Deutschland, Öhningen (Baden-Württemberg):
Klosterkirche St. Genesius und St. Marien in Schienen,
um 1030 errichtet
Im Norden von Öhningen und unweit des Bodensees ...
... wurde in Schienen auf der Halbinsel Höri wohl schon ...
... um das Jahr 800 dieses Benediktinerkloster gegründet.
Man hatte aus dem Kloster Reichenau die Gebeine ...
... der Heiligen Genesius und Eusebius hierher gebracht.
Die Klosterkirche wurde um 1030 aus Kieselmauerwerk
als frühromanische Basilika ohne Querhaus errichtet.
Der Kirchturm sitzt auf dem Übergang zwischen
Mittelschiff und Chor.
Leider war die Kirche eingerüstet, als ich da war.
Daher ging es gleich in die Kirche, die innen ...
... wohltuend schlicht gestaltet und gehalten ist.
Die Rundbogenarkaden ruhen auf Pfeilern und sind steinsichtig.
Ein hoher, ebenfalls steinsichtiger Triumphbogen ...
... trennt das Mittelschiff vom rechteckigen Chor.
Dieser hat ein Ostfenster, das als doppelter Rundbogen gestaltet ist.
Sonst ist der Chor schlicht und weist
nur links und recht Chorbänke auf.
Im linken Seitenschiff befindet sich ein Taufstein und ...
... dahinter ein Nebenaltar mit einer Madonna mit Kind.
Am Ende des südlichen Seitenschiffs ...
... ist eine Pietà angebracht.
... und an seiner Rückseite eine Wendeltreppe zur Empore.
Hier der Wandaufriss des Mittelschiffs mit seinen
ungewöhnlichen, hoch liegenden Rundfenstern im Obergaden.
Das Mittelschiff ist flach mit Holz gedeckt und hat ...
Diese ist keine Pfeifenorgel, sondern rein elektronisch,
obwohl ein Prospekt mit Pfeifen zu sehen ist.
Hier das Westportal mit seinem gläsernen Windfang.
Daneben sind hölzerne Skulpturen ausgestellt.
Von hier ist auch die Wendeltreppe gut zu sehen.
Nach einem letzten Blick ins romanische Kirchenschiff ...
... geht es hinaus auf einen Rundgang um die eingerüstete Kirche.
Auch das südliche Seitenschiff hat ein Rundbogenportal.
Interessant ist, dass heute viele Fenster Rundfenster sind,
nur auf der Ostseite überwiegen die Rundbogenfenster.
Der Turm hat die für die Region typische achteckige Haube.
Auf der Südostseite ist die Sakristei angebaut.
Hier der Chor mit seinem Rundbogenfenster.
Die Kanten des Chors sind mit Steinquadern verstärkt.
Auf der Nordseite ist dem Seitenschiff ebenfalls ...
... ein kleiner Anbau vorangestellt.
Das Kloster gehörte zum Hochstift Konstanz
und wurde 1757 aufgelöst.
Die Klosterkirche ist heute Gemeinde- und Wallfahrtskirche.






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