Freitag, 29. Januar 2021


Italien, Domazzano (Lucca, Toscana):
Kirchlein San Donato, 12. Jhdt.

 

Diese erstmals 1181 erwähnte Kirche 
besteht aus einem einfachen Kirchenschiff ...



... und einem südlich davon stehenden Turm, ...



... zwischen denen eine Straße hindurchführt.



Während der Turm sicherlich
später errichtet wurde, ...



... ist das Kirchenschiff romanisch,
aus hellgrauen Kalksteinquadern erbaut ...



... und bis auf zwei Rundbogenfenster ...



... und zwei Türen schlicht und schmucklos.



Die Nordseite hat sogar 
weder Fenster noch Portale.



Dafür befindet sich auf der Ostseite ...



... eine aus mehreren Gesteinsfarben
gestaltete halbrunde Ostapsis,
die auf einem Sockel aus kleineren Steinen steht.



Die Apsis ist weiters durch Lisenen gegliedert ...



... und hat drei Rundbogenfenster.



Zusätzlich ist sie mit einem dünkleren Gesims
und einer Konsole unter dem Dach dekoriert.



Innen ist San Donato erwartungsgemäß
ebenfalls einfach und schmucklos gehalten.



Vor der Ostapsis steht ein steinerner Altar.



In der Apsis befanden sich früher einmal
romanische Fresken,  ...


 
... diese sind heute nur noch
in Ansätzen zu erahnen.



Etwas ungewöhnlich ist dieser purpurne Baldachin,
der über dem Altar angebracht ist.



Das kleine Kirchlein hat gerade einmal genug Platz
für Kirchenbänke und ein paar Bilder.



Der Dachstuhl ist - wie während der
Romanik üblich - aus Holz.








Mittwoch, 27. Januar 2021


Italien, Borgo a Mozzano (Lucca, Toscana):
Brücke "Ponte delle Maddalena", 1055 - 1115 erbaut



 In der Nähe des Ortes Borgo a Mozzano,
der im Tal des Flusses Serchio liegt, ...
 


... wurde bereits im 11. Jhdt. eine erste Brücke gebaut,
die im 13. Jhdt. wesentlich erweitert worden ist.



Sie hat eine Gesamtlänge von 95 m
- charakteristisch ist ihr großer Bogen, 
der eine Spannweite von fast 38 m hat.



Er ist 18,5 m hoch, die kleineren Bögen 
haben Höhen von 4, 5 und 7 m.



Die nur 3,7 m breite Brücke ist komplett gepflastert ...



... und folgt dem Höhenverlauf der Bögen.



Sie war früher Teil der Via Francigena,
die Pilger vom Frankenreich auf ihrem Weg nach Rom 
zur Grabstätte der Apostel Petrus und Paulus nutzten.



Ihr Name leitet sich aus einer um 1500 errichteten Ädikula
 mit der Statue von Maria Magdalena ab,
die aber heute nicht mehr vorhanden ist.



Im Volksmund wird sie auch "Ponte del Diavolo"
genannt, da sie der Legende nach 
unter Mithilfe des Teufels errichtet wurde.



Die Brücke wurde über die Jahrhunderte 
immer wieder renoviert. 



1670 erließ die Republik von Lucca ein Gesetz, 
das den Transport von Mühlsteinen 
über die Brücke verbot, 
um sie nicht zu beschädigen.



So ist die Brücke bis heute erhalten
und eine Touristenattraktion,
aber natürlich nicht durch Autos befahrbar.



Durch den Bau der Bahnstrecke 
"Aulla Lunigiana–Lucca" zu Beginn des 20. Jhdts.
musste ein Brückenbogen zur Bahnunterführung
auf der westlichen Seite beigefügt werden.





 Sehenswert!








 

Montag, 25. Januar 2021


Italien, Gallicano (Lucca, Toscana):
Kirche San Jacopo, 11. Jhdt.



Ein Wegweiser an der Hauptstraße von Gallicano
weist in Richtung der Pfarrkirche San Jacopo, ...



... die man durch diese Altstadtgasse erreicht.



An deren Ende thront sie auf einem Hügel, ...



... von dem man den Ort gut überblicken kann.



Bereits im Jahr 771 war an dieser Stelle
ein Sakralbau dokumentiert, ...



... der heutige Bau mit einem Kirchturm,
der etwas abseits steht, ...



... stammt aber aus dem 11. Jhdt.



In seiner Südseite wurde ein Portal vermauert,
dessen Rundbogen gut zu sehen ist.

Den einfachen Mustern nach zu schließen,
könnte dieser durchaus noch ein Relikt
des Baus aus dem 8. Jhdt. sein.



Die restliche Kirchenmauer
ist schon mehrmals mit hellerem Stein
ausgebessert worden.



Hier wurde ein weiteres Rundbogenportal
verschlossen, die kleinen Fenster darüber
sind aber original romanisch und noch offen.



Das Rundbogenfries unter dem Dach
zieht sich um das gesamte Gebäude ...



... und hat an seiner Westseite
ein kleines Biforium darüber.



Das große Rundfenster darunter
stammt aber aus späteren Zeiten.



Einige der Konsolsteine des Frieses
sind gestaltet wie dieser hier mit einem Kopf.



Der Turm scheint erst später hinzugefügt
worden zu sein, ...



... jedenfalls ragt er weit über die Häuser
der Altstadt empor.