Mittwoch, 4. März 2026

 
 Deutschland, Öhningen (Baden-Württemberg):
Klosterkirche St. Genesius und St. Marien in Schienen, 
um 1030 errichtet



Im Norden von Öhningen und unweit des Bodensees ...



... wurde in Schienen auf der Halbinsel Höri wohl schon ...



... um das Jahr 800 dieses Benediktinerkloster gegründet.



Man hatte aus dem Kloster Reichenau die Gebeine ...



... der Heiligen Genesius und Eusebius hierher gebracht.



Die Klosterkirche wurde um 1030 aus Kieselmauerwerk
als frühromanische Basilika ohne Querhaus errichtet.



Der Kirchturm sitzt auf dem Übergang zwischen
Mittelschiff und Chor. 
 


Leider war die Kirche eingerüstet, als ich da war.



Daher ging es gleich in die Kirche, die innen ...



... wohltuend schlicht gestaltet und gehalten ist.



Die Rundbogenarkaden ruhen auf Pfeilern und sind steinsichtig.



Ein hoher, ebenfalls steinsichtiger Triumphbogen ...



... trennt das Mittelschiff vom rechteckigen Chor.



Dieser hat ein Ostfenster, das als doppelter Rundbogen gestaltet ist.



Sonst ist der Chor schlicht und weist 
nur links und recht Chorbänke auf.



Im linken Seitenschiff befindet sich ein Taufstein und ...



... dahinter ein Nebenaltar mit einer Madonna mit Kind.



Am Ende des südlichen Seitenschiffs ...



... ist eine Pietà angebracht.



Das nördliche Seitenschiff hat einen gotischen Seitenaltar ...



... und an seiner Rückseite eine Wendeltreppe zur Empore.



Hier der Wandaufriss des Mittelschiffs mit seinen
ungewöhnlichen, hoch liegenden Rundfenstern im Obergaden.



Das Mittelschiff ist flach mit Holz gedeckt und hat ...



... im Westen eine hölzerne Empore mit der Orgel darauf.



Diese ist keine Pfeifenorgel, sondern rein elektronisch,
obwohl ein Prospekt mit Pfeifen zu sehen ist.



Hier das Westportal mit seinem gläsernen Windfang.



Daneben sind hölzerne Skulpturen ausgestellt.



Von hier ist auch die Wendeltreppe gut zu sehen.



Nach einem letzten Blick ins romanische Kirchenschiff ...



... geht es hinaus auf einen Rundgang um die eingerüstete Kirche.



Auch das südliche Seitenschiff hat ein Rundbogenportal.



Interessant ist, dass heute viele Fenster Rundfenster sind,
nur auf der Ostseite überwiegen die Rundbogenfenster.



Der Turm hat die für die Region typische achteckige Haube.



Auf der Südostseite ist die Sakristei angebaut.



Hier der Chor mit seinem Rundbogenfenster.



Die Kanten des Chors sind mit Steinquadern verstärkt.



Auf der Nordseite ist dem Seitenschiff ebenfalls ...



... ein kleiner Anbau vorangestellt.



 Das Kloster gehörte zum Hochstift Konstanz 
und wurde 1757 aufgelöst.



Die Klosterkirche ist heute Gemeinde- und Wallfahrtskirche. 







 
 

Montag, 2. März 2026

 
 Deutschland, Büsingen am Hochrhein (Baden-Württemberg):
Bergkirche St. Michael, um 1000 erbaut



Der 415 m hohe Kirchberg, auf dem sich die ...


 

... Bergkirche über die umgebende Landschaft erhebt, ...



... ist seit dem Jahr 1939 Landschaftsschutzgebiet.



Der Zeitpunkt der Gründung der Kirche ist unbekannt, ...



... reicht aber wohl weit vor das Jahr 1000. 



Sie gilt als eine der frühen Landkirchen des Bistums Konstanz, ...



... hatte einen umfangreichen Sprengel und wird 
heute gerne als Hochzeitskirche genutzt.



1095 wurde die Bergkirche erstmals urkundlich erwähnt.



Hier nun das Langhaus mit seinem Rundbogenportal ...



... und den drei original romanischen, sehr hoch ...



... liegenden Rundbogenfenstern.



Der Turm entstand vielleicht erst im 12. Jhdt.



Die nach Osten ausgerichtete Kirche zeichnet sich aus ...



... durch das schlichte, einschiffige Langhaus mit den ...



... hoch liegenden kleinen Rundbogenfenstern. 



Es handelt sich um eine flach gedeckte Saalkirche mit ...



... eingezogenem, gerade abgeschlossenem Chorraum.



Leider wurden während der Spätgotik
der Kirchenschmuck entfernt ...



... und die gotischen Malereien übertüncht.



Die graue Fensterumrahmung ist barock und ...



... hat ein Ostfenster aus dem Jahr 1977 mit
der Darstellung des gekreuzigten Christus.



Auf der Nordseite ist diese kleine Türe zu sehen.



Das Kirchenschiff ist schlicht mit Holz gedeckt und ...



... hat im Westen eine Holzempore mit der Orgel, ...



... die allerdings erst aus dem Jahr 2000 stammt.



Die Laibungen der hochliegenden Fenster sind bemalt.



Nach einem letzten Blick ins Kircheninnere geht es ...



... wieder ins Freie und weiter um die Kirche.



Der Turm gehört mit zu den ältesten Bauteilen. 



Auch die an seiner Seite angebaute Sakristei zählt ...



... zur ursprünglich romanischen Bausubstanz.



Sie weist wie der Turm Sehschlitze auf, ...



... hat aber auch ein rechteckiges Fenster.



Der Turm darüber hat auf allen 4 Seiten Biforien.



Hier nun der Ostabschluss (Chor) von außen ...



... mit dem kleinen romanischen Rundbogenfenster.



Auch auf seiner Nordseite gibt es ...



... ein Rundbogenfenster, das durch
einen gemalten Rahmen betont ist.



Im Langhaus wurde während der Reformation
ein spätgotisches Fenster ausgebrochen, ...



... sonst überwiegen auch auf dieser Seite ...



... hohen, romanischen Rundbogenfenster.

(Foto leider unscharf)



Im 17. Jhdt. wurde das Kirchenschiff Richtung Westen verlängert, ...



... aus dieser Zeit stammen auch diese größeren Fenster.



Unterhalb der Kirche sind noch ein Wirtschaftsgebäude ...



... sowie das Mesnerhaus erhalten.



Beide sind genauso hochromanisch wie die Kirche und ...



... die hohe Mauer, die den Friedhof vollständig umschließt.