Donnerstag, 29. April 2021


Italien, Bellagio (Como, Lombardei):
Basilika San Giacomo, 11. und 12. Jhdt. 


 

In bester Lage am Comer See, ...


 
... nämlich genau an der Spitze ...


 
... der "Halbinsel", die im Süden ...



 ... in den Comer See hineinragt, ...



 ... wurde diese Basilika um 1100 erbaut.



 Sie ist dreischiffig und hat an ihrer Ostseite ...


 

... noch drei für die Romanik typische
halbrunde Apsiden mit Lisenen und 
Rundbogenfriesen wie -fenstern.



 Ihr Campanile steht an ihrer Nordwestseite
und wurde im 16. und 17. Jhdt. barock umgebaut, ...



... zuletzt wurde er 1990 restauriert.



 Dafür hat das Kirchenschiff noch seine romanischen Züge ...



... mit seinen schmalen Fenstern und Stützpfeilern dazwischen.


 
 Auch die Westfassade trägt 
romanische Merkmale wie ...



 ... Rundbogenfenster und -friese.



An dieser Seite geht es auch in die Kirche, ...  



... die auf den ersten Blick einen 
klar strukturierten Eindruck macht.

 

 Die drei Kirchenschiffe sind durch Säulen und Pfeiler,
die aus dunklem Stein sind, voneinander getrennt.



 Auch die große Mittelapsis 
ist aus diesem Material und hat 
ein modernes Fresko in der Kalotte ...



 ... und darunter einen vergoldeten Altar.



 Das Fresko zeigt die Enthauptung
des Apostels Jakobus des Älteren,
dem diese Kirche geweiht ist.



Vor dem erhöhten Chorbereich ...

 

 ... steht eine Kanzel aus weißem Marmor
auf vier Säulen.



An ihr sind die Symbole der vier Evangelisten
Matthäus, Johannes, Markus und Lukas angebracht
- ein Mensch, ein Adler, ein Löwe und ein Stier.



Auch die beiden Nebenapsiden sind aus 
dunklen Steinquadern und haben Mosaike
mit goldenem Himmel wie die Hauptapsis.



In der südlichen Seitenapsis ist ...



... der Hl. Antonius mit dem Jesukind 
und weißen Lilien abgebildet, ...



... in der nördlichen die Gottesmutter
mit vier weiteren Frauen und zwei Engeln über ihr.



In der Nische daneben ist die Orgel untergebracht.



 Die Kirchenbänke sind durch Stühle ergänzt,
damit alle Gläubigen während der Messe Platz finden.



Alle drei Kirchenschiffe sind mit Holz gedeckt ...



... und großteils weiß verputzt, nur 
bestimmte Teile sind steinsichtig belassen.



Aber Bellagio ist nicht nur wegen seiner Basilika
begehrt und bekannt, sondern v.a. als Ausflugsziel
wegen seiner herrlichen Lage und seines milden Klimas.





Sehenswert!










Mittwoch, 28. April 2021


Italien, Lasnigo (Como, Lombardei):
Kirche Sant'Alessandro, 12. Jhdt. 



Prominent auf einem Hügel, ...


 

... aber eher abgelegen im Norden der Ortschaft Lasnigo,
die auf der südlichen "Halbinsel" liegt,
die in den Comer See hineinragt, ...



... "thront" diese alte Kirche ...



... direkt an der Straße von Mailand nach Bellagio.



Während heute offensichtlich eine
Luftverkehrsstraße über Lasnigo führt, ...



... lag die Kirche bereits während römischer Zeiten
direkt an der "Via Valassina", die schon damals
"Mediolanum" und "Bellasium" verband.



Charakteristisch ist ihr hoher Campanile
mit seiner lombardischen Gliederung ...



... mit Lisenen, Rundbogenfriesen ...


 
... und Biforien in den oberen drei Stockwerken.



Während Sant'Alessandro lange die Pfarrkirche
von Lasnigo war, ...



... wurde sie 1641 von einer im Ort
neu errichteten Kirche abgelöst und
dient seit damals als Friedhofskirche.



Man erreicht sie heute über diese Treppe,
die seit dem 18. Jhdt. von den 14 Stationen
eines Kreuzwegs flankiert wird.



Der Campanile überragt das
einschiffige Kirchengebäude bei Weitem ...



... und wurde damals sicherlich von
"Magistri Comacini", also Baumeistern
aus dem nahen Como oder Intelvital erbaut.



Er steht an der Nordwestseite von Sant'Alessandro, ...



... dessen Nordseite nur aus Steinmauern
ohne Fenster besteht.



Die Turmbasis hat ebenfalls keine Fenster ...



... und wurde aus großen grauen Steinquadern errichtet.



Die Ostseite der Kirche ist wegen
des Abhangs nur schwer zu fotografieren, ...




... sie schließt heute gerade ab und hat außen
keine halbrunde romanische Apsis mehr.



Dann geht es den Kalvarienberg hinauf
zur Kirche.



Innen überrascht Sant'Alessandro ...



... mit seinen zahlreichen Fresken.



Hier gibt es auch noch eine Ostapsis, die
viel niedriger und kleiner als das Kirchenschiff ist.



Ihr Hauptfresko ist eine Kreuzigungsszene ...



... von Andrea de Passeri aus dem Jahre 1513, ...



... doch auch ihre Decke ...


 

... und ihre beiden Seiten sind bemalt ...



 ... wie hier rechts mit diesem Motiv.


 

Daneben befinden sich v.a. an der Ostwand ...


 

... jede Menge weitere Fresken.



Hier noch zwei Aufnahmen, die die schöne Lage ...



... von Sant'Alessandro gut zeigen.





Sehenswert!