Donnerstag, 26. Juli 2018


Deutschland, Dümpelfeld (Rheinland-Pfalz):
Pfarrkirche St. Cyriakus und St. Antonius, 13. Jhdt.



Über dem Ort Dümpelfeld im Norden von Adenau ...



... erhebt sich majestätisch 
der Turm dieser alten Kirche, ...



... die im 13. Jhdt. errichtet worden ist.



Mitte des 15. Jhdts. wurde sie gotisiert
und zu einem zweischiffigen Bau
mit Rippengewölbe verändert.



St. Cyriakus ist unverputzt ...



... und aus Bruchstein errichtet.



Teilweise mit Dreipässen
gefüllte Rundbogenfenster ...



... geben dem Langhaus sehr viel Licht.



Auch der Chor wurde im 15. Jhdt. angebaut 
und wird durch Strebepfeiler gestützt.



1894 - 1895 wurde an der Ostwand des Chores ...



... eine sechseckige Sakristei angebaut, ...



... die 1962 ausbrannte
und daraufhin wieder hergestellt werden musste.



An der Westseite dominiert
der Turm auf quadratischem Grundriss ...



... und ein Portal mit Basaltgewänden ...



... und einer gotischen Holztür
bildet den Haupteingang.



Die Seitenaltäre wurden 
Ende des 17. Jhdts. gefertigt.


  
Der linke Seitenaltar ist der Muttergottes geweiht
und der rechte dem Hl. Josef.



Der barocke Hochaltar mit vier korinthischen Säulen
und einem Tabernakelaufsatz ist älter.



Eine Skulptur stellt den Hl. Cyriakus 
als Diakon mit Buch dar,
zu seinen Füßen ist ein Drache zu sehen.

Cyriakus zählt zu den Vierzehn Nothelfern.



Der Hl. Antonius, der Eremit, wird als Mönch dargestellt,
an seinem Rocksaum erkennt man ein Schwein.



Das Gewölbe besitzt figurale Schlusssteine
und ruht auf figürlichen Wandkonsolen 
und zwei Mittelsäulen.








Dienstag, 24. Juli 2018


Deutschland, Kaltenborn (Rheinland-Pfalz):
Pfarrkirche St. Servatius, Turm frühes 13. Jhdt.


 

Obwohl diese Pfarrkirche, 
die mit ihrem Friedhof ganz im Osten des Ortes Kaltenborn, 
das auf eine Hügelkuppe gebaut ist, liegt, ...



... auf den ersten Blick ganz und gar nicht 
romanisch aussieht, ...



... versteckt sich hinter ihrem 
extra stehenden Kirchenschiff ...



... ein hübsch restaurierter ...



... und in auffälligen Farben gestalteter
spätromanischer Glockenturm.



 Er steht an der Nordostseite des Langhauses
und ist reich gegliedert und verziert.


 

Er hat an jeder Seite zwei Biforien, ...



... die in Dunkelrot bzw. Grau akzentuiert sind 
und schwarze Mittelsäulen aufweisen.



Der Kontrast zwischen Langhaus und Turm
könnte kaum größer sein.



Das ursprüngliche gotische Langhaus 
wurde 1832 - 1834 durch einen Saalbau ersetzt. 



Als Baumaterial dienten die Steine der nahen Burgruine.



Hier der Anblick vom steil abfallenden Friedhof aus.



Der Saalbau hat eine 5/8 - Ostapsis ...



... und steht innen auf schlanken, bläulichen Säulen, ...



... die ein graziles Gewölbe tragen.



An der Westseite gibt es eine schlichte Empore.







Sonntag, 22. Juli 2018


Deutschland, Kempenich (Rheinland-Pfalz):
Pfarrkirche St. Philippus und Jakobus, 
Anfang 13. Jhdt. erbaut



Diese Pfarrkirche befindet sich auf einem Hügel
im Ort Kempenich in der Eifel.



Ursprünglich war sie der Hl. Walpurgis geweiht,
1330 ist sie erstmals erwähnt worden.



Der massive Westturm
stammt noch aus der Entstehungszeit
der Kirche Anfang des 13. Jhdts. ...




... und weist romanische Gestaltungselemente
auf wie Biforien ...



... mit dunklen Mittelsäulen und Rundbogenfriese.

Hier wurden auch die jeweiligen
Renovierungsdaten der Kirche vermerkt.



Das Langhaus stammt in seinem Kern
erst aus um 1470.



An dessen Nordseite ist dieses
reich verzierte gotische Portal zu sehen.



Innen fällt im Eingangsbereich sofort
diese Säule unter der Westempore
mit ihrem verzierten Würfelkapitell auf.



Sie besitzt an allen vier Seiten Reliefs, ...



... die vorne zwei Menschen
mit Schlangen und einem Kreuz, ...



... an zwei Seiten diese Pflanzenranken ...



... und auf der Rückseite Adam und Eva zeigen.

Der Art nach könnte es sich um ein romanisches Kapitell handeln,
das wahrscheinlich brüchig geworden ist
und deswegen durch eine Kopie ersetzt wurde.

Oder es wurde erst vor kurzem gestaltet,
aber der Romanik nachempfunden.



 Das ursprüngliche gotische Langhaus hatte vier Joche,
wurde aber 1904 bis 1906 erweitert,
sodass die heutige vierschiffige Hallenkirche entstand.



Das Netzgewölbe ruht auf relativ schlanken Säulen.



Der Chor wurde um 1728 vergrößert ...



... und mit einem Sternrippengewölbe versehen.



Ebenfalls aus der Romanik stammt dieser
trommelförmige Taufstein mit Rautenmuster.



Er wird in die 1. Hälfte des 13. Jhdts. datiert
und besitzt am unteren Rand ein Blattfries.



Interessant ist, dass die Säulen keine Kapitelle haben,



... sondern Konsolen in Form von ...



... wappentragenden Figuren von mittelalterlichen Handwerkern ...



... oder Aposteln.