Freitag, 28. Juni 2019


Frankreich, Mazères-sur-Salat (Haute-Garonne):
Kapelle Sainte-Matrone, 12. Jhdt.


 

Mitten auf dem freien Feld ...



... westlich über dem Ort Mazères-sur-Salat
(Salat heißt der kleine Fluß,
der durch den Ort fließt) ...



... steht diese Kapelle, die aufgrund
einer Initiative der Bürger von Mazères
von Grund auf restauriert wurde und 
seit 1975 als "Monument Historique" gilt.



An ihrer Nordseite ist deutlich zu sehen,
dass die unteren Mauerlagen aus kleineren Steinen bestehen 
als jene im oberen Mauerdrittel.



Sainte-Matrone ist also später
aufgestockt worden, wobei auch
dieses Lanzettfenster eingebaut wurde.



Das Nordportal ist 
durch ein Eisengitter gesichert.



Innen ist die Kapelle
ein wenig renovierungsbedürftig.



 Dennoch sind hier schön skulptierte Kapitelle ...



 ... mit floralen Mustern erhalten ...



... neben Friesen mit Schachbrettmustern.



An der Südseite gibt es ein weiteres Portal,
dieses ist allerdings mit einer Holztüre versehen.



Der Grundriss der Kapelle ist einfach:



An ein Langhaus schließt ein eckiger Chor an,
an diesen wiederum eine halbrunde Ostapsis.



Diese ist mehrfach abgestützt, ...



... und fast ausschließlich
aus großen Quadersteinen erbaut.



Sie hat ein kleines Lanzettfenster,.
dessen Laibung nach innen geht, ...



... sowie skulptierte Konsolsteine.



Hier die Kapelle von ihrer Südostseite.



Auch der Chor ist aus 
regelmäßigen Quadersteinen erbaut ...



... und hat ein Rundbogenfenster.



Das Langhaus links daneben weist unten 
wieder Schichten aus kleineren Steinen auf.



Das südliche Rundbogenportal ist sehr schlicht ...



... und zeigt noch Reste ...



... eines Schachbrettfrieses über seinem Bogen.



Von diesem Blickwinkel aus 
sieht die Kapelle wie ein einfaches altes Haus aus.



Die Westseite ist überhaupt
gänzlich ungestaltet ...



... und als Wetterseite schon ziemlich grau.



Irgendwer hat an den Rand des Feldes
diesen kleinen Olivenbaum gepflanzt
- ein schönes Fotomotiv zum Abschluss.





Sehenswert!










Mittwoch, 26. Juni 2019


Frankreich, Montsaunès (Haute-Garonne):
 Kirche Saint-Christophe-des Templiers, 
1180 fertig gestellt



1146 errichtete der Templerorden
hier in Montsaunès,
das sich am Jakobsweg befindet,
eine Kommandantur.

 

Diese begann bald darauf 
mit dem Bau dieser Kirche aus Ziegelsteinen,
wie es im Toulouser Raum damals üblich war.



Die große Fensterrosette in ihrer Westfassade
soll Christus in der Mitte
mit den zwölf Aposteln rundherum darstellen.



Darunter befindet sich das Westportal
mit zwei Nischen für Grablegen daneben.



Das Portal wird von einem
Christus-Monogramm bekrönt ...



... und zeigt auf beiden Seiten ...



... reich skulptierte Kapitelle.



Diese stellen auf der linken Seite die Martyrien 
der beiden Apostel Petrus und Paulus sowie die Steinigung des Hl. Stephanus dar.



Auf der rechten Seite ist die Auferweckung des Lazarus von den Toten ...



... anscheinend gleich zwei Mal abgebildet.



Die Südseite der ehemaligen Templerkirche ...



... weist große Rundbögen 
als Gestaltungselemente auf ...



... und hat ein weiteres, schlichtes Portal ...



... mit einem Christus-Monogramm darüber.



Die unteren Ziegellagen wechseln sich
mit helleren Lagen aus Stein ab.



Hier wurde nachträglich ....



... ein gotisch stilisiertes
Spitzbogenfenster eingebaut ...



... mit diesem Kopf darüber.



An der Ostseite ist eine große, 
mehr als halbrunde Apsis zu sehen, ...



 ... in der sich die Rundbögen
in engerer Form fortsetzen.



Sie hat drei Rundbogenfenster, 
die allerdings zu späteren Zeiten vergrößert wurden.



Nur noch das Rundbogenfenster
 an der nördlichen Seite ...



... scheint fast noch original erhalten.



Erstaunlich ist auch, dass die Apsis
in der unteren Hälfte aus Stein errichtet ist, ...



... was sich z.T. an der Nordseite
des Langhauses fortsetzt.



Auch hier befindet sich ein Portal, 
das allerdings jenem an der Westseite
von seiner künstlerischen Gestaltung her
überlegen ist.



Seine Kapitelle stellen Szenen ....



... von vor der Geburt Jesu bis zu seiner Kindheit dar.

Hier nun im Detail von links nach rechts:



Mariä Verkündigung, ...



... ihr Besuch bei Elisabeth, ...



... die Ankündigung des Engels
an Joseph ...



... sowie Jesu Geburt.



Auf der rechten Seite
wird der kleine Jesus gebadet, ...



... ein Engel verkündet den Hirten
seine Geburt, ...



... hier die Verehrung durch
die Hl. Drei Könige ...



... sowie Maria mit dem Jesuskind
auf dem Schoss.



Die Nordseite der heutigen Kirche
von Montsaunès ...



... ist ähnlich gestaltet wie die Südseite,
hat aber nur ein Fenster.



Davor befindet sich
dieser steinerne Brunnen.



Innen verblüfft Saint-Christophe ...



... mit der Größe und Helligkeit
seines einschiffigen Kirchenraumes.



An allen Wänden sind geometrische Muster
vom Anfang des 13. Jhdts. zu sehen.



Die Ostapsis ist schmucklos verblieben ...



... und besticht durch ihren Altar ...



... sowie ihre drei Rundbogenfenster.



An der Nordwand befindet sich ...



... ein weiterer Seitenaltar.



Darüber sind auch Figuren dargestellt, ...



... die wohl Heilige und Templer darstellen.



Auf der Südseite setzen sich ...



... diese Abbildungen fort,
wobei hier nur noch ein Bischof zu sehen ist.



Hier sogar ein größeres Fresko,
wobei kaum zu erkennen ist,
was genau es darstellen soll.



Die Kirche wurde während der Gotik
mit Spitzbögen eingewölbt.



An der Westseite sind einige Tiere erkennbar.



Auf diesem Fresko ...



... sind links ein Kessel
und rechts eine Person dargestellt,
vielleicht die Hölle mit dem Teufel.



Auch hier sind figürliche Darstellungen
zu erkennen.



Die drei Fenster über dem Portal
haben Glasmosaike mit Heiligenbildern.



Einzigartig sind die Zeichen,
die ganz an der Spitze der Decke
eingezeichnet sind.



Diese zeigen wahrscheinlich
Handwerkszeuge der Templer.



Weiters sind in Saint-Christophe ...



... diese beiden Taufkessel aus Stein aufgestellt.





Sehenswert!



Den Schlüssel für die Kirche

erhält man gegen Hinterlegung eines Ausweises

im Restaurant um die Ecke.