Montag, 25. November 2013



Italien, Nals (Südtirol):
Kirchlein St. Apollonia in Sirmian, um 1300.


 

Auf einem bewaldeten Hügel oberhalb von Nals,
den man in knapp 10 Minuten zu Fuß erklimmen muss, ...

... und über dem schönen Eisacktal zwischen Meran und Bozen ...



... liegt diese kleine Kirche.
Die Hl. Apollonia lebte im 3. Jdht. in Alexandrien
und war eine frühchristliche Märtyrerin,
die meist mit Zange und Zahn dargestellt wird.


Im Westen der Kirche ist eine kleine Vorhalle angebaut.
Der Fund eines Bronzearmbands weist übrigens
bereits auf eine frühgeschichtliche Besiedelung dieses Hügels hin.



Unter dem Vordach befindet sich ein steingerahmtes Portal
 mit Eselsrückenbogen und Rundstab aus dem 16. Jdht.


 
Die Fensteröffnung der Ostapsis wurde später vergrößert.



Im Kircheninneren erhellt diese nun das Gratgewölbe im Chor.



Das Langhaus ist mit einem Tonnengewölbe aus dem 17. Jhdt. versehen.



Innen ist die Kirche eher einfach und schmucklos.



Dafür ist die landschaftliche Lage von St. Apollonia umso schöner:



Gleich am Fuß des Hügels sowie kaum 100 m weiter
befinden sich zwei beliebte Ausflugslokale.






Freitag, 22. November 2013



Italien, Lana (Südtirol):
Kirchlein St. Margareth, um 1215.



Oberhalb von Lana ist diese Kirche
in einem alten Weiler zu finden.


 

Sie ist angeblich eine Stiftung
der byzantinischen Gemahlin Theophanu von Kaiser Otto II.

1215 wurde die Kirche von Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen
dem Deutschen Orden geschenkt.



Berühmt ist sie für ihre drei Apsiden
sowie die bedeutenden romanischen Fresken in ihrem Inneren.

Leider sind die Apsiden von außen nur schwer zu fotographieren,
da sie - wie man hier gut sehen kann - ziemlich zugewachsen sind. 



Hier der Blick auf die Dächer der Apsiden und des Langhauses, ... 



... sowie auf die Apsiden aus der Nähe.



Die Rundbogenfenster wurden offensichtlich erst unlängst renoviert.



Interessanter Weise ist die Kirche nicht eingeostet:

Die Ostseite ist hier zu sehen und
wurde später im neuromanischen Stil wieder aufgebaut.



Der farbenprächtige Anblick innen ist wirklich einmalig.



Oben an der Chorwand thront Christus mit den zwölf Aposteln. 



In der mittleren und größten Apsis
finden sich Christus als Pantokrator und die vier Evangelisten, ...



... in der rechten die Hl. Margareth zwischen zwei Engeln ...



... und in der linken Maria mit Jesus und ebenfalls zwei Engeln.

(Die letzten vier Bilder sind den Ansichtskarten entnommen,
die in der Kirche verkauft werden).




Absolut sehenswert!








Donnerstag, 21. November 2013



Italien, Lana (Südtirol):
Kirchlein St. Vigilius am Vigiljoch, 12. Jdht.



Diese Kirche erreicht man am besten
mit der Seilbahn von Lana aus ...



... und anschließend mit dem Sessellift.



Nach weiteren 10 Minuten Fußmarsch bergab
erreicht man diese auf 1.793 m Seehöhe gelegene Kirche
am Vigiljoch südlich von Meran.

Sie ist somit eine der höchstgelegenen Kirchen Südtirols.



Da man hier Feuersteine aus der Bronzezeit fand,
wurde diese Kirche auf einem prähistorischen Kultplatz erbaut.



St. Vigilius ist neben St. Kathrein in Hafling
und St. Jakob am Langfenn die dritte Höhenkirche der Region.



Sie wird seit langem als "Wetterkirche" verehrt
zur Abwendung von Donner, Blitz und Hagel.



Die Mauern ihres Langhauses sind frühromanisch, ...
... der Chor ...

... und der Glockenturm sind gotischen Ursprungs.



Hier noch zwei Großaufnahmen vom Turm,
der an seiner Südseite offensichtlich früher ein Portal hatte
(s. Vermauerungen in der Mitte der Turmbasis im Bild links).



Das heutige Eingangsportal befindet sich an der Westseite.



Im Inneren der Kirche ...



... werden die wertvollen Fresken aus dem frühen 14. Jdht. ...



... gerade renoviert:

Diese zeigen eine Kreuzigungsgruppe sowie die 12 Apostel.



Vom Hügel von St. Jakob ...



... hat man eine herrliche Aussicht auf die umgebenden Berge.



So idyllisch dieses Kirchlein auch auf seinem Hügel liegt, ...



... so ist man doch nicht wirklich allein:

Ein naheliegendes Restaurant sorgt mit seinem Streichelzoo
für regen Zulauf der Wanderer und Touristen.



Unbedingt ansehen!

Toller Ausflug,
allerdings nur bei Schönwetter.







Italien, Mölten (Südtirol):
Kirchlein St. Jakob am Langfenn, 12. Jdht.



Wie hier am Standort von St. Jakob leicht ersichtlich wird,
gilt es gemeinsam mit der Kirche St. Kathrein in Hafling
und dem Vigiliuskirchlein am Vigiljoch
als eine der drei Höhenkirchen in der Region.



Es liegt auf 1.525 m am höchsten Punkt 
der beliebten Ausflugsregion Salten am Tschögglberg,
weithin sichtbar nordwestlich oberhalb von Bozen ...



... und fast inmitten einer Kuhweide.





Der Bauernhof dazu ist nicht weit!

Allerdings muss man vom Parkplatz Schermoos
doch ca. 20 Minuten Fußmarsch in Kauf nehmen,
um hierher zu gelangen.

Der Hl. Jakob ist übrigens der Beschützer der Wanderer.



Obwohl die Kirche im Jahr 1300 erstmals erwähnt wurde,
nimmt man an, dass hier bereits früher ein heidnischer Tempel stand.



Um das Jahr 1510 wurde es gotisch umgebaut ...



... und ein polygonaler Chor angefügt.



Das Kirchlein war zwar versperrt,
doch durch eines seiner Westfenster kann man gut hineinsehen.

Darin befinden sich Fresken aus dem 17. Jdht.



Hier noch ein Foto aus dem Internet,
das die einzigartige Lage dieser Kirche zeigt.




Allein wegen seiner Lage
auf jeden Fall ansehen!