Kroatien, Peroj (Istrien):
Ehemalige Kirche St. Stephan, 7. - 11. Jhdt.
Bei dieser Kirche ist offiziell nur angeschrieben,
dass sie aus dem Mittelalter stammt.
Der schlichte Rechtsecksau steht an der großen Kurve,
die die Hauptstraße durch Peroj macht.
Während seine Nordseite bis auf ein Schlitzfenster
völlig schmucklos ist, ...
... sind an der Westseite vier große Lisenen erhalten, ...
... von denen die beiden mittleren jede in eine Art ...
... Kapitell münden und früher wohl einen Fries getragen haben.
Hier sind jedenfalls unten Vögel und oben
jeweils weitere Verzierungen zu erkennen.
Vielleicht sind es aber auch nur römische Spolien,
die man hier zum Schutz angebracht hat.
An der Türe stehen Öffnungszeiten, die sich aber
nicht auf die Kirche, sondern auf die sich derzeit ...
... darin befindliche Ausstellung beziehen.
Auf dem schlichten Türbalken befindet sich ein Kreuz, ...
... dann geht es in die Kirche, die grossteils steinsichtig ist.
Ab 1657, als die Ortschaft Peroj von Montenegrinern
besiedelt wurde, wurde diese Kirche vernachlässigt.
1834, als die neue Kirche im Ort geweiht wurde,
wurde St. Stefan gar an drei neue Besitzer verkauft,
die es als Stall und Scheune nutzten.
Hier nun das - leider damals - eingezogene innere
Zwischengeschoß, das als zusätzliche Fläche dient.
Hier ist noch ein Rundbogenfenster erhalten.
Wieder draußen geht es auch auf die Südseite, ...
... der eine Mauer vorangestellt ist.
Bei genauem Hinsehen kann man hier noch die alten, ...
... heute vermauerten Rundbogenfenster erkennen.
Dieses hier über der Türe ist sogar noch halb offen, ...
... während dieses hier völlig blind ist.
Das Südportal hatte früher ebenfalls einen Rundbogen.
Hier ist auch ein Steinsarg aufgestellt.
Auf der Ostseite sind interessanter Weise ...
... drei Rundbogenfenster zu erkennen, die allerdings ...
... viel weiter unten liegen als jene an den Seitenwänden.
Auch diese Fenster sind heute vermauert, lassen aber
den Schluss auf einen schlichten Ostabschluss ohne Apsiden zu.
Interessant ist auch das vermauerte Nordportal, wobei
der Durchlass unten schmäler war als der Rundbogen oben.
Auch auf dieser Seite gibt es vermauerte Rundbogenfenster.
Im Jahr 2000 kaufte die Stadt Vodnjan die Kirche
und versucht, sie halbwegs instand zu halten.










