Freitag, 3. August 2012



Italien, Verona (Venetien):
Basilika S. Zeno Maggiore, 1138.

Leider ist die Westfassade dieser wohl schönsten romanischen Kirche Italiens
sowie deren berühmte Fensterrosette wegen Renovierungsarbeiten verdeckt.

Sie steht auf den Fundamenten eines Benediktinerklosters,
von dem heute nur noch der "Torre di San Zeno" (links) erhalten ist.
Der etwas abseits stehende Campanile (rechts) ist ebenfalls romanisch.

967 wurde eine erste romanische Basilika erbaut.
1117 gab es ein Erdbeben, sodass diese bis 1138 vergrößert wurde.
1398 wurde die Kirche mit Dach und Apsis gotisch fertig gestellt.



Wenigstens hat man für Touristen wie mich
das schöne Westportal frei gehalten.

Die berühmten zwei Flügel der Bronzetür des Meisters Nicolò
aus zwischen 1100 und 1200 befinden sich hinter dieser hölzernen Tür.



Auch das Kircheninnere beeindruckt 
und ist - Gott sei Dank - nicht so überladen 
wie die anderen Kirchen in Verona.



Die neuromanisch umgestaltete Apsis.



Wirklich schöne Holzdecke:
Ob diese dem romanischen Original entspricht?



Gut erhaltene, mittelalterliche Fresken:

Hier der "obligate", überlebensgroße Christophorus,
wie er in romanischen Kirchen dieser Zeit üblich ist, ...



... sowie die berühmte "Kreuzigung" aus dem 14. Jdht. 











In der Kirche befinden sich noch zahlreiche weitere Fresken,
von denen allerdings einige sicherlich späteren Ursprungs sind.



In der nördlichen Seitenapsis befindet sich 
die Statue des Hl. Zeno aus schwarzem Marmor
(eine Anspielung auf seine Herkunft aus Afrika) ...



... sowie dahinter eine typisch romanische Mandorla 
mit dem triumphierenden Christus in ihrer Mitte.



In der Nordwestecke der Kirche befindet sich ein Taufbecken
aus Sandstein, das angeblich aus dem 2. Jdht. ist 
und aus einem römischen Badehaus stammt.



Hier die zwei Flügel der berühmten Bronzetür,
die aus einzelnen Metallplatten, 
die auf  Holz genagelt wurden, hergestellt ist.



Ein Detail aus der Bronzetür, wohl der alte Türknauf.





Hier geht es hinunter in die sehenswerte, romanische Krypta.

Eigentlich wäre sie besser als "Unterkirche" zu bezeichnen,
da sie sehr offen und nicht unterirdisch zugänglich ist.





Schöne Apsis mit dem Sarkophag des Hl. Zeno.





Unglaublich schöne und alte Details 
sind an den Kapitellen der Säulen zu finden.










San Zeno ist auch wegen seines schönen Kreuzgangs berühmt ...







... in dem noch mittelalterliche Fresken erhalten sind.


Südwestlich von San Zeno steht die romanische Kirche San Lorenzo,
die leider im 2. Weltkirche stark beschädigt wurde 
und daher nur noch von außen zu bewundern ist.

Leider habe ich kein Foto von San Lorenzo gemacht,
weil sie von einem hässlichen Bauzaun umgeben war.



Wie hier deutlich zu erkennen ist,
ist San Zeno eine der schönsten romanischen Basiliken Italiens,
wenn nicht gar weltweit!








Italien, Verona (Venetien):
Dom Sta. Maria Matricolare, 1187 geweiht.





Der Dom in Verona vereint romanische wie gotische Bauteile
und steht auf den Fundamenten eines Vorgängerbaus aus dem 8. Jdht.



Hier das ungewöhnliche Hauptportal im Westen mit Balkon und Uhr ...



... sowie mit zwei romanischen Löwen als Bewacher.

Hier ist einer davon, dessen Kopf 
im Laufe der Jahre allerdings schon etwas gelitten hat.



Auch das südliche Seitenportal von Nicolò kann sich 
mit seinen romanischen Steinmetzarbeiten sehen lassen.



Im Inneren wirkt der Dom - 
wie die anderen Hauptkirchen Veronas auch -
für unseren Geschmack vielleicht etwas überladen.





Nördlich des Doms konnte noch eine ältere Kirche
aus nach 800 wieder "neu entdeckt" werden.

Auf dem Weg dorthin sind sogar noch  römische Fundamente ...





... sowie Reste antiker Mosaike zu sehen.







Hier die alte Kirche von innen ...









... mit ihren zahlreichen, romanischen Bauelementen.



Ein weiteres Highlight ist die östlich des Doms gelegene Taufkapelle ...




... mit ihrem berühmten Taufbecken, 
das aus einem rosafarbenen Monolithen gehauen ist.







Hier alte Fresken in der Taufkapelle.







Über einen Nebeneingang links vom Dom 
gelangt man schließlich zum nächsten Highlight des Doms:

Zum einzigartigen Kreuzgang, 
der durch seine filigranen Zwillingsstützen ...



... sowie seine teilweise 2-Stöckigkeit sehr beeindruckt.





Die berühmte Taufkirche S. Giovanni in Fonte,
die zwischen 1122 und 1135 erbaut wurde, von außen.
Sie befindet sich gleich im Anschluss östlich an den Dom.



Hier der Eingang zur alten Kirche nördlich des Doms, 
die allerdings nur vom Dom aus zugänglich ist.



Hier zur besseren Übersicht noch ein Lageplan des Doms
und seiner zwei Nebenkirchen - allerdings ohne Kreuzgang.



Neben dem alten Amphitheater
ist der Besuch des Doms von Verona
ein absolutes Muss!