Deutschland, Mundelsheim (Baden-Württemberg):
Turm der Kirche St. Kilian, 8. - 9. Jhdt.
Am Friedhof von Mundelsheim steht diese Kirche,
die wahrscheinlich zwischen 742/752 und 811 erbaut wurde, ...
... als Mundelsheim kurzzeitig dem Bistum Würzburg angehörte,
dessen Schutzpatron der Hl. Kilian ist.
Um 1451 – 1455 ließ Anna von Venningen die Kilianskirche
als Grablege für ihre Familie wieder aufbauen.
... wurde in vergrößerter Form neu aufgebaut.
Während die Turmbasis quadratisch ist, ...
... sind seine beiden oberen Geschoße achteckig.
Das oberste Geschoß ist gar als Fachwerkbau errichtet.
Hier nun die Nordseite der Kirche mit einigen
bereits gotischen Fenstern und dem Kirchentor.
Innen fallen sofort die bunten Fresken auf, ...
... mit denen der Kirchenraum komplett bemalt ist.
Diese stammen aus den späten 1480er Jahren und wurden von
den beiden Söhnen von Anna von Venningen in Auftrag gegeben.
Auch der gotische Chorraum ist damit bedeckt.
An der Wand neben dem Triumphbogen ...
... ist ein großes Fresko zu sehen.
Das Langhaus ist mit Zyklen zur Mariengeschichte, ...
... zur Passion Jesu sowie zu den 10 Geboten ausgemalt.
Auch unter der nachträglich eingezogenen ...
... Westempore sind Fresken angebracht.
Im Chor sind im Kreuzrippengewölbe die vier...
... Evangelisten und vier Kirchenväter dargestellt ...
Am Triumphbogen sind diverse Heilige zu sehen,
einige Fresken sind heute allerdings verblasst.
Neben alten Grabmalen sind hier auch ...
... mittelalterliche Grabplatten aufgestellt.
Das Kirchenschiff ist nach wie vor flach mit Holz gedeckt.
Heute ist die Kilianskirche immer noch die Friedhofskirche
der Evangelischen Kirchengemeinde Mundelsheim.
An jedem ersten Sonntag im Monat
wird der Gottesdienst hier gefeiert.
Daneben wird die Kirche auch für Hochzeiten,
Taufen, Jugendgottesdienste und Konzerte genutzt.
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