Dienstag, 3. Februar 2026

 
 Deutschland, Lobbach (Baden-Württemberg):
Klosterkirche in Lobenfeld, Ende 12. Jhdt. 



Diese ehemalige Klosterkirche steht in 
Spornlage auf einem kleinen Geländeplateau ...



... und ist ungefähr nach Osten ausgerichtet.



Sie geht auf das 12. Jhdt. zurück und war die ...
 
 
 

... Kirche des 1560 aufgehobenen Klosters Lobenfeld.



Das gotische Langhaus der Kirche wurde ab 
dem frühen 19. Jhdt. säkular genutzt und ...



... erst 1997 als Teil der Kirche wiederhergestellt.



Aus romanischen Zeiten überkommen ist ...



... der Ostbau mit seinem Querhaus und Chor.



Diese wurden um 1170/80 errichtet, ...



... nachdem das Kloster vor 1150 durch ...



... Augustiner-Chorherren gegründet worden war



Auffallend ist der rötliche Sandstein, ...



... aus dem die Kirche erbaut ist - er ist 
heute teilweise durch Ziegelsteine ergänzt.



Hier der Ostchor mit seinem Rundbogenfenster vorne ...



... und einem weiteren an seiner Seite.



Am Querhaus kann man erkennen, dass
hier einmal ein weiteres Gebäude anschloss.



Hier die Ansicht vom Ostchor mit dem 1862 ...



... neu eingebrochenen, romanisierenden Portal, ...



... an dem ein Löwenkopf angebracht ist.



Auf diesem Grundriss sind die romanischen Teilen 
auf der rechten Seite eingezeichnet.

(Bild leider unscharf)



Innen blickt man vom hohen Chor ins wieder instandgesetzte Langhaus.



Im Chor fallen die vielen Fresken auf, mit denen alle Wände bemalt sind.



Diese stammen größtenteils aus dem 13. Jhdt. und
zeigen ein außergewöhnliches Bildprogramm.



Neben Propheten und alt- und neutestamentlichen Szenen ...



... sind auch Heiligenlegenden und Heiligenbüsten dargestellt.



An einigen Stellen gibt es noch Übermalungen aus gotischer Zeit.



Hier zwei Heilige links und rechts vom Rundbogenfenster
auf der südlichen Chorwand.



Diese Fresken sind am besten erhalten, wenn auch
viele Inschriften nicht mehr lesbar sind.



Hier überwiegen um Bilder von Heiligen und Jungfrauen.



Darunter befindet sich ein Band mit Büstendarstellunen.



Hier die östliche Chorwand mit ihren Fresken:



Neben dem Fenster befinden sich wieder zwei ganzkörperliche Heiligendarstellungen, 
von denen einer wahrscheinlich der Hl. Paulus ist.



Das blassere große Fresko darunter hat leider unter
dem nachträglichen Einbau der Tür gelitten. 



Im nördlichen Querhaus ist auf einer
Empore die Orgel eingebaut.



Hier sind an der Wand nur noch z.T. Fresken zu sehen, ...



... die wie hier den auferstandenen Christus zeigen ...



... oder darunter wieder zwei Heilige.



Oberhalb und unterhalb der Empore ist die Darstellung ...



... des Hl. Christophorus mit Jesuskind zu sehen.



Daneben ist das Martyrium der 10.000 abgebildet.



Dieses Gemälde unter der Empore
ist sicher jüngeren Datums.



Im südlichen Querhaus sind keine Fresken mehr erhalten.



Es ist schlicht weiß ausgemalt.



Hier nun das wiederhergestellte gotische Langhaus, ...



... in dem man die ausgebesserten Stellen sichtbar gelassen hat.



Am hinteren Ende ist eine provisorische Empore eingezogen.



Auch der Dachstuhl ist im Rohzustand belassen.



Hier gibt es auf der Südseite einen weiteren Zugang.



Diese beiden Fenster sehen allerdings etwas besser aus.



Am Westende des Langhauses lässt ein großes ...



... Fenster viel Tageslicht herein.



Hier der Blick in den Chor von der
Empore des Langhauses aus.



Die Mauern des Chors sind mit Eisenstäben gesichert.



Der Bogen zum Langhaus und Chor ist der letzte
erhaltene alte Teil, dann schließt das jüngere Langhaus an.



Bemerkenswert sind auch die großen, gestalteten Kapitelle, ...



... auf denen die gewaltigen Arkaden aufliegen.



Jetzt gibt es noch einen letzten Blick zur Orgel ...



... und in den Chor mit seinen mittelalterlichen Fresken.



Außen hält diese Tafel hält noch einige Erläuterungen zur ehemaligen Klosterkirche bereit ...



... und diese Skizze zeigt, wie groß die Klosteranlage einmal war.

 
 
Seit 2004 nutzt das "Geistliche Zentrum Klosterkirche Lobenfeld" 
die Kirche für verschiedene Veranstaltungen. 




 



Sonntag, 1. Februar 2026

 
 Deutschland, Schwaigern (Baden-Württemberg):
Evangelische Johanneskirche, ursprünglich um 1200 erbaut
 


Am höchsten Punkte des Ortes Schwaigern, 
der westlich von Heilbronn liegt, wurde ...



... Anfang des 13. Jhdts. eine romanische Kirche ... 



... mit mächtigen Chorturm im Osten errichtet.
 


Diese wurde im 16. Jhdt. zu ihrer heutigen Gestalt erweitert. 



Hier ihr hoher, gotischer Chor mit ...



... massiven Strebepfeilern und langen Fenstern.



Von der romanischen Substanz sind heute ...



... der Turmsockel am ältesten sowie ...



... Teile des nördlichen Seitenschiffs.



Am Turm sind die romanischen Teile steinsichtig.



Ein Biforium wurde später zwar überarbeitet,
ist aber noch erhalten.



Auf den Turm wurde später eine Etage aufgesetzt, ...



... die heute einen Helm mit vier Ausgucken hat.



Hier die Mauer des nördlichen Seitenschiffs mit ...



... ihren "bunten" romanischen Steinquadern.



Sie ist stark überarbeitet und bekam größere Fenster,
ein gotisches Portal ist zugemauert.



Auf der Westseite scheinen auch noch
romanische Mauerreste auf, v.a. ...



... dieser Überfangbogen, unter dem sich heute
eine Sonnenuhr befindet, hat unter sich noch alte Quader.



Innen erweckt die Johanneskirche einen gotischen Eindruck.



Sie ist mit einem Kreuzrippengewölbe gedeckt.



Doch auf ihrer Nordostseite gelangt man ...



... in die romanische Turmbasis, in der links
noch ein Rundbogenfenster zu erkennen ist.



Hier noch einige alte Mauern im Seitenschiff, ...



... wobei nicht mehr klar ist, was hier noch ...



... romanisch oder schon gotisch oder jünger ist,
weil es inzwischen stark überarbeitet wurde.



Das hintere Ende des Mittelschiffs wurde später eingewölbt.



Dieses Schild an der Kirche informiert über ihre Entstehung.



Hier noch eine Ansicht von Schwaigern aus dem Jahr 1840,
in der die Stadtkirche den Ort weit überragt.