Dienstag, 12. Februar 2013



Österreich, Berg im Drautal (Kärnten):
Filialkirche St. Athanasius, frühes 13. Jdht. (?).

Im Drautal unterhalb des Ortes Berg 
- unweit der stark befahrenen Bundesstraße nach Lienz - 
steht diese Kirche absolut malerisch mitten in der Wiese.



Der Hl. Athanasius war Bischof von Alexandrien (um 298 -373)
und soll auf dem Weg in seine Verbannung nach Trier
hier eine Rast eingelegt haben.



Die genaue Errichtungszeit des ältesten Teiles der Kirche,
des niedrigen Langhauses, ist nicht mehr genau datierbar.

Man vermutet, dass diese ehemals beliebte Wallfahrtskirche
auf einem viel älteren Heiligtum - vielleicht aus römischer Zeit - erbaut wurde.

Im Kircheninneren befinden sich auf jeden Fall
noch Fragmente römischer Grabinschriften.





Wirklich einmalig sind die Lage und die Form dieser Kirche.





An der nördlichen Langhauswand sind noch diese Fresken zu finden:
Der Hl. Christophorus stammt jedenfalls aus um 1400.



Hier das kleine romanische Langhaus,
bei dem an der Südwand sogar noch ein Portal freigelegt werden konnte.



Der gotische Chor wurde 1481 fertig gestellt
und sollte wohl erst der Beginn einer größeren Wallfahrtskirche sein.



Der hohe gotische Chor vom Osten aus gesehen.



Schön gestaltete Eingangstür im Westen.



Die Kirche war leider zugesperrt,
doch durch das Fenster ist dieses Foto gelungen:

Die beiden Freskenstreifen an der nördlichen Langhauswand (links)
stellen Jesus und die 12 Apostel dar und
stammen aus dem 15. und 16. Jdht.


Für mich ist die "Untere Kirche" in Berg im Drautal
eines der schönsten Kirchlein Österreichs!

Doch auch die "Obere Kirche" und ihr Karner
sind wirklich sehenswert.







Montag, 11. Februar 2013



Österreich, Maria Wörth (Kärnten):
"Winterkirche" bzw. Rosenkranzkirche, 1155 geweiht.

Der Name "Winterkirche" hat seinen Ursprung darin,
dass in die in dieser Kirche verehrten Heiligen
ihre Namenstage im Winter haben.



Maria Wörth liegt auf dieser malerischen Halbinsel im Wörther See
und wurde bereits 831 als Kanonikerstift gegründet.

Die Winterkirche ist hier links neben der Sommerkirche 
(oben im Bild) leider nicht zu sehen.



Hier der malerische Aufgang zur Winterkirche,
die auch als Rosenkranzkirche bezeichnet wird.





Östlich der Winterkirche liegt die größere Sommerkirche,
deren Kirchturm hier jeweils rechts zu sehen ist.



Blick auf die Winter- von der Sommerkirche aus.



Und hier die Sommer- von der Winterkirche aus gesehen.



An der Außenseite der Winterkirche 
sind einige alte Fenster zu entdecken:

Hier eine kleine Lichtöffnung im Langhaus, ...



... hier das Rundbogenfenster an der Ostseite im Chorquadrat.





Das romanische Westportal zur Winterkirche.





Hier das Kircheninnere:
Einmal der Blick nach vorne und dann nach hinten.

Dieses war wie alle frühmittelalterlichen Kirchen flachgedeckt.
Das Gewölbe kam erst im 16.Jdht. hinzu.







Im Chorquadrat befinden sich bedeutende Wandmalereien
aus dem letzten Viertel des 12. Jdhts., die erst 1895 frei gelegt wurden.

Neben Christus in der Mandorla ...





... sind die Aposteln und Heilige dargestellt.


Schon allein wegen ihrer malerischen Lage im Wörthersee
sind die Sommer- und die Winterkirche
auf jeden Fall sehenswert!







Sonntag, 10. Februar 2013



Österreich, Maria Wörth (Kärnten):
"Sommerkirche" bzw. Pfarrkirche St. Primus und Felicianus, 
1151 geweiht.

Die Kirche heißt "Sommerkirche", 
weil die in ihr verehrten Heiligen ihre Namenstage im Sommer haben.
Gleich hinter der "Sommerkirche" gibt es eine kleinere "Winterkirche".

Sie war ursprünglich die Stiftskirche
des 831 gegründeten Kanonikerstifts.



Die Lage von Maria Wörth ist unvergleichlich:
auf einer Halbinsel im Wörthersee.





Doch seit 1770 das Wasser des Wörthersees etwas abgelassen wurde,
ist Maria Wörth eine Halbinsel.



Durch einen überdachten Aufgang gelangt man zur Kirche.





Hier fällt einem gleich der übermannsgroße Christophorus
an der Westseite auf.



Hier der Glockenturm, ...



... die Taufkapelle ...



... sowie der gotische Chor von außen.



Ein Portal an der Nordseite.



Von der ehemaligen romanischen Stiftskirche ist an der Südseite
dieses Rundbogenportal mit drei Rücksprüngen erhalten,
durch das man die Sommerkirche betritt.



Daneben ist in einer Opfernische ein Relief des Hl. Primus zu finden.

Seine Reliquien und die des Hl. Felicianus wurden
nach der Gründung von Maria Wörth aus Rom hierher gebracht.



Die Kirche ist nach einem Brand im Jahre 1399
wieder gotisch aufgebaut worden.



Hier die Seitenkapelle mit dem Taufbecken.



Blick zurück zur Orgelempore.



Dieses große Wappen befindet sich in der Kirche.



Hier alte Fresken.





Die romanische Krypta blieb erhalten, ...





... wurde aber im 14. und 15. Jdht. erneuert.



Hier sind anscheinend weitere romanische Relikte gelagert.



Der zweistöckige Karner, der im Osten der Kirche steht, ...



... wurde erst 1278 gestiftet.



Hier die kleine Apsis des Karners.

(Das Foto ist leider unscharf.)



Wenn man nach Westen schaut,
kann man die kleinere Winterkirche sehen.


Sommer- und Winterkirche auf Maria Wörth
sind allein schon wegen ihrer Lage
absolut sehenswert!