Sonntag, 5. April 2026

 
 Kroatien, Peroj (Istrien):
Ehemalige Kirche St. Stephan, 7. - 11. Jhdt.



Bei dieser Kirche ist offiziell nur angeschrieben,
dass sie aus dem Mittelalter stammt.



Der schlichte Rechtsecksau steht an der großen Kurve,
die die Hauptstraße durch Peroj macht.



Während seine Nordseite bis auf ein Schlitzfenster
völlig schmucklos ist, ...



... sind an der Westseite vier große Lisenen erhalten, ...



... von denen die beiden mittleren jede in eine Art ...



... Kapitell münden und früher wohl einen Fries getragen haben.



Hier sind jedenfalls unten Vögel und oben 
jeweils weitere Verzierungen zu erkennen.



Vielleicht sind es aber auch nur römische Spolien, 
die man hier zum Schutz angebracht hat.



Das ehemalige Rundbogenportal wurde später oben zugemauert.



An der Türe stehen Öffnungszeiten, die sich aber
nicht auf die Kirche, sondern auf die sich derzeit ...



... darin befindliche Ausstellung beziehen.



Auf dem schlichten Türbalken befindet sich ein Kreuz, ...



... dann geht es in die Kirche, die grossteils steinsichtig ist.



Ab 1657, als die Ortschaft Peroj von Montenegrinern 
besiedelt wurde, wurde diese Kirche vernachlässigt.



1834, als die neue Kirche im Ort geweiht wurde,
wurde St. Stefan gar an drei neue Besitzer verkauft, 
die es als Stall und Scheune nutzten.



Hier nun das - leider damals - eingezogene innere
Zwischengeschoß, das als zusätzliche Fläche dient.



Hier ist noch ein Rundbogenfenster erhalten.



Wieder draußen geht es auch auf die Südseite, ...



... der eine Mauer vorangestellt ist.



Bei genauem Hinsehen kann man hier noch die alten, ...



... heute vermauerten Rundbogenfenster erkennen.



Dieses hier über der Türe ist sogar noch halb offen, ...



... während dieses hier völlig blind ist.



Das Südportal hatte früher ebenfalls einen Rundbogen.



Hier ist auch ein Steinsarg aufgestellt.



Auf der Ostseite sind interessanter Weise ...



... drei Rundbogenfenster zu erkennen, die allerdings ...



... viel weiter unten liegen als jene an den Seitenwänden.



Auch diese Fenster sind heute vermauert, lassen aber 
den Schluss auf einen schlichten Ostabschluss ohne Apsiden zu.



Interessant ist auch das vermauerte Nordportal, wobei 
der Durchlass unten schmäler war als der Rundbogen oben.



Auch auf dieser Seite gibt es vermauerte Rundbogenfenster.



Im Jahr 2000 kaufte die Stadt Vodnjan die Kirche
und versucht, sie halbwegs instand zu halten.











Mittwoch, 1. April 2026

 

Kroatien, Vodjnan (Istrien):
Kirchlein St. Katarina, 12. oder 13. Jhdt.



Diese kleine Kirche befindet sich im Ortszentrum 
an einer Weggabelung der Straße Sv. Katarina.



Sie ist aus Steinquadern errichtet und hat auf ihrer
Nordseite ein vermauertes Rundbogenportal.



Auf der Ostseite befindet sich eine halbrunde Apsis,
die fensterlos und frühromanischen Ursprungs ist.



Dafür gibt es auf der Westseite einen Zugang, 
zwei kleine Fenster und einen Dachreiter mit Glocke.



Innen wurden 2012 Wandmalereien speziell ...



... auf der Nordwand entdeckt und konserviert.



Diese zeigen neben der Hl. Katharina auch Szenen ...



... mit der Hl. Apollonia und dem Hl. Franziskus.



Neben Christus in der Apsis wurden auch Fresken
mit Heiligen auf der Südwand entdeckt.



Diese Abbildung eines Königs scheint am besten erhalten.











 
 Kroatien, Fažana (Istrien):
Kirchlein St. Maria vom Berg Karmel, 14. Jhdt.
auf Grundmauern aus dem 9. Jhdt.
  
 
 

Gegenüber der Insel Brijuni liegt dieses Fischerdorf, 
das sich inzwischen eines regen Touristenzustroms erfreut.



Am Rande des Ortszentrums befindet sich die
kleine Kapelle "Hl. Maria vom Berg Karmel".



Hier gab es bereits im 9. Jhdt. ein Kirchlein, auf
dessen Grundmauern diese Kapelle errichtet wurde.



Grund für die Aufnahme in die romanischen Gebäude
ist v.a. dieser Wandaufbau aus Sandsteinquadern,
obwohl die Kapelle erst im 14. Jhdt. entstanden ist.



Sie öffnet sich mit einer Vorhalle, die erst im 17. Jhdt. 
angefügt wurde, fast in Richtung Norden.



Die kleine Kirche ist nicht wirklich eingeostet.



Über der eigentlichen Kapelle sitzt ...



... ein kleiner Dachreiter mit einer Glocke, ...



... die durch einen Seilzug betätigt werden kann.



Hier der eigentliche Eingangsbereich mit einem ...



... Rundbogenportal und zwei vergitterten Fensterchen.



Innen ist die kleine Kapelle schlicht und ...



... weist überall Reste von Fresken auf, ...



... die im 15. Jhdt. angebracht worden sind.



Welche Szenen diese darstellten, scheint heute ...



... nicht mehr wirklich nachvollziehbar.



Über dem Altar befindet sich eine Nische mit einer Muttergottes,
meist gibt es hier sonst ein kleines Rundbogenfenster.



Ein solches sitzt hier auf der Südostseite,
an dem auch die Mauerstärke erkennbar ist.



An den Wänden befinden sich mehrere rote Weihekreuze.



An der Decke ist diese Mandorla zu sehen, 
in der wahrscheinlich einst Christus gethront hat:
Heute ist er leider komplett verblasst.



Unweit davon sind diese Figuren mit Hut zu erkennen.



Den Resten nach zu urteilen waren diese Fresken ...



... wohl sehr bunt und ziemlich lebendig gestaltet.



Hier das kleine Fensterchen links neben dem Eingang.



Innen leuchtet über dem Portal eine kleine Lampe.



Die Kapelle ist spitztonnengewölbt ...



... und besteht nur aus diesem Raum.



Die Vorhalle wird heute von einem Künstler zum 
Verkauf seiner Artefakte genutzt.



Auf der Nordseite gibt es noch dieses kleine Fenster, ...



... die Rückseite im Osten ist steinsichtig und schmucklos.



Die Kapelle fügt sich hübsch in einen Platz ein und ...



... befindet sich im Schatten einer Palme und einer Zypresse.