Samstag, 4. Februar 2023


Belgien, Soignies (Hennegau):
Kollegiatskirche St. Vinzenz, 
1. Viertel 11. - 13. Jhdt. 



Diese große Kirche, die mitten in Soignies,
einer Stadt im Südwesten von Brüssel, ...


 

... auf dem Hauptplatz errichtet wurde, ...



... steht auf den Grundmauern eines Gotteshauses, das
bereits zu Zeiten der Merowinger bestand (5. - Mitte 8. Jhdt.).



Diese Vorgängerkirche wurde durch die Normannen zerstört und
auf Geheiß des Kölner Erzbischofs Bruno vor 957 wieder hergestellt.



Mit dem Bau der heutigen großen romanischen Basilika
zur Beherbergung der Reliquien des Hl. Vincent ...



... wurde im ersten Viertel des 11. Jhdts. begonnen,
1106 wurde sie schließlich geweiht.



Sie hat ein relativ großes Querschiff sowie ...



... ein hohes Mittel- und zwei hohe Seitenschiffe.




 Letztere haben sogar zwei Etagen und zwei Reihen ...



... mit Rundbogenfenstern und einem Portal.

 

Auf der Westseite steht ein massiver Turm ...



... auf quadratischem Grundriss, der im
13. Jhdt nochmals ummantelt wurde.



Er bekam auch nachträglich ein großes Fenster verpasst, ...



... doch das Westportal ist noch romanisch und rundbogig.



Davor versammelte sich eine Hochzeitsgesellschaft ...




... und wartete auf das Brautpaar.



Hier die Gottesdienstordnung der ehemaligen Kollegiatskirche,
 deren Kollegiat 1797 aufgehoben wurde.



Innen ist St. Vincent großteils barock ausgestattet, ...



... doch der romanische Bauplan ist noch erkennbar.



Hier der Wandaufriss des Mittelschiffs ...



... mit seiner Empore im ersten Geschoß.



Darüber befinden sich die kleinen ...



... Rundbogenfenster des Obergadens.



Interessant ist die Empore in der Vierung, ...



... die erst während des Barock hier eingefügt wurde.



Sie besteht aus grauem und schwarzem Marmor ...



... und weist einige Heiligenfiguren auf.




 Dahinter geht es auf der Ostseite ...




... mit einem wertvollen hölzernen Chorgestühl weiter.



Dieses stammt noch aus der Kollegiatszeit und ...



... ist mit kunstfertigen Schnitzereien versehen.



Daran schließt der Ostchor an mit ...



... seinem hochbarocken Altar, dessen ...



... Mittelpunkt der Reliquienschrein des Hl. Vincent ist.



Das Gewölbe wurde später eingezogen und bei einer
Renovierung mit Leuchtspots versehen.



Dabei sind wohl auch diese Reste
einer früheren Bemalung aufgetaucht.




Vom Chor geht auch die Sakristei ab.




Hier nun ein Blick ins hohe Querhaus, ...



... von dem es weiter ins Seitenschiff geht.



Bemerkenswert sind dabei diese dicken Säulenbündel, ...


 

... auf denen das hohe Mittelschiff ruht.



Die Kanzel ist aus Holz und ebenfalls barock.



Manche der Säulen sind aber nur einfach ...



... und es gibt auch Pfeiler zu sehen.



Hier nochmals der Wandaufriss ...



... mit seinen drei Zonen:
Kirchenebene, Empore und Obergaden.



Wieder draußen geht es weiter um St. Vincent herum.



An der Nordwestseite schließt dieses weiß getünchte Haus an,
in dem wohl früher die Kollegiatspriester wohnten.



Von hier kann man auch den angebauten ...



... kleineren Treppentrum am Westturm erkennen.



Die Südseite von St. Vincent wird großteils
durch die Anbauten verdeckt.



Hier das obere Stockwerk des Seitenschiffes sowie ...



... eine später angefügte Kapelle aus rötlichen Ziegeln.



Dann taucht das nördliche Querhaus auf, das ebenfalls ...



... einen Vorbau mit dicker Mauer und Tor erhalten hat.



In der Mitte des Querhauses befindet sich hier ...



... eine weitere Kapelle mit barocker Laterne.








Mittwoch, 1. Februar 2023



Belgien, Aubechies (Hennegau):
Kirche St. Géry, ursprünglich 11. Jhdt.



Ziemlich abgelegen in der weiten, fruchtbaren Ebene
östlich von Tournai kann man ...



... dieses originelle Landgut mit Restaurant und ...



... gleich gegenüber diese neoromanische Kirche finden, ...




... die auf romanischen Grundmauern wieder errichtet wurde.



Auf der Westseite geht es ins Gotteshaus, ...



... das innen kompplett steinsichtig belassen ist.



Über der Mitte thront der Turm, ...



... dahinter ist der Chor- und Altarraum erhöht und ...
(Foto leider unscharf)

 

... es befindet sich eine kleine Krypta darunter.



Die Nordseite von St. Géry ist kaum mehr romanisch, ...



... hier dominiert der eckige Mittelturm mit ...



... seinem Anbau, der ein Treppenhaus beherbergt.



Diese beiden Fenster sind von Blendarkaden umrahmt.



Hier die Südseite der Kirche, wo der Westteil ...



... niedriger und mit eckigen Fenstern ausgestattet ist.



Der Turm dazwischen hat drei Rundbogenfenster
in seinem obersten Geschoß.



Der Ostteil ist etwas höher als der Westteil
und hat ebenfalls zwei Rundbogenfenster.



Außerdem gibt es hier einen separaten Eingang zur Krypta.



Viel Romanisches ist an dieser Kirche nicht mehr zu sehen,
sie wurde von 1900 bis 1904 fast komplett wieder neu erbaut.