Dienstag, 26. Mai 2026

 
 Kroatien, Pula (Istrien):
Reste der Basilika St. Maria Formosa, 6. Jhdt.



Gegenüber vom geschäftigen Hafen und nahe ...
  


... der Fußgängerzone der Altstadt kann man ...



... die Grundfesten der ehemaligen frühchristlichen ...



... Basilika St. Maria Formosa aus dem 6. Jhdt. besichtigen. 



Sie wurde leider im Zuge des Überfalls durch Venedig ...



... im Jahr 1243 zerstört und dann nur noch als Steinbruch
für St. Markus und den Dogenpalast in Venedig verwendet. 




Nur diese kleine Seitenkapelle an ihrer Südostseite überlebte, ...



 ... weil sie wohl als Grabkapelle für einen Bischof diente.



Die Basilika wurde unter Maximinianus, der 546 Bischof von Ravenna wurde
und ursprünglich aus der Gegend um Pula stammte, errichtet.



Sie war 32 m lang und 19 m breit und hatte drei Kirchenschiffe, 
die jeweils von 10 Säulen voneinander getrennt waren.



Von den beiden Seitenkapellen ist also ...



... nur noch die südliche vorhanden, ...



... an der man den byzantinischen Baustil erkennen kann.



Sie ist von einem viereckigen Tambour bekrönt und ...



... steht auf dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes.



Sie ist aus Steinquadern mit Ziegeleinlagen erbaut.



Dieses Fenster wurde wohl später verkleinert.



Obwohl die beiden Kapellen direkt an die Basilika ...



... angebaut waren, waren sie nur von außen zu betreten.



Beide Kapellen hatten ebenfalls ...



... jede eine halbrunde Ostapsis.



Diese hier weist sogar noch ein kleines ...



... Rundbogenfenster mit schlichtem Gitter auf.



Die Gitter der vier Tambourfenster sind komplizierter ...



... und entsprechen der Fenstergestaltung
während byzantinischer Zeiten.



Durch sie fiel das meiste Licht in die Kapelle.



Die Kapelle ist durch Blendarkaden und -bögen gegliedert ...



... und hat noch ihre originalen Mauern.



Sie war wie die Kirche mit Bodenmosaiken ausgelegt, ...



... die viele goldene Mosaikteilchen hatten.



Davon ist nur dieser Rest mit dem jungen, bartlosen Christus
und einem Heiligen - wahrscheinlich Petrus - erhalten und
im archäologischen Museum von Pula zu sehen.



An der Nordseite der Kapelle schließen ...



... die Mauerreste der Ostseite der ehemaligen Basilika an.



Hier der Rest der Sakristei mit einer Konche und ...



... hier ein Bild, wo die Apsis der Basilika noch gestanden ist.



Ihre Mauerreste werden heute von einem Restaurant genutzt.



Die kleine Kapelle hat übrigens große Ähnlichkeit ...



... mit dem Mausoleum der Galla Placidia in Ravenna, ...



... die allerdings ein regelmäßiges Kreuz als Grundriss
hat und bereits aus dem 5. Jhdt. stammt.



Über die heutige Nutzung der Kapelle in Pula 
ist leider nichts bekannt.

 
 









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