Sonntag, 29. März 2026

 
Deutschland, Rettenberg (Bayern, Allgäu):
Kapelle St. Nikolaus im Ortsteil Emmereis, 
um 1180 erbaut 
 
 
 
 
Am Fuße des Grünten, des "Wächters des Allgäus", ... 
 
 
 
 ... entstand um 1180 im kleinen Weiler Emmereis ...
 

 
 ... die heute älteste romanische Kapelle des Allgäus.
 

 
 Sie war ursprünglich eine Landkirche 
mit profanem Obergeschoss, ...
  

 
... das jedoch nicht mehr als eigenes Stockwerk vorhanden ist, 
sondern inzwischen den Kirchenraum nach oben erweitert. 
  
 
 
 Mönche erbauten auf einem Nagelfluh-Felsen diese Kapelle 
in Form einer Wehrkirche mit 2 m dicken Mauern, ...
 
 
 
 .... einem Sattelturm über dem Chor mit 
Schießscharten und einem Wehrgang. 
 

 
 1724/1725 erhielt der bis zur Firsthöhe abgetragene 
Sattelturm eine zwiebelförmige Haube.
 

 
 Das Rundfenster in der Apsis ist heute blind.
 

 
 Die Kirche wurde aus Feldsteinen aus der Regon errichtet.
 
 
 
 
Seit gotischen Zeiten befindet sich der 
Zugang zur Kapelle hier auf der Westseite, ... 
 
 
 
 ... wo auch dieses Schild den interessierten Besucher informiert. 
 

 
 Im Inneren sind noch teilweise Fresken erhalten, ...
 


 ... die erst bei der Innen- und Außenrenovierung 
von 1975 - 1977 wieder zu Tage traten. 
 

 
 Diese entstanden erst Mitte des 13. Jhdts. nach 
dem Vorbild von St. Peter und Paul in Reichenau.
 

 
 In der Apsiskalotte thront Christus in einer Mandorla.
 

 
 Wie üblich ist er als Weltenherrscher dargestellt.
 
 
 
 
Flankiert wird er von den Symbolen der vier ...
 
 
 
 
... Evangelisten und je einem Engel im Zwickel.
 

 
 Darunter sind wohl alle 12 Apostel in Nischen zu sehen.
 

  
 Aus um 1480 stammen die beiden Apsis-Figuren 
St. Nikolaus und St. Stephanus aus der Schule Ivo Strigels. 
 

 
 Das Tonnengewölbe des Chors ist mit einem stilisierten Sternenhimmel geschmückt. 
 

 
 Auf der nördlichen Langhauswand ist der 
überlebensgroße Hl. Christophorus mit Kind erhalten. 
 

 
 Daneben zwei weitere Fresken, von denen nur
noch das linke fast vollständig zu erkennen ist. 
 

 
 Es zeigt wahrscheinlich 3 der 5 klugen
oder törichten Jungfrauen. 
 

 
 Auch neben dem Triumphbogen zum Chor ...
 

 
 ... gibt es links und rechts noch Fresken.
 
 
 
 
Hier nun die Rückseite des Langhauses,
in die eine Holzempore eingezogen ist. 
 

 
 Von dieser hat man nochmals einen schönen Blick ...
 

 
 ... auf diese wunderbare alte Kapelle.
 

 
 Hier ist auch der Zugang zum ehemaligen Obergeschoß ...
 

 
 ... noch als Rundbogentüre über dem Triumphbogen zu sehen.
 

 
Die Barockisierung der Kapelle wurde bei der letzten
Renovierung wieder rückgängig gemacht. 

 
 
 
 
Sehenswert! 
 
 




 

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