Deutschland, Güglingen (Baden-Württemberg):
Martinskirche in Frauenzimmern, 2. Hälfte 13. Jhdt.
Bereits um 794 dürfte hier eine Holzkirche bestanden haben,
der im 9. Jhdt. ein erster und später ein zweiter Steinbau folgte.
In ihrer heutigen Form entstand diese Kirche
in der 2. Hälfte des 13. Jhdts.
Sie wird von einem massiven Ostchorturm dominiert, ...
... der ausgeprägte romanische Biforien aufweist.
Darauf wurde später eine Etage aus ...
... Fachwerk mit einem spitzen Helm aufgesetzt.
Der Turm steht auf quadratischem Grundriss.
An ihn schließt ein vergleichsweise kleines Langhaus an, ...
... in dem auf der Nordseite diese ...
... Fensterlaibung in Kleeblattform auffällt.
Daneben wurde die Wand wieder rückgebaut.
Auch auf der Südseite befindet sich ein Kleeblattfenster, ...
... das aber leider später ausgebrochen wurde.
An diesem sind noch Reste von romanische Reliefs ...
... wie dieser Tierkopf über einem Eichenblatt zu sehen.
Hier wurde der neue Zugang zur Kirche gelegt.
Auf der Südseite befindet sich auch das barocke
Epitaph eines Hofmeiers, der 1606 gestorben ist.
Daneben sind einige Schlusssteine angebracht, ...
... die wohl von den letzten Umbauten stammen.
Nicht so schön sind die riesigen rechteckigen Fenster,
die später eingebaut wurden und ziemlich lieblos wirken.
Auf dieser Seite wurde auch ein kleines, heute hellgelb
gestrichenes Sakristeihäuschen angebaut.
Darüber sind im Turm noch vier einzelne Steine
eines ehemaligen Rundbogenfrieses zu erkennen.
Die Westseite ist sehr schlicht und hat ein ...
1971 erfolgte die letzte Renovierung der Kirche, bei der man
die Evangelistensymbole im Gewölbe des Turmchors freigelegt hat.
1993 wurde eine neue Orgel beschafft.
Die Martinskirche ist von einem Friedhof umgeben.



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