Donnerstag, 22. November 2012



Ungarn, Mosonszolnok (Zanegg, Westtransdanubien):
Pfarrkirche, Langhaus um 1180.



Der Kirchturm mit seinem Biforium verrät schon etwas.



An der südlichen und der nördlichen Langhauswand
wird dann offensichtlich, was ich vermutet hatte:





Auch diese Kirche hat einen romanischen Ursprung.

Das Relief des segnenden Christus,
das ursprünglich im Tympanon des Haupteingangs angebracht war,
befindet sich heute im Museum in Ungarisch-Altenburg (Magyaróvár).




Sonntag, 18. November 2012



Ungarn, Hegyeshalom (Strass-Sommerein, Westtransdanubien):
Kirche St. Maria, 13. Jhdt.



Am alten Langhaus sind noch deutlich die romanischen Spuren zu sehen:
Hier oben links ein kleines Fenster sowie ...





... zwei weitere, die schon frühgotischen Ursprungs sein könnten.





Der mächtige Turm sowie sein Unterbau erzählen Bände.





Wie auch bei vielen alten Kirchen in Niederösterreich
(Himberg, Hennersdorf, usw.)
wurden auch hier schön zugehauene Quadersteine
für das ursprüngliche Langhaus verwendet.



Hier der Anblick der Nordseite.



Montag, 12. November 2012



Ungarn, Györ (Raab, Westtransdanubien):
Liebfrauendom, 11. Jhdt.

Die größte Kirche Györs 
blickt auf eine fast 1000-jährige Baugeschichte zurück 
und hält an ihrer Ostseite eine schöne Überraschung bereit 
(s. weiter unten).



Der Liebfrauendom steht an der höchsten Stelle der Stadt.



Diese gotische Kapelle befindet sich an der Südseite der Kirche, ...



... stammt aus dem 14. Jhdt. und ...



... beherbergt den Reliquienschrein des Hl. Ladislaus
sowie das Grabmal des Märtyrerbischofs Vilmos Aper (1892-1945),
der Frauen vor den russischen Soldaten Zuflucht gewährte
und dafür erschossen wurde.





Von herausragender künstlerischer Bedeutung
ist der Reliquienschrein des Hl. Ladislaus
mit der Goldschmiedearbeit seines Konterfeis.



Das Grab des Bischofs unter der Westempore.





Hier weitere gotische Impressionen.



Unglaublich schön ist das einzigartige Gewölbe der Kapelle.









In Inneren des Liebfrauendoms selbst
hat "gnadenlos" das Barock "zugeschlagen".



Hier die Altäre des linken und rechten Seitenschiffs
(das rechte Foto ist leider etwas unscharf).







Vor der gotischen Kapelle sind die Grundmauern
einer offensichtlich noch älteren Kapelle oder Kirche erhalten.

Leider konnte ich die Inschrift nicht übersetzen 
und auch keine weitere Literatur dazu im Internet finden.



Bei diesem Anblick schließlich geht das 
Herz eines Romanik-Fans sprichwörtlich auf:



Gott sei Dank ist die Ostseite des Liebfrauendoms
noch in seiner ursprünglichen romanischen Form erhalten.





Wunderschöne Quadersteine.
Rechts oben ist noch ein kleines Fenster erhalten.


Ich fand diese Kirche auf jeden Fall sehenswert.






Montag, 5. November 2012



Ungarn, Lébény (Westtransdanubien):
Pfarrkirche St. Jakob, um 1215.

Lébény ist nicht weit von der österreichischen Grenze
über die Autobahn nach Budapest zu erreichen:
Es liegt sogar noch vor Györ.



Diese Kirche gehört zu den "großen Drei" der romanischen Kirchen Ungarns:
Ják und die Ruine der Kirche von Zsámbék gehören dazu.





Die Kirche wurde während der Türkenkriege 1529 und 1683 zerstört
und im 18. Jhdt. von Jesuiten barockisiert.

Gott sei Dank wurde sie zwischen 1862 und 1879 sorgfältig restauriert
und steht seither wieder in ihrem ursprünglichen romanischen "Kleid" da.





Hier das romanische Südportal, das durch geometrische Elemente,
die sogenannte "normannische Stäbchenverzierung" gestaltet ist.





Hier die wunderschöne Westfassade mit dem Westportal,
das wahrscheinlich nur noch zu hohen Festtagen geöffnet wird.



Leider ist das Kircheninnere derzeit von einem Holzgerüst verstellt:

Dennoch darf man sich darüber freuen, 
dass diese Kirche auch innen - hoffentlich fachgerecht - renoviert wird.



Dieser neoromanische Altar ist eine Schöpfung der Neuzeit
(Leider ist das Bild etwas verschwommen).



Der Altar im südlichen Seitenschiff.



Hier das nördliche Seitenschiff - ohne Gerüst.



Das Südportal von innen.



Die Säulen sind mit Pflanzenornamenten ausgestattet.


Ich finde diese Kirche absolut sehenswert,
noch dazu, wo sie eigentlich völlig unerwartet 
fast im "Niemandsland" steht.