Mittwoch, 17. April 2013



Österreich, Köflach (Steiermark):
Kirche St. Andrä im Ortsteil Piber, 1. Viertel 13. Jdht.



Wenn man von Köflach kommt,
sieht man Kirche wie Schloss schon vom Kreuzberg aus.



Sobald man vom Parkplatz in Richtung Schloss steigt,
lugt die Kirche hinter den Bäumen hervor.





Das Schloss - ein ehemaliges Benediktinerkloster - liegt vor der Kirche.
Bereits 1787 zogen vis-à-vis die berühmten Lippizaner in den Gutshof ein.



Hier die heurigen Fohlen mit Ihren Mutterstuten.



1103 wurde Piber dem nahen Stift St. Lambrecht geschenkt.

Die erste Kirche - wahrscheinlich auch schon aus Stein - 
dürfte hier bereits im 11. Jdht. gestanden sein.



Das Patrozinium des Hl. Andreas war früher oft 
in ehemals bayrischen Siedlungsgebieten anzutreffen.



Der einstige Pfarrhof wurde 1490 zur Wehranlage umgebaut,
und der Turm verstärkt - wie hier gut zu sehen ist.





Wunderschön ist die gut erhaltene Ostapsis,
deren drei original romanische Fenster zwar vermauert sind,
aber ebenso wie das Rundbogenfries wieder sichtbar gemacht wurden.



Auch das Westportal weist die klassischen romanischen Elemente auf.



An der Südseite sind dieses Portal ...





... sowie dieses romanische Rundbogenfenster erhalten.



Die gesamte Ostseite ist mit alten Grabsteinen verziert. 






Auch hier sind noch ein Rundbogenfenster
sowie einige römische Spolien zu entdecken.





Im Kircheninneren weisen diese beiden Triumphbögen
im Ostturm eindeutig auf ihre Entstehung in der Romanik hin.



Auch die Westempore mit ihren massiven Rundbögen 
ist typisch für diese Epoche.



Südlich vom Westportal befinden sich in der Kirche weitere Spolien
- offensichtlich Reste von römischen Grabsteinen.


Sehenswert!

Auch wegen der edlen Pferde, 
die unweit neben der Kirche zu bewundern sind.





Sonntag, 7. April 2013



Österreich, Schollach (Niederösterreich):
Romanische Kapelle in der Schallaburg, 1. Hälfte 12. Jhdt.

Hoch über dem Donautal südöstlich von Melk
befindet sich diese sehenswerte Burg. 



Die Anfänge der Schallaburg reichen bis ins 9. Jdht. zurück,
als das bayrische Adelsgeschlecht der Sieghardinger
hier einen Verwaltungsmittelpunkt errichtete. 





Hier der Zugang zur Burg, 
deren Name "Schalla" von einem Bach abgeleitet ist.



Durch dieses Tor betritt man den imposanten Innenhof.





Während dieser in der Renaissance ...



... mit zahlreichen Terracotta-Figuren gestaltet wurde, ...



... sind hier noch Reste des ehemaligen Palas aus um 1100 erhalten.



Ursprünglich soll die Burg des Grafen Sieghard IX. so ausgesehen haben:
Eine Ringmauer, ein Wehrturm, ein Palas und die kleine Kapelle.





Hier der Zugang zur Kapelle.



Bevor man einen Blick ins Untergeschoss werfen kann,
kommt man in diesen Vorraum, ...



... in dem noch romanische Säulen erhalten sind.



Hier die linke Seite des Vorraums:



Auch hier sind die alten Säulen gut erkennbar.





Hier der Blick in die romanische Kapelle.

Leider wurde sie im 18. Jdht. als Lagerraum benutzt,
die romanischen Säulen wurden entfernt und der Boden abgesenkt.



Rechts neben der heutigen Kapelle (s. schwarze Bausubstanz)
soll sich früher ein Rotunde (gelb) befunden haben.



Hier die Rekonstruktion der Rotunde
(bitte die schlechte Bildqualität entschuldigen), ...





... deren Reste aus um 1100 hier gefunden wurden.





Das "feste Haus", der Palas, stammt ebenfalls aus dieser Zeit.



Hier ein wunderschönes Detail - eine Fensternische,
die leider später zugemauert wurde.



So sah die Burg im 17. Jdht. aus.



Dieser für die Schallaburg charakteristische Turm kam erst später hinzu.



Und so geht es wieder hinaus aus der Burganlage ...



In der Burg gibt es immer wieder interessante Ausstellungen:
Also hingehen und ansehen!