Freitag, 4. Januar 2019


Frankreich, Saint-Jean-de-Verges (Ariège):
Kirche Saint-Jean, ca. 1100 - 1110 erbaut

 

Fast direkt am Flussufer der Ariège ...



... steht inmitten eines großen Friedhofs ...



... diese bemerkenswerte romanische Kirche,
die ab 1104 Prioratskirche, aber abhängig von
der Abtei Saint-Volusien im nahen Foix wurde.



Ihre Ostseite zeichnet sich durch 
eine große und hohe Mittelapsis aus, 
die von zwei kleineren Seitenapsiden flankiert wird.



Während die Mittelapsis 
an das Kirchenschiff angebaut ist, ...



... schließen die beiden Seitenapsiden
jeweils ans Querhaus an.



Während die kleinen Apsiden ...

 

... nur je ein Rundbogenfenster aufweisen, ...



... hat die mittlere Apsis drei ziemlich große Fenster, ...



... die noch dazu reich dekoriert sind.

Alle drei haben je zwei Säulen mit reliefierten Kapitellen,
die Archivolten weisen Noppen auf.



Dieses Kapitell hat sogar ein Sternmuster.



Der zweiteilige Glockengiebel sitzt
auf der Ostseite des Kirchenschiffs,
dessen Nordseite kleine Lanzettfenster hat.



Hier ist auch ein Vordach angebaut.



Man betritt die Kirche durch dieses 
einfache, aber schöne Südportal.



Innen erstaunt die Höhe des Kirchenschiffs,
das die Form eines lateinischen Kreuzes hat.



Das weiß verputzte Tonnengewölbe
ruht auf steinsichtigen Gurtbögen.



Auch innen sind die drei Fenster der Apsis ...



... mit Säulen und abgestuften Archivolten verziert.



Die Lichteinlässe des Langhauses
sind wesentlich spärlicher.



Erstaunlicher Weise befindet sich innen
an der Westseite noch diese kleine Apside
mit einem Taufbecken.



Wieder draußen, sind die zahlreichen Stützstreben, ...



... die das Kirchenschiff aufrecht halten,
gut zu erkennen.



An der Südseite sieht man, 
dass das romanische Kirchenschiff
später aufgestockt worden ist.



Hier ist auch ein gleich hohes Haus angeschlossen,
das allerdings nicht mehr bewohnt aussieht.



In der Sonne kommen
die verschiedenen Farben des Sandsteins
bestens zur Geltung.



Hier ist auch ein weiteres
Rundbogenportal mit Holztüre zu finden.



Doch wieder zurück zur Nordseite
dieser Kirche, wo bei genauem Hinsehen ...



... dieses Fenster sorgfältig restauriert wurde.



Schön ist auch hier das Farbenspiel
des Sandsteins wie am südlichen Querschiff.



Hier eine Aufnahme aus der Nähe.



Man kann sicher sagen, dass Saint-Jean-de-Verges 
eine der schönsten romanischen Kirchen
des französischen Departments Ariège ist.





Unbedingt ansehen!









Mittwoch, 2. Januar 2019


Frankreich, Vernajoul (Ariège):
Kirche de l'Assomption, 12. Jhdt.



Diese alte Kirche,
die früher ein Priorat von Foix war,
ist hinter einer Friedhofsmauer
mit hohen Zypressen zu finden.



Sie ist seit 1979 "Monument Historique" ...



... und hat eine etwas kuriose Vorhalle.



Ihr rechteckiges Kirchenschiff wurde im 12. Jhdt.
aus Sandstein aus dem nahen Loubières errichtet.



An der Ostseite taucht eine halbrunde Apsis auf, ...



... die aus demselben Material erbaut ist. 

Die Ostseite des Kirchenschiffs
wird gerade restauriert.



Sie ist mit zwei Stützstreben abgestützt ...



... und hat ein schmales Lanzettfenster.



Auffallend ist das Fries unter dem Dach, ...



... das mit Kugeln verziert ist.


 

Interessant sind auch die vielen quadratischen Löcher
unter der Dachtraufe, die normaler Weise 
noch vom mittelalterlichen Baugerüst stammen,
doch hier vielleicht wegen ihrer großen Anzahl
einfach als zusätzliche Zierde anzusehen sind.



An der Südostseite sind die Sakristei ...



... und wahrscheinlich eine Kapelle angebaut.



Diese Kirche, 
die seit 1551 der Auferstehung Christi geweiht ist, 
war ursprünglich dem Hl. Martin gewidmet.



An ihrer Westseite wurde sie verlängert, 
dort befindet sich auf der anderen Seite
auch die Vorhalle.



Hier an der Südseite ist ein größeres
Rundbogenfenster eingebaut worden.



Rechts daneben ist aber noch ...



... eines der ursprünglichen Lanzettfenster 
zu sehen.



Der Schuppen darunter dient zur
Aufbewahrung der Weihnachtskrippe.



Der Glockengiebel thront über der Westseite
des Kirchenschiffs und hat drei Glocken.



An der Südseite der Kirche 
befindet sich ein ziemlich großer Friedhof.

Leider war diese Kirche verschlossen.





Sehenswert!