Samstag, 16. Mai 2015




Österreich, St. Urban am Urbansee (Kärnten):
Filialkirche St. Paul in Hoch-St. Paul, 13. Jhdt.


 

 Diese Kirche steht in 1176 m Seehöhe
am nordöstlichen Ausläufer des Paulberges in der Gemeinde St. Urban.


. Die zur Pfarre St. Urban gehörende Kirche
wurde urkundlich erstmals 1285 erwähnt.


Die Mauern des Langhauses stammen im Kern aus der Romanik. 



Der Chorturm mit rundbogigen Schallöffnungen ...



... und einem Zwiebelhelm erhielt im Barock sein heutiges Aussehen.



Der spätgotische Chor mit Dreiachtelschluss ...



... wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jhdts.errichtet.



 Die kleine Sakristei an der Nordseite ...



... wurde im 17. Jahrhundert angebaut.



Das spitzbogige gotische Westportal ...


 
... wird durch eine große, allerdings nur hölzerne Vorlaube geschützt.



Leider war die Kirche nicht offen.

Ihre Inneneinrichtung stammt hauptsächlich aus dem Barock.









Österreich, Moosburg (Kärtnen):
Filialkirche Hl. Agnes und Hll. Simon und Judas in Tigring-Faning, 
um 1070.


 

Im kleinen Weiler Faning nordlich von Tigring
thront dieses Kirchlein auf seinem Hügel.



Es wurde wohl um 1070 gegründet als Teil eines Gehöfts, 
das damals "Gut Vaniccha" genannt wurde.



Es soll ein Tauschobjekt der Freisinger gewesen sein.



Dass dieses Kirchlein romanischen Ursprungs ist,
ist allein an den kompakten Dimensionen seines Langhauses zu erkennen.



Dieser Hl. Christophorus dürfte allerdings eher dem Barock zuzuchreiben sein.



Auch der relativ große, rechteckige Chor ...



,,, dürfte später entstanden sein und eine Rundapsis ersetzt haben.



 Bis 1784 war St. Agnes eine Filiale von Maria Wörth.   



 Interessant ist auch dieses, mittlerweile mobile Friedhofskreuz.



Die Vorhalle im Westen ist offen und ziemlich groß.


Da das Kirchlein versperrt war, 
hier nur einige wenige, durchs Fenster gewonnene Eindrücke.


 Neben einem Barockaltar scheint auch noch 
ein runder, mit Steinornamenten bemalter, 
romanischer Triumphbogen vorhanden zu sein.



Hier nochmals eine Aufnahme dieses ziemlich typischen
Kärntner Landkirchleins.







Donnerstag, 14. Mai 2015


Österreich, Velden (Kärnten):
Filialkirche St. Florian und Ulrich in Kerschdorf, 
13. Jhdt.



Urkundliche Erwähnung - 
allerdings mit dem Patrozinium der Hl. Magdalena - 
 erfuhr diese Filialkirche erstmals im Jahre 1616.

Sie aber eindeutig älter.. 



Restaurierungen wurden 1968 und 1996 durchgeführt.





 

Dabei erfolgte die Sicherung dieses Christophorus-Freskos,
das aus der zweiten Hälfte des 15. Jhdts. stammt.




An der Südseite sind weiters diese beiden Rundbogenfenster zu finden,
die wahrscheinlich romanischen Ursprungs sind,
aber später vergrößert wurden.




 Der kleine romanische Bau mit halbkreisförmiger niedriger Apsis
weist einen östlichen Dachreiter mit Spitzhelm auf.




Die kleine Apsis hat nur zwei Fenster.



Die nördliche Langhauswand ...



... ist schmucklos und hat nur ein rechteckiges Fenster.



Die westliche Vorlaube ...


 
... weist eine volkstümlich bemalte Decke ...


 
 
... aus dem 18./19. Jhdt. auf. 



Leider war das Kirchlein zugesperrt,
daher nur dieses dunkle Foto von innen,
das durch eines der Fenster aufgenommen ist.



Hier noch einmal eine Vorder- und Rückansicht,
wie sie für viele kleine Kärntner Landkirchen typisch ist.








Österreich, Velden (Kärnten):
Filialkirche St. Johannes und Paul im Ortsteil Unterwinklern, 
13. Jhdt.



 Dieses entzückende Kirchlein liegt auf einem kleinen,
dicht bewaldeten Hügel und ist mit einem Wegweiser
als "Franzosenkirche" angeschrieben.



Es wurde 1289 erstmals urkundlich erwähnt,
wurde 1968 restauriert und 1996 mit Lärchenschindeln gedeckt. 



Es ist ein kleiner romanischer Bau ... 



 .... mit östlichem Dachreiter mit Spitzhelm.

(Sorry, die Fotos haben diesmal ausnahmsweise
wegen des Regens und Ablenkung ... s. ganz unten ... etwas gelitten)


 

An der südlichen Langhauswand befindet sich 
die obere Hälfte eines Hl. Christophorus aus dem 14. Jhdt.
sowie ein hochgelegenes romanisches Schlitzfenster.



Der Chor ist gotisch mit 5/8-Schluss.



 Die nördliche Langhauswand ist bis aus ein gotisches Fenster schmucklos.



Hier die große Vorlaube im Westen.



Darunter befinden sich ein gotisches Wandgemälde, ...



... das die Heiligen Wolfgang, Michael und Leonhard darstellt
aus der Werkstatt des Thomas von Villach (um 1460 - 1470), ...



... dieser relativ schlichte Zugang mit Holztüre ...



.... sowie diese frühromanische Grabplatte mit Kreuz.



Das Langhaus ist zweijochig mit volkstümlich bemalter Holzdecke
und halbkreisförmigem Triumphbogen.

In dessen Laibung sind Reste der ehemaligen Apsidenausmalung 
einer vor dem gotischen Chor existierenden halbkreisförmigen Apsis zu finden: 
kleine Fragmente einer Mandorla und 
der Evangelistensymbole des Johannes und Matthäus.



Der Chor verfügt über ein Kreuzgratgewölbe auf Konsolen
und einen barocken Hochaltar mit weinlaubgeschmückten Säulen, 
schwerem Gebälk, Knorpel- und Rollwerk um 1650 
und die Figur des Hl. Petrus.



1975 wurde hier sogar eine römische Münze 
aus dem 4. Jhdt. n. Ch. gefunden.


Ich durfte "nur" mit einem erst 6 Jahre alten,
entzückenden kleinen Terrier spielen, 
der mir mit seinem Apportieren das Fotografieren schwer machte 
(das Tierchen ist auf dem zweiten Foto von oben 
ganz vorne im Gras mit drauf ...)




Sehenswert!


Vor allem, 
weil man es im eher mondänen Velden 
gar nicht vermuten würde.