Samstag, 10. Januar 2026

 
 Deutschland, Mundelsheim (Baden-Württemberg):
Turm der Kirche St. Kilian, 8. - 9. Jhdt. 



Am Friedhof von Mundelsheim steht diese Kirche, 
die wahrscheinlich zwischen 742/752 und 811 erbaut wurde, ...



... als Mundelsheim kurzzeitig dem Bistum Würzburg angehörte, 
dessen Schutzpatron der Hl. Kilian ist. 



Um 1451 – 1455 ließ Anna von Venningen die Kilianskirche 
als Grablege für ihre Familie wieder aufbauen. 



Dabei blieb der Chorturm erhalten, das Kirchenschiff ...



... wurde in vergrößerter Form neu aufgebaut. 



Während die Turmbasis quadratisch ist, ...



... sind seine beiden oberen Geschoße achteckig.



Das oberste Geschoß ist gar als Fachwerkbau errichtet.



Hier nun die Nordseite der Kirche mit einigen
bereits gotischen Fenstern und dem Kirchentor.



Innen fallen sofort die bunten Fresken auf, ...



... mit denen der Kirchenraum komplett bemalt ist.



Diese stammen aus den späten 1480er Jahren und wurden von
den beiden Söhnen von Anna von Venningen in Auftrag gegeben.



Auch der gotische Chorraum ist damit bedeckt.



An der Wand neben dem Triumphbogen ...



... ist ein großes Fresko zu sehen. 



Das Langhaus ist mit Zyklen zur Mariengeschichte, ...



... zur Passion Jesu sowie zu den 10 Geboten ausgemalt.



Auch unter der nachträglich eingezogenen ...



... Westempore sind Fresken angebracht.



Im Chor sind im Kreuzrippengewölbe die vier...



... Evangelisten und vier Kirchenväter dargestellt ...



... und an den Seitenwänden der Kilianszyklus.



Am Triumphbogen sind diverse Heilige zu sehen,
einige Fresken sind heute allerdings verblasst.



Neben alten Grabmalen sind hier auch ...



... mittelalterliche Grabplatten aufgestellt.



Das Kirchenschiff ist nach wie vor flach mit Holz gedeckt.



Heute ist die Kilianskirche immer noch die Friedhofskirche 
der Evangelischen Kirchengemeinde Mundelsheim.



An jedem ersten Sonntag im Monat 
wird der Gottesdienst hier gefeiert. 

Daneben wird die Kirche auch für Hochzeiten, 
Taufen, Jugendgottesdienste und Konzerte genutzt.








 
 

Mittwoch, 7. Januar 2026

 
 Deutschland, Murrhardt (Baden-Württemberg):
Türme der Walterichskirche, um 1150 erbaut
 
 

Im kleinen Städtchen Murrhardt, 
das 40 km nordöstlich von Stuttgart liegt, ...



... fallen sofort die hohen Türme der Stadtkirche auf.



Diese sind die Zwillings-Osttürme der
ehemaligen Klosterkirche von Murrhardt ...



... und haben romanische Zwillingsfenster.



Die um 1230 an die Stadtkirche angebaute Walterichskapelle ...



... gilt als eines der bedeutendsten Beispiele für ...



... spätromanische Architektur in Südwestdeutschland.
(s. Extra-Eintrag).



Die beiden obersten Geschoße der Türme
der Kirche wurden später aufgesetzt, doch bis ...



... zum 4. und vorletzten Geschoß sind sie romanisch.



Die Kirche erhebt sich über den Fundamenten 
römischer Steinhäuser aus dem 2. Jhdt.



Die alte karolingische Kirche, die ungefähr so groß 
wie das Mittelschiff der heutigen Kirche war, ...



... wurde um 1020 
abgebrochen und durch 
eine romanische, dreischiffige Basilika ersetzt. 



Zwischen 1050 und 1080 gestaltete man den Westchor um ...



... und baute eine Krypta ein. 



Den Ostteil der Kirche baute man um 1150 um ...



... und errichtete dabei die beiden Türme der Kirche. 



Zwischen 1430 und 1450 wurden der Westchor 
und das Querschiff, anschließend ...



... das Langhaus im Stil der Gotik neu errichtet, ...



... womit die Kirche in etwa ihre heutige Form erhielt.



Aus romanischen Zeiten sind höchstens ...



... noch einige der Epitaphe in der Kirche erhalten.



Als Stadtkirche dient die ehemalige
Klosterkirche nun seit 1867.