Sonntag, 10. Februar 2013



Österreich, Pöls (Steiermark):
Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, um 1147.



Über dem Ort, der 860 erstmals erwähnt wurde
und damit einer der ältesten der Steiermark ist,
"thront" diese katholische Pfarrkirche.



Die Schalllöcher im Turm wurden 
offensichtlich später erweitert.



Die Basilika ist dreischiffig, 
hat vier Joche und ein Querschiff.



Das südliche Querschiff von außen.



Hier das romanische Westportal,
dessen Tympanon nun aus einem modernen Mosaik besteht.



Der südliche Eingang zur Kirche.





Diesem ziemlich engen Langhaus
ist sein romanischer Ursprung eindeutig anzusehen.



Das gotische Kreuzrippengewölbe
wurde nachträglich eingezogen.

(Das Foto ist leider etwas unscharf).





Blick auf die Orgelempore im Westen ...



... sowie auf das Gewölbe darunter, das sie trägt.



Im südlichen Seitenschiff wurde markiert,
wann diese Kirche entstanden ist.



Eine alte, eisenbeschlagene Türe.







Besonders schön ist der romanische Karner
an der Nordostseite der Kirche.

Er ist zweigeschossig und wird als Aufbahrungshalle genutzt.



Auch dessen Tür hat schon "einige Jahre am Buckel".






Samstag, 9. Februar 2013



Österreich, Rotenturm an der Pinka (Burgenland):
Ladislaus-Kirche in Siget in der Wart, erst 1648 erbaut.

Nur wenige Kilometer südöstlich von Oberpullendorf
findet sich diese bauhistorische Rarität.

Obwohl diese Kirche erst im 17. Jdht. erbaut wurde,
weist sie eindeutig romanische Stilelemente auf.



Die Nordwand ist fensterlos, ...





... aber dafür gibt es in der Apsis ein Rundbogen-
und ein nachträglich vergrößertes Fenster.



Seinen wahren Reiz entwickelt dieses Kirchlein,
das ursprünglich als protestantische Kirche errichtet wurde,
in seinem Innenraum.







Dem Charme dieses schlichten Triumphbogens,
des einfachen Altarraums und Altars 
sowie der gemauerten und bemalten Kanzel 
kann man sich kaum entziehen.



Diese Kanzel ist einfach unvergleichlich, ...





... ebenso wie dieser einfache, gemauerte Altar.



Die Malereien in der Apsis ...



... sind freihändig in der Secco-Technik ...



... in der sogenannten "Rot-Blau-Ocker"-Malerei entstanden, ...



... die während dieser protestantischen Periode 
von Westungarn bis Siebenbürgen zu finden waren.



Diese weisen frühchristliche Symbole auf:

Man ist sich aber nicht sicher, ob hier Elias im Himmelswagen,
ein Pfau sowie Sonne und Mond dargestellt sind.



Hier eine Altarnische sowie das Rundbogenfenster in der Apsis.



Oberhalb der Kanzel ist an der Nordwand des Langhauses ...



... dieses stilisierte Fenster zu sehen,
das wohl Butzenscheiben haben soll.





Der Blick zurück zur Westempore.

Schön, dass man auch hier durch die gerade Holzdecke
den romanischen Raumeindruck gewahrt hat.



Auch oben auf der Empore sind Secco-Malereien zu finden.



Hier unten ein Weihwasserbecken aus dem 15. Jdht.


Der Ortsname "Siget in der Wart" 
ist vom ungarischen "Sziget" abgeleitet,
das "Insel" bedeutet.

Tatsächlich war der Ort früher eine Insel
im später versumpften Zickenbach. 


Ich finde dieses Kirchlein
vor allem innen absolut sehenswert!






Dienstag, 5. Februar 2013



Österreich, Zahling bei Eltendorf (Burgenland):
Filialkirche St. Laurentius, 13. Jhdt. 





Auf einem Hügel im kleinen Ort Zahling
nahe der ungarisch-slowenischen Grenze liegt dieses Kirchlein.





Es war wohl die Urpfarre des Lafnitztales.

Die Christianisierung wurde vom naheliegenden Kloster
St. Gotthard (heute Szentgotthárd in Ungarn) aus betrieben.





An der Südwand ist der für damals "obligatorische" Christophorus zu finden
- wie immer gleich im Eingangsbereich, damit ihn ja keiner übersehen kann.



Hier die Ostansicht mit der Apsis, 
an der Südseite ist die Sakristei angebaut.



Die Turmvorhalle mit dem romanischen Eingangsportal
ist wuchtig und ziemlich ungewöhnlich.







Äußerst dekorativ sind die Fresken aus um 1344,
die erst 2007 im Zuge der Restaurierung frei gelegt wurden.







Wie damals oft üblich stellen diese Christus in der Mandorla
sowie die vier Evangelisten dar.



Ein Heiligenbild an der Südwand der Apsis.





Im Ostfenster, das erst im Zuge der Restaurierung freigelegt wurde,
sind zwei Bischöfe mit Mitra zu sehen,
die mangels persönlicher Attribute 
nicht genau identifiziert werden können.



Im Triumphbogen ist ein Blätterornament erhalten.



Auch eine Altarnische gibt es an der Nordseite der Apsis.



Im Westteil wurde eine Musikempore eingezogen.
Die Holzdecke entspricht wieder dem romanischen Original.



Das Alter dieser Säulen ist schwer zu bestimmen.