanischen Taufschale hervorgegangen ist.



Die Westfassade ist aus rötlichem Sandstein errichtet 
und weist reichen romanischen Bauschmuck auf wie ...



... drei Blendarkaden, ein großes Rundbogenportal
und darüber zwei Biforien.



Der nördlichen Arkade ist die Blendsäule
leider abhanden gekommen.



Das nördliche Querhaus dahinter ist aus Ziegeln erbaut.



Das Mittelschiff ist erstaunlich hoch und ...



... sein Giebel mit einem Rundbogenfries ausgestattet.



Die Kapitelle der beiden verbliebenen Blendsäulen
haben filigrane Muster.



Das mehrstufige Westportal zeigt in seinem ...



... Bogenfeld Christus mit den Heiligen Peter und Paul,
denen diese Kirche geweiht ist, wobei ...



... es einen großen Riss neben Christus aufweist.



Die Bronzetüren sind jüngeren Datums und ...



... haben einen Löwen als linken Türknauf sowie ...



... einen Stier als rechten, die Symbole für die beiden
Evangelisten Markus und Lukas.



Auf der Innenseite der Bronzetüre sind die beiden ...



... weiteren Symbole, nämlich der Adler für Johannes
und der Engel/Mensch für Matthäus zu finden.



Innen überwältigt der großartige Raumeindruck
dieser alten, wenn auch überarbeiteten Basilika.



Sie ist erstaunlich hell, obwohl ihr hohes Mittelschiff ziemlich schmal wirkt.



Die wuchtigen Rundbogenarkaden ruhen auf mächtigen Säulen, ...



... deren Kapitelle gestaltet und bunt bemalt sind.



Ob diese Ornamente dem ursprünglichen Original 
nahekommen, sei dahingestellt.



Die hohe Vierung ist mit Eisenstäben abgestützt ...



... und daran schließt die Mittelapsis mit 
zwei Reihen an Rundbogenfenstern an.



Hier das südliche Querschiff, von dem 
zwei kleine Seitenapsiden abgehen.



Die erste davon liegt tiefer und verläuft längs dem Chor, ...



... hat ein Rundbogenfenster mit modernem Glasmosaik ...



... und an ihrer Wand befindet sich ein altes Chorgestühl.



Die zweite ist nur als halbrunde Apsis
ohne längeren Gang ausgeformt.



Hier die kahle Westseite des Querhauses,
von dem das kleine, südliche Seitenschiff abgeht.



Im nördlichen Querhaus fand im Zuge
der Reromanisierung der Münsterkirche
der barocke Hauptaltar seinen neuen Platz.



Daneben geht wieder eine kleine Seitenapsis ab ...



... und neben ihr gibt es auch hier eine Fortsetzung
des Seitenschiffs mit Chorgestühl und Apsis, in ...



... dessen Fenster man dieses Mosaik bewundern kann.



An den Wänden des Querhauses sind noch Spuren ...



... mittelalterlicher Fresken zu erkennen, die wohl 
eine Reihe von Mönchen in Kutten darstellen.



Der Chor ist mit einem Kreuzgratgewölbe gedeckt und ...
(Foto leider unscharf)



... seine Seitenwände bestehen wie die Seitenschiffe
aus Arkaden und Fenstern im Obergaden.



In der großen Mittelapsis stehen nach wie vor ...



... ein barockes Chorgestühl und ein barocker Ambo.



Alle Kirchenschiffe und die Vierung sind ...



... schlicht mit Holz gedeckt, wie es ...



... während der Romanik üblich war.



Im Mittelschiff fällt außerdem die Farbgebung der ...



... rötlichen Arkaden und des in Weiß gehaltenen Obergadens auf.



Auf der Westempore wurde die Barockorgel erneuert.



Hier die beiden im Vergleich zum Mittelschiff deutlich niedrigeren Seitenschiffe, ...



... in denen zahlreiche Exponate zu sehen sind
wie dieser hölzerne Corpus Christi ...



... oder diese alte Glocke samt Gestell.



Weiter oben kann man weitere, äußerst bunte ...



... Kapitelle in neoromanischer Gestaltung bewundern.



Auch die Säulenbasen sind phantasievoll geschmückt ...



... mit Schnörkeln, die ebenfalls farbig bemalt sind.



Nach einem letzten Blick ins großartige Kircheninnere ...



... geht es entlang der Südseite weiter ...



... an diesem kleineren Rundbogenportal vorbei.



Der Rest der Kirche ist aus Ziegeln erbaut und ...



... wurde in den 1960er Jahren nochmals renoviert.



Hier ist auch ein Plan des ehemaliges Konventsgebäudes angebracht,
das von 1724 bis 1732 nach mehrmaligen Kriegsbeschädigungen
unglaublich groß und pompös in barockem Stil erbaut wurde.



1802 beendete die Säkularisation die Existenz des Klosters,
in der Folge blieben außer der Kirche nur noch einige
Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäude erhalten.



So steht die ehemalige Münsterkirche ...



... heute komplett ohne Nebengebäude da, was 
wahrscheinlich sonst nie der Fall war.



Dafür ist sie von einem großen Klostergarten umgeben.



Am Querhaus, das zum Großteil aus Ziegel errichtet ist, ...



... sind unten und an der Kante noch Quadersteine zu sehen.



Hier kann man auch den später entstandenen Vierungsturm erkennen, ...



... der sich über quadratischem Grundriss zwischen
den Kirchenschiffen erhebt, innen aber nicht zu sehen ist.



Die kleinen Apsiden an den Quer- und Seitenschiffen ...



... sind nur halb so groß wie die hohe Mittelapsis,
die die Verlängerung von Mittelschiff und Chor bildet.



Die Apsiden bestehen wiederum aus Sandstein ...



... und haben einen dünkleren Sockel.



An der zweiten Seitenapsis sind auch ...



... größere Quadersteine zu beobachten.



Das untere Stockwerk der Mittelapsis ...



... besteht aus Stein, das obere aus Ziegeln.



Auch sie steht auf einem Sockel aus Quadersteinen, ...



... hat aber als einzige unter dem Dach ein Rundbogenfries.



Die nördliche Seitenapsis ist ebenso schlicht ...



... wie die südliche und hat nur ...



... ein kleines Rundbogenfenster.



Die Apsis am nördlichen Querhaus ...



... wurde erst unlängst erneuert.



Hier steht noch ein Baugerüst am Chor, hinter dem ...



... sich ein weiteres romanisches Portal verbirgt.



Ein weiteres Rundbogenportal in der Basis 
des nördlichen Querhauses ist heute zugemauert.



Obwohl die Münsterkirche heute etwas "zusammengeflickt" wirkt, 
ist sie ein bedeutendes Zeugnis der Romanik am Rhein.





Unbedingt ansehen!








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