Donnerstag, 19. Juni 2014



Frankreich, St. Raphael (Var):
Ehemalige Kirche St. Pierre und Krypta, 12. Jhdt.



Mitten im alten Stadtkern befindet sich die älteste Kirche 
des heute aufstrebenende Badeortes an der Côte d'Azur.



Sie wurde von den Templern im provenzalischen romanischen Stil
auf den Grundmauern einer früheren karolingischen Kirche erbaut
und war ursprünglich dem Hl. Raphael geweiht.



Später erhielt sie das Patronat des Hl. Petrus.
Heute ist sie profaniert und Teil des Archäologischen Museums der Stadt.

Ihren massiven und wehrhaften Turm kann man besteigen
und die Aussicht auf  St. Raphael und Umgebung genießen.



Die Ostseite der ehemaligen Kirche weist 
nach wie vor eine größere mittlere Apsis
sowie eine kleinere nördliche Seitenapsis auf.



Eine südliche Seitenapsis wurde wohl dem Turm geopfert 
oder hat es vielleicht nie gegeben.

Dafür befindet sich hinter der massiven Grundmauer unter der Kirche
eine erstaunlich große und gut erhaltene Krypta.



Hier ein Blick auf die Gliederung am nördlichen Langhaus.



Das Kircheninnere ist sehr hell gestaltet, gut ausgeleuchtet
und mit zahlreichen interessanten Exponaten versehen.



An der Westseite ist eine Empore erhalten.



In der Seitenapsis sind die Fresken aus dem Mittelalter erhalten.



Auch diese ehemalige kleine Kapelle ist schön renoviert worden.



Einmalig ist diese bestens erhaltene Ostapsis in der Unterkirche.





Hier zwei Rundbogenfenster in ihren Blendarkaden.



Dieses Fenster wurde zur Hälfte zugemauert.





In der Krypta ist der alte Steinaltar der Templer noch erhalten.





Auch Steinreliefs aus urchristlichen Zeiten sind hier ausgestellt.



St. Pierre war früher Bestandteil einer Templer-Burg.



Wesentlich älter als alles menschliche Werk an diesem Ort
ist aber der Überrest dieses gut erhaltenen Mammut-Babies,
das in der Eiszeit sein frühzeitigen Ende gefunden hat.




Wirklich sehenswert!

Obwohl dieses Museum 
bei einem Aufenthalt an der Côte d'Azur
wahrscheinlich nicht die erste Priorität darstellt.






Mittwoch, 18. Juni 2014



Frankreich, Grimaud (Var):
Pfarrkirche St. Michel, 10. - 11. Jhdt.



Mitten im alten Ort Grimaud 
(nicht im neuen Ortsteil Port Grimaud an der Küste) 
und unterhalb der weithin sichtbaren Burgruine 
befindet sich diese schöne alte Kirche.



Ihre mächtigen Quadersteine in den Grundmauern 
sollen gar schon aus dem 8. Jhdt. stammen.



St. Michel wurde bereits 1949 - 1964 
und später noch einmal von 2000 - 2001 renoviert.



Hier eines der noch erhaltenen Rundbogenfenster
der südlichen Langhauswand aus der Nähe.



Durch dieses schlichte Eingangsportal im Westen betritt man die Kirche.



Diese ist innen schmucklos und steinsichtig gehalten,
entwickelt aber gerade dadurch ihren eigenen Charme.



Der Grundriss der Kirche ist ein lateinisches Kreuz.



Die Ostapsis ist zwar fensterlos,
dafür wunderschön gemauert und beleuchtet.



Ebenso bemerkenswert ist die südliche Seitenapsis.



Hier der Blick nach Westen, 
eine Orgel sucht man hier vergeblich.



Wie fast alle Kirchen in der Provence
ist auch diese innen ziemlich dunkel.



Umso mehr fallen die modernen Fenster auf, 
die 1975 von Jacques Gautier gestaltet wurden.



Auch der Ort selbst und seine Burgruine 
lohnen den Ausflug dorthin.




Sehenswert!






Dienstag, 17. Juni 2014



Frankreich, Tourtour (Var):
Pfarrkirche St.  Denis, um 1058.



Die Kirche liegt etwas abseits vom malerischen Ort Tourtour ...



 ... fast auf einem eigenen Hügel.



Eine erste Kirche kann bereits im 11. Jhdt. nachgewiesen werden.



Wann genau die heutige entstand, 
ist leider nicht mehr genau nachvollziehbar.



Der Turm ist mit großer Wahrscheinlichkeit erst später entstanden, ...





... während das Kirchenschiff alle Merkmale der Romanik aufweist.



Sicher ist auch, dass diese Ostapsis sehr alt ist ...



... und wahrscheinlich von der ersten Kirche stammt.



Auch innen ist die alte Rundapsis deutlich sichtbar, ...



... ebenso wie die Rückwand im Westen.
Das Tonnengewölbe ist wohl erst später entstanden.



Hinter der Kirche befindet sich ein kleiner Friedhof,
auf dessen Gräbern sich die für diese Gegend berühmten, 
wunderschönen Tonkränze und -blumen befinden.



Hier noch die Friedhofsmauer.



Auf dieser Tafel ist die Kirche ganz rechts außen zu sehen.