Freitag, 9. August 2013



Frankreich, Saverne (Bas Rhin, Elsass):
Kirche Notre Dame de la Nativité, Turm 12. Jdht.



Diese ehemalige Stiftskirche befindet sich am höchsten Punkt
der Altstadt von Zabern (so der deutsche Name der Stadt).

Diese ist auf einem Hügel nahe am Fluss und Kanal der Zorn erbaut.


 

Die ehemaligen Stiftsgebäude wurden offensichtlich
umgewidmet und mehrmals umgebaut.



Von der Fußgängerzone aus erblickt man
zuerst den romanischen Westturm der Kirche.

Das Pferdefuhrwerk im Vordergrund
dient übrigens zum Gießen der Blumen!



Der Chorder Kirche wurde 1380 - 1440 errichtet, ...


  

... das Langhaus im spätgotischen Stil von 1458 - 1503.



Die unteren drei Geschosse des Turmes stammen aus dem 12. Jdht.,
die letzten beiden wurden etwas später aufgesetzt.



Hier das massive und schmucklose Westportal.



Im Zugang zur Kirche
sind die wuchtigen Turmfundamente gut zu erkennen.



Leider war die Kirche innen kaum beleuchtet
und daher sehr dunkel.



Hier ein Blick auf die schlanken Fenster des gotischen Chors.



Die nördliche Seitenkapelle wurde 1493 erbaut 
und der Hl. Maria geweiht.



Hier die grazile Statue der Hl. Jungfrau mit dem Kinde,
die an der südlichen Chorwand angebracht und schön beleuchtet ist. 



Die gotische Westempore mit der Orgel
ist im Gegenlicht leider nur schlecht zu sehen.







Frankreich, Marmoutier (Bas Rhin, Elsass):
Ehemalige Abteikirche, 1096 geweíht.

Seit 1805 ist diese Kirche die Pfarrkirche des Ortes.



Wirklich beeindruckend steht die ehemalige Abteikirche
des Maursmünsters am Hauptplatz von Marmoutier.

Sein Name kommt von Maurus, einem Abt,
der dem Benediktinerkloster im 8. Jdht. vorstand.



Die Abtei soll jedoch bereits 590 oder 685 gegründet worden sein.

Jedenfalls fand man in der Unterkirche
die Fundamente eines vorkarolingischen Kirchenbaus. 



An diesem Anblick vom Süden ist deutlich zu sehen,
dass nur noch die mächtige Westfassade,
die Vorhalle und die Türme romanisch sind.

Diese entstammen der staufischen Architektur aus um 1140/50.


 

Das Langhaus wurde 1225-1301 gotisch aufgebaut.


 

Obwohl die Abteikirche nur 20 m breit ist,
macht sie durch ihre Westfassade einen wuchtigen Eindruck.



Bemerkenswert sind in jedem Fall ...



... die zahlreichen Zeugnisse romanischer Bildhauerkunst.



Die alten Rundbogenfriese sind noch bestens erhalten.



Auch einige sehr kunstvoll gearbeitete romanische Rundbogenfenster ...



... haben die Jahrhunderte überstanden
bzw. wurden vorbildlich restauriert.



Hier der Anblick der Abteikirche von der Nordseite.



Das nördliche Querschiff weist ebenso ...



... wie der erst 1761 - 1769 wieder aufgebaute Mönchschor
riesige gotische Fenster auf.



Die barocke Neuerrichtung der Westfassade,
die 1788 geplant worden war,
wurde durch die französische Revolution verhindert.



In der Vorhalle kommt dieses romanische Portal zum Vorschein.





Das Kircheninnere ist hochgotisch.



Hier der Mönchschor mit dem Chorgestühl.



Die Orgel stammt - wie so viele Orgeln im Elsass -
vom berühmten Orgelbauer Andreas Silbermann.



Auch beide Seitenschiffe wurden im gotischen Stil errichtet, ...



... doch im Westteil der Kirche ...



... sind noch ...



... typische romanische Rundbögen ... 



... mit Würfelkapitellen zu finden.



Hier der Plan der ursprünglichen Gestalt der einst mächtigen Abtei,
von der heute nur noch die blauen Gebäude erhalten sind.



Diese einmalige und markante Westfassade
lässt sich eigentlich nur noch mit der von Murbach vergleichen. 



Unbedingt ansehen!







Frankreich, Marmoutier (Bas Rhin, Elsass):
Kapelle St. Blaise in Sindelsberg, 1137 geweiht.



Diese kleine und schlichte Kirche,
die auf einem Hügel nordwestlich von Marmoutier thront,
war einmal die Stiftskirche eines Benediktinerinnenklosters,
das 1115 gegründet worden war.



Der Name "Sindelsberg" stammt vom Einsiedler Sidenus,
der bereits im 6. Jhdt. seine Einsiedelei auf diesem Berg errichtet hatte.



Der älteste Teil der Kirche ist der massive Ostturm.



Das Kirchenschiff wurde nach Zerstörungen 1584 wieder aufgebaut.
Die Ostapsis stammt gar erst aus späteren Zeiten.



Hier noch die Reste des romanischen Südportals.
Leider stört die eckige Türe den Anblick beträchtlich.



So wacht St. Blaise (St. Blasius) hoffentlich
noch viele weitere Jahrhunderte über das Tal bei Marmoutier ....