Freitag, 30. Januar 2026

 
 Deutschland, Brackenheim (Baden-Württemberg):
Burg Neipperg, 12. Jhdt.



In Neipperg, heute ein Ortsteil von Brackenheim, ...



... befindet sich diese Höhenburg aus dem 12. Jhdt., die ...



... die Stammburg der Herren und Grafen von Neipperg war.



Sie liegt heute zum Teil in den Weinbergen und ...



... ist ein beliebtes Wander- und Ausflugsziel.



Sie hat zwei massive Türme, die vielleicht auf
zwei ehemals getrennte Burgen hinweisen, die ...



... von einer gemeinsamen Ringmauer umgeben waren
die Obere Burg und die nur wenig ältere Untere Burg.



Die Anlage könnte von jeher ein Sitz der 1241 ...



... mit einem "Reinbot" erstmals erwähnten Familie 
"derer von Neipperg" gewesen sein.



Hier nun die beiden massiven Türme, von denen
der untere etwas schmäler, aber genauso hoch ist.



Er ist der älteste Bestandteil der Anlage. 



Von den Wohn- und Wirtschaftsgebäuden ...



... der Unteren Burg ist nichts mehr erhalten.



Doch eigentlich ist nicht sicher, ob beide "Burgen" ...



...überhaupt jemals voneinander getrennt waren.



Östlich des Wohnbergfrieds deOberen Burg verlief 
einst ein Halsgraben zur Bergseite hin, der ...



... jedoch heute aufgefüllt ist und einen Innenhof bildet.



Der Turm der Oberen Burg wurde um 1220 errichtet 
und diente als Wohnturm.



Sein ursprünglicher Haupteingang war in 10 m Höhe, 
wo sich auch eine hölzerne Balkonanlage befand. 



Der Turm ist knapp 10 x 10 m breit, 26 m hoch
und hat eine Mauerstärke von fast 2 m.



Seine Arkadenfenster stammen vermutlich von 
Handwerkern der Bauhütte des Klosters Maulbronn.



Man erreicht die Burg über eine Brücke.



1832 war das Palasgebäude unbewohnt und baufällig. 



Um 1850 erfolgte die Umgestaltung der Anlage zum ...



... Wirtschaftshof unter Graf Alfred von Neipperg.



Hier die so genannte "Obere Burg" mit ihrem Burgfried, ...



... und ihrem großen ehemaligen Palasgebäude.



Das mehrflügelige Stammhaus aus dem 16. Jhdt. steht
auf dem höchsten Platz des Burggeländes.



Im ersten Obergeschoss befindet sich ein 19 × 6,6 m 
großer Rittersaal mit gotischem Drillingsfenster.



Burg Neipperg wird heute für unterschiedliche 
Anlässe wie z.B. Hochzeiten genutzt.



Sie ist verpachtet und wird als "Schlossgut" betrieben.










Mittwoch, 28. Januar 2026

 
 Deutschland, Güglingen (Baden-Württemberg):
Martinskirche in Frauenzimmern, 2. Hälfte 13. Jhdt.
 


Bereits um 794 dürfte hier eine Holzkirche bestanden haben,
der im 9. Jhdt. ein erster und später ein zweiter Steinbau folgte.



In ihrer heutigen Form entstand diese Kirche 
in der 2. Hälfte des 13. Jhdts. 



Sie wird von einem massiven Ostchorturm dominiert, ...



... der ausgeprägte romanische Biforien aufweist.



Darauf wurde später eine Etage aus ...



... Fachwerk mit einem spitzen Helm aufgesetzt.



Der Turm steht auf quadratischem Grundriss.



An ihn schließt ein vergleichsweise kleines Langhaus an, ...



... in dem auf der Nordseite diese ...



... Fensterlaibung in Kleeblattform auffällt.



Daneben wurde die Wand wieder rückgebaut.



Auch auf der Südseite befindet sich ein Kleeblattfenster, ...



... das aber leider später ausgebrochen wurde.



An diesem sind noch Reste von romanische Reliefs ...



... wie dieser Tierkopf über einem Eichenblatt zu sehen.



Hier wurde der neue Zugang zur Kirche gelegt.



Auf der Südseite befindet sich auch das barocke
Epitaph eines Hofmeiers, der 1606 gestorben ist.



Daneben sind einige Schlusssteine angebracht, ...



... die wohl von den letzten Umbauten stammen.



Nicht so schön sind die riesigen rechteckigen Fenster,
die später eingebaut wurden und ziemlich lieblos wirken.



Auf dieser Seite wurde auch ein kleines, heute hellgelb
gestrichenes Sakristeihäuschen angebaut.



Darüber sind im Turm noch vier einzelne Steine 
eines ehemaligen Rundbogenfrieses zu erkennen.



Die Westseite ist sehr schlicht und hat ein ...



... zugemauertes gotisches Portal.



1971 erfolgte die letzte Renovierung der Kirche, bei der man 
die Evangelistensymbole im Gewölbe des Turmchors freigelegt hat.



1993 wurde eine neue Orgel beschafft.



Die Martinskirche ist von einem Friedhof umgeben.