Dienstag, 26. August 2025

 
 Deutschland, Ettlingen (Baden-Württemberg):
Kirche St. Lucia in Grünwettersbach, 11. - 12. Jhdt.


 
Auf einer Anhöhe im kleinen Ort Grünwettersbach, ...

 

... wo sie sich zuerst ein wenig versteckt, ...



... ragt schließlich St. Lucia vor einem auf.



Ihr ältester Teil ist der romanische Westturm, ...



... der neben Rundbogenfriesen auch ...



... einige romanische Zwillingsfenster aufweist.



Weiter unten zieht sich ein Zahnfries um die Turmbasis, ...



... wobei hier ein Kopf aus Stein eingemauert ist.



Dieser soll einer von zwei "Kapuzinern" sein,
die die Kirche vor Unheil bewahren sollen.



Der zweite befindet sich auf der Westseite ..



... und blickt ebenfalls in Richtung Süden.



Das verkleidete Turmobergeschoß mit
dem Geläut wurde später aufgesetzt.



Auch auf der Nordseite sind zwei Biforien zu sehen ...



... mit massiven Mittelsäulen und Balken.



Seit 1534 ist St. Lucia evangelisch und
ab 1782 wurde das Kirchenschiff neu gebaut.



Hier das barocke Portal auf der Südseite, das ...



... den Hauptzugang zum großzügig gestalteten Innenraum bildet.



Das bis heute erhaltene Taufbecken trägt die Jahreszahl 1491.



Der Stolz der Kirchengemeinde ist auch diese Orgel, ...



... die auf der Westempore ihren Platz gefunden hat.



Hier noch ein alter Stich, der zeigt, dass sich
St. Lucia in der jüngsten Zeit kaum mehr verändert hat.







Donnerstag, 21. August 2025

 
 Deutschland, Bad Herrenalb (Baden-Württemberg):
Vorhalle der ehemaligen Klosterkirche, um 1200
 
 
 

Dieser Schwarzwälder Kurort im Albtal ist aus 
einem Kloster hervorgegangen, das ...



... 1148 von Zisterziensern aus dem Elsass gegründet wurde.



Von diesem Kloster ist heute noch die ehemalige 
Vorhalle zur Kirche, das "Paradies", z.T. erhalten.



Es wurde um 1200 errichtet und im Jahr 1462 erhöht.



Es war der Versammlungsraum der Konversen und
diente als Beisetzungsstätte des lokalen Adels.



Hier die Ostseite mit ihrem Rundbogenportal
und zwei Zwillingsfenstern, über denen ...



... nicht ganz symmetrisch im 15. Jhdt. ein
gotisches Maßwerkfenster eingebaut wurde.



Darüber thront ein kleiner gotischer Dachreiter.



Die Biforien sind zweistufig und haben in ihrer Mitte ...



... gar ein Bündel aus sechs Säulen mit Kapitellen.



Das Rundbogenportal ist mehrstufig und
hat ein schlichtes, ungestaltetes Giebelfeld.



Warum das gotische Fenster nicht genau in
der Mitte über dem Portal erbaut wurde, ist nicht klar.



Hier das Westportal von innen gesehen, 
wo es einen halbrunden Bogen über dem Tympanon hat.



Beide Biforien daneben sind innen genauso gestaltet ...



... wie außen und haben vergleichsweise dünne Säulchen.



An deren Kapitellen sind Muster zu erkennen, ...



... die zarte Pflanzenornamente darstellen.



Auch hier sind Blattmuster eingraviert.



An diesem Bild ist der schiefe, nachträgliche Aufbau
des Giebels deutlich erkennbar.



Die Biforien an der Südseite der Vorhalle sind einfacher ...



... gestaltet und ruhen auf jeweils drei Zwillingssäulen.



Die Ostseite der Vorhalle war zugleich die Westseite
der Klosterkirche, wo noch das große Portal erhalten ist.



Dieses ist ähnlich schlicht gestaltet wie jenes
der Vorhalle, nur wesentlich größer und höher.



Auf der Nordseite der Vorhalle steht dieses Fachwerkhaus,
wo unter einem Dach zahlreiche alte Grabplatten stehen.



Hier nun die Rückseite des ehemaligen Kirchenportals, ...



... auf dem kurioser Weise seit 200 Jahren eine Kiefer wächst.



Neben dem Portal und hinter dem Fachwerkhaus ...



... gibt es noch Grundmauern der romanischen Kirche, 
vor denen heute alte Grabsteine ausgestellt sind.



Hier ein mächtiger Block, der wohl einmal das
Gewölbe des romanischen Mittelschiffs getragen hat.



Hier sind zwei Schlusssteine von Rundbogenfenstern zu sehen ...



... und hier weitere Bausteine der alten Kirche.



Gleich gegenüber befindet sich die 
während des Barock neu gebaute Kirche, die
wesentlich kleiner ist als die romanische Kirche.



In der Barockkirche ist nichts Romanisches mehr erhalten, ...



... die ursprüngliche Kirche wurde 1642 im Dreißigjährigen Krieg 
zerstört und das Kloster 1649 aufgelöst.



Hier ein Plan, der zeigt, wie groß diese Klosteranlage 
einmal war und welche Gebäude sie umfasste.



Auf Schautafeln ist auch dargestellt, wie die ...  



... Klosterkirche mit Vorhalle einst ausgesehen hat.



Hier ihr Grundriss, in dem jene Mauern, die
es heute noch gibt, in Dunkelbraun eingezeichnet sind.



Dieser Grundriss zeigt die Mauern der ursprünglich ...



... romanischen Kirche mit ihrer Vorhalle.



Diese wurde 1462 - 1478 im gotischen Stil erweitert ...



... und erhielt steilere Dächer und einen hohen Dachreiter.



1789 entstand dann aus den nach dem Dreißigjährigen Krieg
übrig gebliebenen Mauern eine viel kleinere Kirche,
sodass die romanische Vorhalle heute gesondert da steht.



Die kleine Barockkirche besteht ebenso ...



... aus rötlichen Quadersteinen wie die romanische Kirche, ...



... hat aber einen kleinen Westturm mit Spitzhelm.



Daneben sind Säulenstümpfe der romanischen Kirche zu sehen, ...



... dahinter wurde eine Kloster-Kräutergarten eingerichtet.



Auf der Ostseite der Barockkirche sind 
einige wenige Reste wie diese alte Mauer ...



... und dieses romanische Rundbogenfenster zu sehen.



Der gotische Chor der Zisterzienserkirche blieb erhalten ...



... mit diesem zum Fenster umgebauten Portal.



Gegenüber befindet sich das Haus
mit der ehemaligen Abtswohnung, ...



... das noch ein mehrstufiges gotisches Portal hat.



Vom Portal aus ist die Ostseite der Kirche gut zu sehen ...



... mit dem hochgotischen Chor mit Maßwerkfenstern.



Auf der Nordseite sind ebenfalls noch ...



... Reste von romanischen Mauern und
ein Rundbogenfenster erkennbar.



Die ursprünglich romanische Kirche wurde 1177 
vollendet und war eine dreischiffige Basilika.



Die heutige, kleinere Barockkirche ist eine Saalkirche ...



... und wird aus diesem Blickwinkel von Bäumen verdeckt.



Das alte Paradies hingegen ist heute gut sichtbar.



Neben der Vorhalle ist noch eine Wand der Klosterscheuer
komplett in romanischem Zustand erhalten.



Am Klostervorhof ist dieser alte Kopf eingemauert ...



... und der Rathauszugang im ehemaligen Eckturm 
ist als romanisches Rundbogenportal gestaltet.