Mittwoch, 17. Oktober 2018


Frankreich, Bourg-Madame (Pyrénées-Orientales):
Kirche Saint-Romain im Ortsteil Caldégas, 
11. Jhdt.


 

Diese auf den ersten Blick zu Unrecht
ein wenig unscheinbar wirkende Kirche
wurde im 10. Jhdt. das erste Mal erwähnt.



Das aktuelle rechteckige Kirchenschiff ...



... mit seiner halbrunden Ostapsis
wurde allerdings erst ein Jahrhundert später errichtet.



Diese Form des Ostabschlusses
wird noch der "einfachen" Romanik zugeordnet, ...



... da die eingearbeiteten Lisenen und Rundbogenfriese
noch nicht so tief profiliert sind
wie während der "Hoch-" oder "Spätromanik".



Dennoch sind diese typisch "lombardischen" Muster
sehr schön mit verschiedenfärbigen
Steinen und Ziegelsteinen ausgearbeitet.



Die Ostapsis hat nur ein Fenster in der Mitte,
an der Seite keine weiteren.



An der Nordostseite wurde im 18. Jhdt.
diese fensterlose rechteckige Kapelle angefügt.



Auch die Nordwand des Kirchenschiffs
weist Rundfriese auf, scheint aber später
aufgestockt worden zu sein.



An der Westseite sticht zuerst ...


 

... der hohe Glockengiebel ins Auge, ...



... ehe man an der Südseite daneben ...



 ... den Zugang zu Kirche und Friedhof entdeckt.




 Hier tut sich unter einem Vordach
eine Überraschung auf:



Hier sind noch mittelalterliche Fresken erhalten,
wobei die Fresken rechts neben dem Portal
kaum mehr zu erkennen sind.



V.a. das Rundbogenporta
ist bunt verziert, ...



... und darüber befindet sich ein Gemälde, ...



... das übermalt wirkt und vielleicht
den Hl. Romanus zeigt.



Hier sind auch an der Ostseite rechts
die weiteren Anbauten aus dem 18. Jhdt. sichtbar:
ein Kapelle und die Sakristei.



An der Kapelle wurde wohl nachträglich ...



... dieses Fenster mit Bruchstein vermauert.



Südlich der Kirche befindet sich ein Friedhof ...



... mit zum Teil sehr alten Grabsteinen.



Saint-Romain ist seit 1952 "Monument Historique".





Sehenswert!









Sonntag, 14. Oktober 2018


Frankreich, Planès (Pyrénées-Orientales):
Kirche Notre-Dame-de-la-Merci,
11. oder 13. Jhdt.

 

Um diese Kirche, die etwas abgelegen 
vom verstreuten Ort Planès liegt, ...


 

... ranken sich wegen ihrer ungewöhnlichen runden Form
seit Jahrhunderten Legenden.



Während die einen in ihr eine ehemalige Moschee sehen,
in der ein konvertierter und allierter Muslim
aus der Zeit der arabischen Besetzung 
der Region begraben wurde, ...



... halten sie die anderen wegen ihrer Kleeblattform
für eine ehemalige Templerkirche.



Somit ist ihre Entstehungszeit leider 
nicht genau datierbar, ...



... doch dies tut der ungewöhnlichen Schönheit
dieser Kirche keinen Abbruch.



 Ihre Grundform ist ein gleichseitiges Dreieck,
an dessen Seiten je eine Apside angebaut ist.



Diese Konstruktion wird außen
 von einem Zylinder überhöht, ...



... der innen aber eigentlich eine Kuppel ist,
die außen nur verkleidet ist.



Das Gebäude wird von einem
Glockengiebel bekrönt, ...



... in dem sich zwei Glocken befinden,
die von außen über zwei Seile bedient werden können.



Erwähnt wurde dieses Gotteshaus 
erst 1442 zum ersten Mal ...



... und gehörte früher zur Pfarre
Saint-Pierre-dels-Forcats.



Seit 1840 ist es bereits als
"Monument Historique" deklariert.



An seiner Ostseite befindet sich
 eine rechteckige Sakristei.



Man betritt heute die Kirche ...



... durch ein Portal an der Westseite, ...



... aber es scheint so, ...



... dass der Zugang früher 
durch die westliche Apsis erfolgte.



Obwohl man die Kirche 
wegen ihres Grundrisses
ursprünglich der Hl. Dreifaltigkeit zuschrieb ...


 

... ist sie Maria, der Gottesmutter, geweiht.
 


Sie ist von einem Friedhof mit Mauer umgeben
und war leider verschlossen.





Unbedingt ansehen!








Donnerstag, 11. Oktober 2018


Frankreich, Saillagouse (Pyrénées-Orientales):
Pfarrkirche Sainte-Eugénie, 12. Jhdt. 



Diese Kirche, die erstmals 913 geweiht worden ist, ...



... wurde im 12. Jhdt. neu errichtet. 

Während die Nordseite sehr kahl ist, ...



... stammt aus dieser Zeit noch 
das Zahnfries mit seinen skulptierten Konsolen ...



... an der Südseite des Kirchenschiffs.



Hier finden sich vorwiegende Menschen-, 
aber auch Tierköpfe abgebildet ...



 ... und das Fries setzt sich über 
die gesamte Länge des südlichen Kirchenschiffs fort.



Hier die Köpfe am westlichsten Joch
aus der Nähe. 



Weiters sind am Kirchenareal 
alte Grabsteine zu sehen.



Die halbrunde Ostapsis ist 1774
zerstört worden und die Ausrichtung der Kirche
von Ost auf West umgedreht worden.

Daher befindet sich das neue Portal
nun im Osten der Kirche, ...



... während der Altarraum im Westen
neu gestaltet wurde.