Dienstag, 30. Dezember 2025

 
 Deutschland, Heidelberg (Rheinland-Pfalz):
Ruine des Michaelsklosters auf dem Heiligenberg,
9. - 11. Jhdt.



Auf dem Heiligenberg nördlich von Heidelberg 
ließ das Kloster Lorsch bereits im 9. Jhdt. ...



... das benediktinische Michaelskloster über einer alten ...



... keltischen und römischen Kultstätte errichten - hier eine Skizze davon.



Bereits im 7. Jhdt. fanden hier merowingische
christliche Bestattungen statt.



Von der im 16. Jhdt. aufgegebenen Anlage sind Fundamentreste 
sowie zwei unterschiedlich hohe Türme erhalten
- hier ein Kupferstich aus dem 17. Jhdt.



Das Michaelskloster muss gemäß diesem Modell
ein stattliches Kloster gewesen sein.



Die Klosterkirche hatte zwei runde Westtürme
und einen höheren, viereckigen Vierungsturm.



Hier eine alte Zeichnung, wie die romanische Kirche 
innen ausgesehen haben könnte.



Sie hatte im Westen (hier oben links) eine lange, ungedeckte Vorhalle
und die weiteren Klostergebäude samt Kreuzgang schlossen im Osten an
statt wie sonst im Norden oder Süden der Kirche.




Man erreichte die Klostergebäude also von den beiden Querhäusern der Kirche aus.



Hier nun eine Luftbildaufnahme der heutigen Klosterruine, ...


 
... von der noch mehr Mauern erhalten sind als
vom nahen, kleineren Stephanskloster.



Ab dem Jahr 1023 wurde das Kloster von Abt Reginbald ...



... unter Verwendung karolingischer Bauteile neu erbaut.



Mit der Übernahme des Lorscher Klosters durch den 
Erzbischof von Mainz 1226 endete die Benediktinerzeit. 



Nach einem kurzen Zwischenspiel der Zisterzienser siedelten 
Prämonstratenser aus dem Kloster Allerheiligen im Schwarzwald ...



... im Michaels- und im nahen Stephanskloster.



Hier die Reste des dreischiffigen Langhauses ...



... mit dem mächtigen, erhöhten Ostchor, ...



... unter dem sich eine Krypta befand, von der 
noch erstaunlich viel erhalten ist.



Als 1503 ein Turm einstürzte und drei Mönche im Schlaf tötete, 
war offensichtlich der Niedergang des Klosters besiegelt.



Bereits im Jahr 1537 galt das Kloster als verlassen.



Die beiden Türme im westlichen Teil der Anlage können 
heute als Aussichtsturm bestiegen werden, ...



... wobei der Nordwest-Turm wegen seiner größeren Höhe 
von etwa 14 m auch eine Aussicht ins Rheintal bietet.



Unweit davon hat man auch einen Ausblick auf Heidelberg.



Hier der Ausblick vom höheren Nordwest- ...



... auf den niedrigeren Südwestturm.



Vom Nordwestturm sind noch zwei Etagen erhalten, ...



... die man mit einer Betonplattform gesichert ...



... und so als Aussichtsturm erhalten hat.



Das Tor wurde als Rundbogen gestaltet.



An einer anderen Stelle ist noch ein gotisches ...



... Spitzbogenfenster erhalten, ...



... das wohl den Blick vom Querhaus aus frei gab.



Auch dieses kleine Fenster kann man bewundern.



Am Westende des Kirchenschiffs wurden noch ...



... zwei Säulen mit Würfelkapitellen rekonstruiert.



Beide Turmstümpfe sind heute achteckig, ...



... wobei vom Südwestturm nur noch ein Geschoss vorhanden ist.



Hier die Informationstafel, die bei der Ruine 
des Michaelsklosters angebracht ist.




Sehenswert!











Sonntag, 28. Dezember 2025

 Deutschland, Heidelberg (Baden-Württemberg):
 Ruine des Stephanskloster auf dem Heiligenberg,
um 1090 gegründet


 
Auf dem 375 m hohen Michelsberg, der dem  ...



... Heiligenberg im Norden Heidelbergs vorgelagert ist, ...



... wurde Ende des 11. Jhdts. vom Kloster Lorsch ...



... neben dem größeren Michaelskloster auch dieses ...



... Stephanskloster erbaut, von dem heute nur noch 
Grundmauern erhalten sind.



Der Propst des nahen Michaelsklosters fand bald
Gefallen an diesem kleineren Kloster und ...



... ließ ab 1094 weitere Klostergebäude anfügen.



Im 12. Jhdt. wurde dann die Klosterkirche erbaut, ...



.... von der hier die Fundamente der 3 Ostapsiden zu sehen sind.



Der gesamte Chorraum war erhöht und ...



... nur über eine Treppe erreichbar.



In der großen Mittelapsis ist noch ein Altar angedeutet.



Hier die südliche, kleinere Seitenapsis.



Auch von den Nebengebäuden blieben noch Mauern stehen, ...



... sogar eine Tür samt Sturz ist noch erhalten.



Diese Tür führte in die Sakristei 
und von dort weiter in den Kapitelsaal.



Vom Südflügel sind nicht mehr viele Mauern erhalten, ...



... dafür steht auf seinen Fundamenten ...



... heute ein Aussichtsturm, ...



... der bezeichnender Weise ...



... "Heiligenbergturm" genannt wird.



Er wurde 1885-86 auf einem massiven Sockel ...



... aus den Steinen des Stephansklosters errichtet.



Vom Turm aus kann man das Schloss Heidelberg sehen.



Hier nun der Grundriss des kleineren Stephansklosters,
das benachbarte Michaelskloster war wesentlich größer.



Hier sind die einzelnen Klostertrakte auch beschriftet.



Im 16. Jhdt. wurde das Kloster im Zuge der ...



... Reformation aufgelöst und verfiel von da an.



 Damit sich hier nicht "Gesindel" ansiedeln konnte,
wurde es schließlich zum Abbruch freigegeben.