Donnerstag, 16. April 2026


 
 Kroatien, Poreč (Istrien):
Euphrasiusbasilika, 6. Jhdt. 


 
 Im Norden der Halbinsel, auf der die Altstadt von Poreč steht, ...

 

... wurde bereits im 6. Jhdt. ein Kirchenkomplex errichtet.



Dieser wurde in späteren Zeiten kaum verändert und ist daher ...



... eines der wichtigsten Zeugnisse spätantiker und ...



... frühchristlicher Kunst im gesamten Adriaraum.



Hier der Obergaden der dreischiffigen Basilika, der ...



... hinter der hohen Mauer der Meerespromenade zu sehen ist.



Man betritt das Kirchenareal auf der anderen Seite durch ...



... dieses Tor, in dessen Rundbogen ein Christus-Mosaik erhalten ist.



Der Kirchenkomplex umfasst nicht nur die Basilika, sondern auch
ein Atrium, ein Baptisterium, den Campanile, den Bischofspalast
und weitere Bauten - und ist heute UNESCO-Weltkulturerbe.



Nachdem man Eintritt bezahlt hat, geht es ...



... weiter zum Atrium mit seinen hohen Arkaden.



Hier gelangt man auf der Westseite ins Baptisterium ...
(s. Extra-Eintrag) 



... und auf der Ostseite in die Basilika.



Ihr höheres Mittelschiff überragt dabei das Atrium ...



... und hat auf seiner Westseite drei große Fenster, um die herum ...



... Mosaike zu erkennen sind, die byzantinisch inspiriert sind
wie diese drei (links) und vier (rechts) Kerzen.



Außen sind links und rechts diese beiden Heiligenpaare dargestellt.



Und dann geht's hinauf auf den Campanile,
der erst im 16. Jhdt. errichtet wurde.



Bereits auf halbem Weg nach oben 
kann man das Langhaus der Basilika gut sehen.



Dann kommt man an den Kirchenglocken vorbei und ...



... schließlich gibt's die Belohnung: den Blick von oben ...



... auf die Basilika, über die Altstadt von Poreč ...



... und natürlich auch übers weite, blaue Meer.



Hier kann man auch das Atrium vor der Basilika erkennen.



Hier nun das Langhaus der Euphrasius-Basilika mit ...



... Mosaikböden eines Vorgängerbaus auf der Nordseite.



Von außen beeindruckt die Höhe dieser Basilika, ...



... deren Architektur an die Konstantinbasilika in Trier erinnert.



Auf der Westseite der Basilika sind der Campanile und
der Bischofspalast, der heute als Museum dient, zu sehen.

(Der Bischofspalast wird in einem Extra-Eintrag behandelt.)



Nach einer Besichtigungstour durch den Palast ...



... gelangt man schließlich ins nördliche Seitenschiff ...



... und genau vor diese Seitenapsis, in der nur noch
der oberste Teil des einstigen Mosaiks erhalten ist.



Hier setzt der junge Christus zwei Heiligen die Märtyrerkrone auf,
wahrscheinlich sind dies hier Cosmas und Damianus.



Auch die einstigen Chorschranken sind noch zu sehen.



Blickt man ins rückwärtige Seitenschiff, ...



... fallen sofort die stuckgeschmückten Arkaden auf,
die das Mittelschiff von den beiden Seitenschiffen trennen.



Der Stuck zeigt pflanzliche und tierische Motive.



Hier ist auch ein Fresko an der Wand zu sehen.



Immer wieder zeigen Glasplatten im Fußboden ...



... Fragmente des alten, ursprünglichen Kirchenbodens.



An einer Stelle gibt es sogar den Blick in eine Art Krypta.



Hier nun das gesamte Kirchenschiff von der Rückseite aus gesehen.



Das hohe Mittelschiff mündet in die große Apsis.



Während die Arkaden grau und weiß sind, ...



... sind die Wände der drei Kirchenschiffe rosa getüncht ...



... und außerdem mit schlichten Holzbalken gedeckt.



Die große Apsis ist voller byzantinischer Mosaike.



Neben Maria mit dem Christuskind, zwei Engeln und vier Figuren in Weiß
setzte sich hier Euphrasius mit der Widmungsinschrift ein Denkmal
- s. die zweite Figur von links.



Über der Apsis thront Christus als Weltenrichter ...



... zwischen je sechs Aposteln links und rechts.



Im Triumphbogen der Apsis sind Heiligenbüsten
in runden Mosaiken dargestellt.



Vor der Apsis steht ein Ziborium
und davor der Hauptaltar.



Das Ziborium ist ein steinerner Altarüberbau,
der sich oft über Märtyrergräbern befindet.



Dahinter sind zwischen den Rundbogenfenstern ...



... weitere Goldmosaike zu sehen, die einzelne Heilige oder ...



... Szenen aus dem Neuen Testament zeigen.



Darunter sind in der Basis der Apsis reich verzierte Tafeln ...



... mit Einlegearbeiten aus Marmor und Perlmutt zu sehen.



Dieser Wandschmuck stammt vom Vorgängerbau und
besteht aus 21 Feldern mit 11 Ornamentkombinationen.



Auch die Altarfront zeigt Goldmosaike mit Heiligen.



Davor stehen wieder Chorschranken mit symbolischen Reliefs ...



... wie hier mit einem Hirsch vor einem Kelch.



Hier nun die südliche Seitenapsis, in der ebenso 
nur noch der oberste Teil des Mosaiks erhalten ist.



Hier setzt der junge Christus Ursus oder einem anderen
Bischof aus Ravenna und Severus die Märtyrerkrone auf.



Auch das südliche Seitenschiff ist blassrosa gehalten.



Hier der Wandaufriss des Mittelschiffs ...



... und hier die Holzdecke eines der Seitenschiffe.



Alle Arkaden ruhen auf grauen Säulen und reich verzierten Kapitellen.



Auf der Rückseite lassen die drei Fenster viel Licht herein.



Beim Bau im 6. Jhdt. verwendete man Teile
der Vorgängerbauten wie die Säulenbasen oder ...



... die Mauern auf der Nord-, West- und Südseite.



Auf die Säulenbasen wurden 18 Säulen gestellt, ...



... deren Kapitelle aufwändig geschmückt sind.



Hier einige besonders schöne Beispiele ...



... mit zwei Lilien, die aus einem Gefäß herauswachsen ...



... oder diese Blattranken, die das gesamte Kapitell umgeben.



Hier noch einmal ein Blick ins hohe Mittelschiff ...



... mit seiner goldgeschmückten Apsis ...



... sowie ins südliche Seitenschiff.



Im hinteren Teil des Langhauses zweigt ...



... eine barocke Seitenkapelle nach Süden ab, ...



... davor diese schlichte Weihwasserschale.



Über dem Eingang des südlichen Seitenschiffes sind ...



... noch blass diese Fresken mit Personen zu erkennen.



Dann geht es an der Eintrittskassa vorbei ...



... wieder zum Eingangstor mit seinem ...



... mehrfachen Rundbogen mit Zahnfriesen.



Gleich daneben steht das Kanonikerhaus (Pfarrhaus),
in dem 1251 die Pfarrer von Poreč leben.

(s. Extra-Eintrag)











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