Deutschland, Grasbrunn (Bayern):
Kirche St. Aegidius in Keferloh, spätes 12. Jhdt.
Kirche St. Aegidius in Keferloh, spätes 12. Jhdt.
Diese alte Kirche kann man am Westende von Keferloh finden.
Sie besteht aus einem Langhaus mit Ostapsis, ...
... die durch Lisenen und rundbogige Blendbögen gegliedert ist.
Früher war sie bestimmt steinsichtig, heute ist sie verputzt.
Die Apsis hat nur ein kleines Rundbogenfenster, in dem ...
... sich wie früher eine Alabasterscheibe befindet.
Die Apsis ist mit einem flachen Kegeldach gedeckt ...
... und um einiges kleiner als das Langhaus.
Auf der Nordostseite wurde eine moderne Sakristei angebaut, ...
... durch deren Glasgang man dieses alte Rundbogenportal sehen kann.
Auf der Nordseite des Langhauses ist ...
... noch ein weiterer, allerdings bereits ...
... gotisch zugespitzter Zugang zu sehen,
der heute zugemauert ist.
Darüber eines der drei Rundbogenfenster, ...
... die auf dieser Seite nachträglich wieder eingebaut wurden.
Hier sind noch einige Kreuze des
ehemaligen Friedhofes zu sehen.
Auf der Westseite ragt der Turm in die Höhe.
Er hat in seinem obersten Geschoß ...
... auf allen vier Seiten je ein Biforium.
Die Turmbasis ist abgestützt und ebenfalls verputzt.
... Mittelsäule jeweils rot gestrichen ist.
Hier nun das rundbogige Südportal, ...
... das im Zuge der Reromanisierung ...
... aus originalen Materialen eingebaut wurde.
So konnte auch ich diese Kirche von innen besichtigen, ...
... die von 1964 - 1969 umfangreich renoviert und wieder ...
... in ihren original-romanischen Zustand rückgeführt wurde.
Dabei wurden auch wieder einige Rundbogenfenster ...
... geöffnet, an denen z.T. Malereien erhalten sind.
Hier ein besonders schönes Beispiel dafür.
Manche Fenster mussten rekonstruiert werden
und sind daher nur schlicht verziert.
Besonders schön sind die Fresken in der Apsis und
an den Wänden links und rechts davon.
Links oben ist dieser Heilige mit kunstvoll
gestaltetem Faltenwurf an den Ärmeln zu sehen.
Rechts auf der Seite gibt es dieses Fresko.
Der Apsisraum ist um drei Stufen erhöht ...
... und zeigt die größte Vielfalt an Malerei.
Christus erscheint als Weltenrichter in der Mandorla ...
... in rotem Mandel und dunklem Heiligenschein.
Er hält ein Buch in seiner Rechten.
Die beiden Heiligen neben ihm sind
wahrscheinlich Petrus und Paulus.
Darunter sind die zwölf Apostel dargestellt.
Links daneben ist ein Bischof zu erkennen.
Auch der Triumphbogen darüber ist gestaltet ...
... und zeigt diese Rötelzeichnung
eines Engels umgeben von Mustern.
Auf dem Altar steht eine goldene Monstranz.
Unweit davon ist dieses Fresko mit einem Mann,
der einen Stab mit Kreuz hält, angebracht.
... unbekannte Fresken an den Wänden aufgedeckt werden.
In einer Mauernische unter den Fenstern ...
... steht die Figur eines Bischofs.
Die Fresken sind in Bändern zwischen den Fenstern, ...
... angeordnet, aber nur noch in Fragmenten erhalten.
Alle Fresken sind in Rot und Ocker gehalten,
die Farbe Blau war damals noch kaum erhältlich.
Hier ein weiteres Rundbogenfenster mit Bemalung, ...
... an dessen Seite diese Rötelzeichnung erhalten ist.
Die Kirche ist schlicht mit Holz gedeckt und ...
... die Innenbeleuchtung ist in der grauen Schiene untergebracht.
Unter der Holzdecke im Langhaus verläuft ...
... ein bunter, gerahmter Mäanderfries.
... Fragmente von Heiligendarstellungen erhalten.
In der Turmbasis auf der Westseite
steht diese moderne Skulptur, ...
... hier gibt es auch eine kleine Fensterluke.
Wieder im Freien geht es noch um die Südseite der Kirche, ...
... die hier ebenfalls fast schon steril verputzt ist.
Hier eines der Rundbogenfenster von außen.
Dann geht es wieder auf die Ostseite ...
... zur halbrunden, romanischen Apsis.
Dann noch ein letzter Blick auf den Turm ...
... mit seinen schönen roten Biforien.
Am Zaun vor der Kirche ist diese Informationstafel angeschlagen.
Sehenswert!
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