Mittwoch, 13. Januar 2016



Schweiz, Samedan (Graubünden):
Kirchturm der reformierten Kirche St. Peter, 
um 1100 errichtet.



Oberhalb des Dorfes auf freiem Feld
befindet sich diese Kirche, ...



... die im Rätoromanischen San Peider gennannt wird.



Sie ist von einem Friedhof umgeben ...



... und von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick ...


 
... auf die Bergwelt ringsum und den Ort darunter.



Während das Kirchenschiff und der Chor 
erst nach 1490 im spätgotischen Stil neu errichtet 
und mit einem Satteldach versehen wurden, ...



... stammt der dreigeschossige Kirchturm 
an der Nordseite des Gebäudes ...



... bereits aus dem Hochmittelalter um 1100.




Ihm wurde später dieses so genannte Zeltdach aufgesetzt.


Wunderschön und noch original erhalten
sind diese jeweils drei Reihen an Biforien.



An der Turmbasis gibt es diesen kleinen Zugang
in Form eines schmalen Rundbogenportals.



Sankt Peter wird heute nur noch als Hochzeits- 
oder Begräbniskirche genutzt, ...



... während die reformierte Predigtkirche im Ortszentrum steht.








Montag, 11. Januar 2016



Schweiz, Zuoz (Graubünden):
Pfarrkirche San Luzi, um 1137 erbaut.



Ziemlich malerisch im Oberengadin liegt Zuoz,
dessen hoher, spitzer Kirchturm gut zu erkennen ist.

 

In diesem Ort stehen noch einige alte und ehemals befestigte Häuser.



Neben San Gian in Celerina und Sankt Peter in Samedan 
ist diese nach Luzius von Chur auch San Luzi genannte Kirche 
eine der drei ältesten Tal- und Taufkirchen des Engadins.



Sie wurde erstmals 1139 erwähnt, es gilt aber als sicher, 
dass bereits während karolingischer Zeit um 831 hier ein Gotteshaus stand.



An San Luzi sind noch zahlreiche romanische Bauelemente sichtbar:

Die Rundbogenfriese und die Triforien im Turm,
der später noch aufgestockt wurde, ...



... sowie diese Rundbogenfriese am Langhaus.



Die Abstützung durch dreiteilige Strebepfeiler
erfolgte sicherlich erst in späterer Zeit.



Der Chor wurde im Jahr 1507 im spätgotischen Stil errichtet ...



... und zeigt leicht nach Süden.



Im Kircheninneren stammen die Empore und die Orgel aus 1912.



Gleich neben der Kirche befindet sich der sehenswerte Hauptplatz
mit seinen herrschaftlichen Häusern.







Samstag, 9. Januar 2016



Schweiz, Zernez (Graubünden),
Turm der Baselgia Gronda (Großen Kirche, auch San Maurizius), 
um 1200 erbaut.



Hoch über dem Ort ragt die reformierte Kirche auf, ...



... die im 13. Jhdt. erstmals urkundlich erwähnt worden ist.



 Noch vor Ausbruch der Bündner Wirren
 erfolgte 1607 - 1609 als Stiftung des Rudolf von Planta 
der Neubau des Langhauses und des polygonalen Chores.



An die Südseite der Fassade schliesst ein 
um etwa 1200 errichteter romanischer Turm mit Spitzhelm an.



Dieser weist in seinem obersten Geschoß 
sogar vierlöchrige Schallfenster auf.



Im Kircheninneren finden sich für Graubünden 
aussergewöhnliche Stuckaturen im Stil des Frühbarock,
 hauptsächlich mit reich verzierten Früchtemotiven.



Im Juni 2012 feierte die Bündner Synode 
ihr 475-jähriges Bestehen in der Baselgia Gronda in Zernez.



Dienstag, 5. Januar 2016



Schweiz, Sent (Graubünden):
Kirchenruine San Peder, um 1173 erbaut.
 


 Auf einem "Balkon" im Unterengadin liegt Sent,
dessen gotische Kirche schon von Weitem zu sehen ist.




 Eher versteckt auf einem Felsvorsprung nahe der neuen Kirche ...




... steht noch der nicht mehr zugängliche traurige Rest
der alten romanischen Kirche St. Peter.



Diese wurde nach der Reformation aufgegeben und verfiel.
Nur der Kirchturm konnte sich noch halten,
da in ihm jahrhundertelang ein Pulver- und Munitionsdepot untergebracht war.



Seit 1856 ist der Kirchenhügel mit der Ruine im Besitz der Familie Corradini,
die sich seitdem um die Erhaltung der Ruine bemüht.



Die hochwachsenden Lärchen, die die Kirche großteils verdecken.
wurden von dieser Familie gepflanzt.



Die heutigen Eigentümer sind Nachfahren des Dichters Peider Lansel,
der sich im oberen Teil des Turmes eine kleine Dichterstube errichtet hatte.









Samstag, 2. Januar 2016



Schweiz, Strada (Graubünden):
Kirchlein San Niclà, vor 1200 erbaut.



Dieses kleine romanische Kirchlein steht im Unterengadin
nur wenige Kilometer von der österreichischen Grenz entfernt.



Es gehört heute der evangelisch-reformierten Kirche an
und steht unter dem Denkmalschutz des Kantons Graubünden.



Man nimmt an, dass San Niclà nur bis ca. 1750 als Kirche genutzt wurde,
und dann während der Bündner Wirren aufgegeben wurde,
als im nahen Strada eine weitere reformierte Kirche erbaut wurde.



Dann wurde die Kirche als weiteres Gebäude des nahen Bauernhofs genützt,
wobei dieser wunderschöne Turm als Schornstein diente.



Heute ist er Gott sei Dank wieder renoviert
und sogar Teile des Hl. Christophorus-Freskos darauf sind wieder zu sehen.



Das Kirchenschiff selbst ist barock und stammt aus 1718, ...



... wobei die halbrunde romanische Ostapsis bestehen blieb.



Noch heute wird das Gelände um das Kirchlein ...



... landwirtschaftlich genutzt.



Im Südosten ist eine kleine, eckige Sakristei angebaut,
die Apsis im Osten hat nur noch ein Mittelfenster.



Auch im Norden weist das Kirchlein zwei barock gestaltete Fenster auf.



Innen ist San Niclà sehr einfach gehalten ...


... Fresken sind leider keine mehr erhalten.