Donnerstag, 1. Januar 2026

 
 Deutschland, Sinsheim (Baden-Württemberg):
Ehemalige Stiftskirche, ab ca. 1000 errichtet
 
 
 

Innerhalb dieser noch heute gut befestigten Anlage, ...



... die bis 2011 zum Kulturzentrum umgestaltet wurde, ...



... befindet sich diese ehemalige Stiftskirche, ...



... die das älteste Gebäude auf dem Areal und ...



... im Kern bereits aus dem 10. Jhdt. ist. 
 
 


Ihr achteckiger Turm fußt auf einem rechteckigen Sockel, ...



... das Langhaus scheint extra und erhöht zu stehen. 



Nördlich davon schließen die ehemaligen Stiftsgebäude an.



Im Inneren der Kirche wurden moderne Einbauten entfernt ...



... und historische Details wie Inschriften, Malereien und ...



... bildhauerischer Schmuck mit minimalen Ergänzungen restauriert. 



Zu den herausragenden Ausstattungsteilen der Kirche 
zählt v.a. der restaurierte Lettner aus dem 16. Jhdt. 
mit Rankenmalereien im Gewölbe, ...



... der den Innenraum künftig in einen
Veranstaltungs- und Servicebereich teilt.

(Leider kein Foto davon vorhanden.)



Das Stift Sinsheim geht auf eine Klostergründung des 
salischen Kraichgaugrafen Otto von Worms um das Jahr 1000 
an einem wohl bereits zur Zeit der Römer besiedelten Ort zurück. 



Zwischen 1092 und 1100 wurde das Stift unter 
Bischof Johannes in ein Benediktinerkloster umgewandelt. 



1496 wurde aus dem Kloster ein weltliches Kollegiatstift, ...


... das 1565 von Pfalzgraf Friedrich III. aufgehoben wurde. 



Ab 1887 wurde hier eine Kindererziehungsanstalt eingerichtet.



Leider ist an der Stiftskirche nicht mehr viel Romanisches zu sehen, ...




... auch an den nahen Klostergebäuden sucht man
eigentlich vergeblich danach.



 
 
 
 
 

Dienstag, 30. Dezember 2025

 
 Deutschland, Heidelberg (Rheinland-Pfalz):
Ruine des Michaelsklosters auf dem Heiligenberg,
9. - 11. Jhdt.



Auf dem Heiligenberg nördlich von Heidelberg 
ließ das Kloster Lorsch bereits im 9. Jhdt. ...



... das benediktinische Michaelskloster über einer alten ...



... keltischen und römischen Kultstätte errichten - hier eine Skizze davon.



Bereits im 7. Jhdt. fanden hier merowingische
christliche Bestattungen statt.



Von der im 16. Jhdt. aufgegebenen Anlage sind Fundamentreste 
sowie zwei unterschiedlich hohe Türme erhalten
- hier ein Kupferstich aus dem 17. Jhdt.



Das Michaelskloster muss gemäß diesem Modell
ein stattliches Kloster gewesen sein.



Die Klosterkirche hatte zwei runde Westtürme
und einen höheren, viereckigen Vierungsturm.



Hier eine alte Zeichnung, wie die romanische Kirche 
innen ausgesehen haben könnte.



Sie hatte im Westen (hier oben links) eine lange, ungedeckte Vorhalle
und die weiteren Klostergebäude samt Kreuzgang schlossen im Osten an
statt wie sonst im Norden oder Süden der Kirche.




Man erreichte die Klostergebäude also von den beiden Querhäusern der Kirche aus.



Hier nun eine Luftbildaufnahme der heutigen Klosterruine, ...


 
... von der noch mehr Mauern erhalten sind als
vom nahen, kleineren Stephanskloster.



Ab dem Jahr 1023 wurde das Kloster von Abt Reginbald ...



... unter Verwendung karolingischer Bauteile neu erbaut.



Mit der Übernahme des Lorscher Klosters durch den 
Erzbischof von Mainz 1226 endete die Benediktinerzeit. 



Nach einem kurzen Zwischenspiel der Zisterzienser siedelten 
Prämonstratenser aus dem Kloster Allerheiligen im Schwarzwald ...



... im Michaels- und im nahen Stephanskloster.



Hier die Reste des dreischiffigen Langhauses ...



... mit dem mächtigen, erhöhten Ostchor, ...



... unter dem sich eine Krypta befand, von der 
noch erstaunlich viel erhalten ist.



Als 1503 ein Turm einstürzte und drei Mönche im Schlaf tötete, 
war offensichtlich der Niedergang des Klosters besiegelt.



Bereits im Jahr 1537 galt das Kloster als verlassen.



Die beiden Türme im westlichen Teil der Anlage können 
heute als Aussichtsturm bestiegen werden, ...



... wobei der Nordwest-Turm wegen seiner größeren Höhe 
von etwa 14 m auch eine Aussicht ins Rheintal bietet.



Unweit davon hat man auch einen Ausblick auf Heidelberg.



Hier der Ausblick vom höheren Nordwest- ...



... auf den niedrigeren Südwestturm.



Vom Nordwestturm sind noch zwei Etagen erhalten, ...



... die man mit einer Betonplattform gesichert ...



... und so als Aussichtsturm erhalten hat.



Das Tor wurde als Rundbogen gestaltet.



An einer anderen Stelle ist noch ein gotisches ...



... Spitzbogenfenster erhalten, ...



... das wohl den Blick vom Querhaus aus frei gab.



Auch dieses kleine Fenster kann man bewundern.



Am Westende des Kirchenschiffs wurden noch ...



... zwei Säulen mit Würfelkapitellen rekonstruiert.



Beide Turmstümpfe sind heute achteckig, ...



... wobei vom Südwestturm nur noch ein Geschoss vorhanden ist.



Hier die Informationstafel, die bei der Ruine 
des Michaelsklosters angebracht ist.




Sehenswert!