Freitag, 25. Dezember 2015


Frankreich, Taizé (Saône-et-Loire):
Pfarrkirche Sainte-Marie-Madeleine, 1. Viertel 12. Jhdt.



Obwohl Taizé eigentlich für sein ökumenisches (Jugend-) Zentrum bekannt ist,
das von Frère Roger im Jahr 1949 gegründet wurde,
ist auch hier eine wunderbare, kleine romanische Kirche zu finden.



Diese ist bereits seit 1913 "Monument Historique".

Erstmals wurde sie 1156 in den Annalen von Cluny erwähnt
und seit damals in ihrem Erscheinungsbild kaum mehr verändert.



 Ein verhältnismäßig kleiner Kirchturm
thront über dem rechteckigen Chor.


 

Süd- wie Nordseite weisen nur zwei kleine Rundbogenfenster auf,
an der Südseite wurde allerdings später weiter unten noch ein drittes geöffnet.


Frère Roger starb 2005
und ist im kleinen Friedhof dieser Kirche begraben.



Hier das Westportal der Kirche, das später überdacht wurde.



Der Innenraum der Kirche ist schlicht und abgedunkelt,
um Katholiken wie Protestanten das Gebet darin zu ermöglichen.



Nur wenige Fenster erhellen den Kirchenraum.



Die meisten davon sind romanisch, ...


... da fällt dieses moderne Mosaik,
das wohl den Hl. Franziskus zeigt, natürlich auf.



Die Apsis besticht innen durch ihre zarten Lanzettfenster, ...



... auch der rechteckige Chor hat zwei davon.



An der nahen Friedhofsmauer befindet sich dieses moderne Relief,
das die Verehrung des kleinen Jesus 
durch die Hirten und die Hl. Drei Könige zeigt.









Mittwoch, 23. Dezember 2015


Frankreich, Blanot (Saône-et-Loire):
Kirche Saint-Martin, 11. und 12. Jhdt. 



Gleich neben dem Schloss, ...


 
 
... das heute in Privatbesitz ist, ...



... befindet sich eine der bemerkenswertesten romanischen Kirchen,
die das Burgund vorweisen kann:



Die ehemalige Prioratskirche Saint-Martin, 
die komplett mit Schieferschindeln eingedeckt ist.



Die halbrunde Ostapsis weist unter der Traufe ein Zahnfries auf,
der einzigartige Turm auf jeder Seite blinde Biforien,
die jeweils von lombardische Rundbogenfriesen umgeben sind.

Das überbordende Dach stammt allerdings erst aus dem 18. Jhdt.



Das Langhaus wurde leider überaus nüchtern renoviert, ...



... das Westportal gar geschlossen.


Die Nordseite wurde sicherlich nachträglich ihrer Fenster "beraubt".



Dafür ist die gesamte Ostseite so gut wie original erhalten.



Auch das Innere dieser Kirche entzückt ...



 ... durch seinen einfachen Stil ...



... sowie seinen hölzernen Dachstuhl.



Hier der Chor unter dem Kirchturm ...



... und die einfach ausgemalte Apsis von innen.



Der Chorraum weist diese wahrscheinlich nachträglich gotisierten Fenster auf.



Hier war es geradezu ein Muss, 
ein buntes Kerzlein als Dankeschön für diese
wunderbare Reise durch das Burgund anzuzünden.





Sehenswert!









Dienstag, 22. Dezember 2015


Frankreich, Donzy-le-Pertuis (Saône-et-Loire):
Kirche Saint-Julien, 1. Hälfte 11. Jhdt. 



Der hohe Kirchturm von Saint-Julien ragt über den Ort hinaus.



Nur dieser und die Ostapsis scheinen noch
weitestgehend den ursprünglichen romanischen Zustand aufzuweisen.


 

Das Kirchenschiff selbst wurde in späteren Zeiten stark erneuert,
die Westfassade ist schmucklos.



Interessant ist, dass die Ostapsis relativ klein geraten ist.



Das Kircheninnere ist leider nicht im besten Zustand.



An der kleinen Ostapsis bröckelt leider nicht nur die Farbe ab ...










Montag, 21. Dezember 2015


Frankreich, Igé (Saône-et-Loire):
Kapelle Sainte-Bénédicte in Domange, 
ab ca. 950 erbaut.



Auf einem Hügel inmitten von Weingärten liegt diese hübsche Kapelle,
die bereits 953 zum ersten Mal erwähnt wurde.



Ihr Schiff und ihr Chor wurden bereits im 10.,
die Apsis im frühen 11. Jhdt. errichtet.



Die Kapelle folgt einem einfachen Bauplan ...



... mit einem Langhaus, einem rechteckigen Chor,
auf den der Turm aufgebaut ist, und einer Ostapsis.

Die eckige Kapelle im Südosten wurde später hinzugefügt.



Im Turm, der frühromanische "lombardische" Blendarkaden aufweist,
 ist auch die Glocke "Bénédicte" untergebracht.



Ob diese Kapelle noch in sakraler Verwendung ist, ist unklar.


Tatsache ist, dass sie für Ausstellungszwecke genutzt wird, 
wie diese Fotos beweisen.









Sonntag, 20. Dezember 2015


Frankreich, Saint-Point (Saône-et-Loire):
Kirche Saint-Donat, 2. Hälfte 11. Jhdt.



Auf einem Hügel über dem Ort und über dem Schloss Lamartine ...



... liegt diese Kirche inmitten ihres kaum mehr "bestückten" Friedhofs.



Saint-Donat ist von den Mönchen Clunys ab Ende des 11. Jhdts. erbaut worden
und war frührer Schloss- und Pfarrkirche zugleich.



Der schöne Kirchturm im "Brionnais-Stil"
ist erst ca. ein Jahrhundert später errichtet worden.



Im Süden wurde im 17. oder 18. Jhdt. eine eckige Kapelle angebaut,
wahrscheinlich auch die Sakristei im Osten davor.



Die Ostseite weist drei Apsiden auf, ...



... deren Traufen mit allerlei Steinfiguren wie Masken, 
Teufel, Tieren und geometrischen Figuren geschmückt sind.



Die eher schmucklose Westfassade
und das erste Joch des Langhauses sind aus 1840.



Innen fällt das enge, gedrungene Mittelschiff auf,
das mit einer einfachen Holzdecke gedeckt ist.



In der mittleren Ostapsis konnten noch Fresken 
mit angedeuteten Rundarkaden aufgedeckt werden:



Dieser "Christus in majestas" stammt aus dem 15. Jhdt.



Die Kapelle ist innen ebenfalls ...



... mit Fresken versehen, ...



... während jene in den beiden kleinen Nebenapsiden 
offensichtlich abhanden gekommen sind.



Dieser kleine Anbau im Nordosten der Kirche 
ist wohl ebenfalls eine Kapelle.